Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Europäische Strategie für die Teilchenphysik verabschiedet

17.07.2006
Der Weg der Teilchenphysik in Europa wird zukünftig mit vereinten Kräften beschritten. Auf einer Sondersitzung am Freitag, 14 Juli, hat der CERN-Rat einstimmig eine europäische Strategie für Teilchenphysik angenommen - ein wichtiger Schritt, der die Führungsrolle Europas in diesem zunehmend globalisierten Feld unterstreicht.

Die am Freitag vom CERN-Rat angenommene Strategie gewährleistet die Mitwirkung Europas in führender Position in diesem Feld. Ihr Ziel ist die Vereinigung der Stärken europäischer Forschungseinrichtungen - Universitäten, nationalen Laboratorien mit internationalem Ruf wie DESY, und CERN.

"DESY begrüßt die Entscheidung des CERN-Rates und seinen Beschluss, die Kräfte in Europa für die zukünftigen Aufgaben und Herausforderungen zu vereinen," sagte Professor Albrecht Wagner, Vorsitzender des DESY-Direktoriums und selbst Mitglied der vom CERN-Rat eingesetzten Strategiegruppe.

Am Montag, 17. Juli, wird der Präsident des CERN-Rates, Professor Enzo Iarocci, eine Pressekonferenz auf dem Euroscience Open Forum (ESOF 2006) in München halten. Das Medienbriefing beginnt um 12 Uhr am Stand des EIROforums auf der Ausstellungsfläche der ESOF.

... mehr zu:
»CERN »CERN-Rat »LHC »Teilchenphysik

Der CERN-Rat wurde gleichzeitig mit dem CERN, der europäischen Organisation für Kernforschung, im Jahr 1954 gegründet und ist so seit mehr als 50 Jahren für eines der weltweit führenden Zentren für Grundlagenforschung verantwortlich. Das Laboratorium in der Nähe von Genf, Schweiz, hat sich zu einem führenden Beispiel erfolgreicher internationaler Zusammenarbeit entwickelt. Hier forschen mehr als 6700 Wissenschaftler aus 85 Ländern.

Im Jahr 2005 hat der CERN-Rat die Initiative ergriffen, einen Strategieprozess ins Leben zu rufen. Mit dem Bau des Large Hadron Collider (LHC) als eine einzigartige Anlage für die Teilchenphysiker der Welt war dies der richtige Zeitpunkt, um die Frage anzusprechen, wie die europäische Teilchenphysik mit anderen Regionen zusammenarbeiten wird, um die nächste Generation von Teilchenphysik-Forschungsanlagen zu entwickeln.

Der LHC ist eine Entdeckungsmaschine, die Protonen mit höchsten Energien zur Kollision bringt. Eine weltweite, vernetzte Koordination ist notwendig, um zukünftige Entdeckungen und damit unsere Welt zu verstehen. Große neue Anlagen wie der Internationale Linearbeschleuniger (International Linear Collider, ILC) werden ebenfalls solche Koordination und Kooperation erfordern.

Der Rat hat eine repräsentative Gruppe europäischer Physiker einberufen, um die Rolle zu definieren, die Europa im Abenteuer Teilchenphysik haben soll. In einem umfangreichen Beratungsprozess holte die Gruppe die Meinungen von Kollegen aus Europa, Amerika und Asien ein. Ihre Strategievorschläge wurden am Freitag im CERN-Rat diskutiert und einstimmig angenommen.

Dr. Thomas Zoufal | idw
Weitere Informationen:
http://council-strategygroup.web.cern.ch/council-strategygroup/
http://council-strategygroup.web.cern.ch/council-strategygroup/Strategy_Statement.pdf
http://council-strategygroup.web.cern.ch/council-strategygroup/Strategy_Brochure.pdf

Weitere Berichte zu: CERN CERN-Rat LHC Teilchenphysik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt
17.10.2017 | Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH

nachricht Vorhersagen bestätigt: Schwere Elemente bei Neutronensternverschmelzungen nachgewiesen
17.10.2017 | GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik

IVAM-Produktmarkt „High-tech for Medical Devices“ auf der COMPAMED 2017

18.10.2017 | Messenachrichten