Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gutachter verteilen Nutzungszeiten europäischer Laserforschungsanlagen übers Web

27.04.2006


FIZ CHEMIE Berlin hat für die Laser-Forschung ein webbasiertes Softwaresystem realisiert, das Projektvorschläge aus ganz Europa annimmt und die Begutachtung und den Genehmigungsprozess organisiert / Projektanträge und Forschungsergebnisse können zudem in Datenbanken erfasst werden / "Laserlab Europe" verbindet 17 europäische Forschungseinrichtungen



Mit Hilfe des World Wide Web will die EU die Forschung in Europa enger zusammen und dadurch schneller voran bringen. Voraussetzung dafür sind geeignete Organisationsstrukturen und Softwaresysteme, die eine unkomplizierte Zusammenarbeit in transnationalen Forschungsgemeinschaften erlauben. Im Projekt "LaserLab Europe" wird seit 2003 eine solche Infrastruktur für die europäische Laserphysikforschung aufgebaut. 17 Forschungseinrichtungen aus 9 europäischen Ländern beteiligen sich an dem Netzwerk. FIZ CHEMIE Berlin hat als 18. Projektpartner die Informations- und Kommunikations-Infrastruktur für die Zusammenarbeit der Laserforscher aufgebaut.

... mehr zu:
»FIZ


Forscherinnen und Forscher aus allen Ländern Europas können nun mit einem einfachen Internet-Zugang und einem Standard-Browser über die Homepage www.laserlab-europe.net Vorschläge für Forschungsprojekte eingeben, für die sie Messzeiten auf Hochleistungslasern brauchen. Wird der Vorschlag von den Gutachtern positiv beschieden, erhält der Antragsteller Nutzungszeiten auf geeigneten Anlagen zugewiesen. Die EU bezahlt die Nutzung der Forschungsressourcen sowie die Reise- und Aufenthaltskosten für die Wissenschaftler.

Zum Ziel der Initiative erklärt Professor Dr. René Deplanque, Geschäftsführer des FIZ CHEMIE Berlin: "In der internationalen Kollaboration in Netzwerken liegt ganz großes Potential zur Verbesserung der Forschungsbedingungen, der Ressourcennutzung und zur Beschleunigung der administrativen Abwicklung. Organisatorische und technische Infrastruktur müssen dafür ineinander verzahnt werden. Das haben wir mit unserem Know How für die Laserphysik realisiert". FIZ CHEMIE Berlin stellt seit fast einem Vierteljahrhundert für die Wissenschaft, Lehre und Industrie netzbasierte Informationsdienstleistungen im Bereich der allgemeinen Chemie, der chemischen Technik und angrenzender Gebiete bereit. Das gemeinnützige Fachinformationszentrum unterhält weltweite Beziehungen zu Forschungs- und Informationseinrichtungen.

Das Softwaresystem des LaserLab ist modular ausgelegt. Die Abwicklung des Projektvorschlages inklusive des Begutachtungsprozesses (Peer-Review) sowie der Bestätigung der Kostenübernahme durch die EU wird vom sogenannten Proposal Management System erledigt. Ebenso die Abstimmung der Nutzungszeiten für die Messanlagen, die von den Forschungseinrichtungen als "EU-Days" zur Verfügung gestellt werden.

Relevante Informationen aus den eingereichten Vorschlägen überträgt die Software automatisch in eine Datenbank (Reporting database). Aus dieser Datenbank kann das System Berichte generieren (per SQL-Abfrage); zum Beispiel für den LaserLab-Koordinator und/oder EU-Verantwortliche.

Neben dem Proposal Management System und der Reporting Database gehört zum "LaserLab Europe" ein Literaturverwaltungssystem. Darin werden Publikationen und Konferenzbeiträge, die aus den durchgeführten Forschungsprojekten resultieren, erfasst, dokumentiert und auf der Homepage angezeigt.

"LaserLab Europe" ist Teil der so genannten "Integrierten Initiativen", mit denen die EU die Entwicklung eines europäischen Forschungsraumes fördert.

Weitere Informationen
FIZ CHEMIE Berlin
Postfach 12 03 37
D-10593 Berlin
E-Mail: info@fiz-chemie.de

Ansprechpartner für die Presse
Richard Huber
Leiter Marketing & Kommunikation
Tel.: +49 (0)30 / 399 77- 217
Fax: +49 (0)30 / 399 77- 132
E-Mail: huber@fiz-chemie.de

Über FIZ CHEMIE Berlin

FIZ CHEMIE Berlin ist eine von Bund und Ländern geförderte gemeinnützige Einrichtung mit der primären Aufgabe, der Wissenschaft, Lehre und Industrie qualitativ hochwertige Informationsdienstleistungen im Bereich der allgemeinen Chemie, chemischen Technik und angrenzender Gebiete zur Verfügung zu stellen. Es ist nach der Qualitätsnorm DIN EN ISO 9001:2000 zertifiziert. FIZ CHEMIE Berlin unterhält Beziehungen zu Forschungs- und Informationseinrichtungen im In- und Ausland und hat Marketingabkommen mit Partnerorganisationen weltweit. Das Fachinformationszentrum engagiert sich für die Weiterentwicklung und Verknüpfung der nationalen und internationalen chemischen Fachinformation. FIZ CHEMIE Berlin ist ein Service-Institut in der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz.

Alle Aussagen in dieser Pressemitteilung, die nicht historischen Charakters sind, beziehen sich auf die Zukunft im Sinne des U.S. Sicherheitsgesetzes. Die vorausschauenden Aussagen sind Annahmen, die auf dem gegenwärtigen Informationsstand basieren und somit gewissen Unsicherheitsfaktoren unterliegen. Tatsächlich eingetretene Ergebnisse können von den vorausgesagten Ergebnissen durch vielfältige Faktoren wesentlich abweichen, hervorgerufen z. B. durch Veränderungen bezüglich Technologie, Produktentwicklung oder Produktion, Marktakzeptanz, Kosten oder Preise der Produkte von FIZ CHEMIE Berlin und Abhängigkeiten von Kooperationen und Partnern, Genehmigungsverfahren, Wettbewerb, geistigen Eigentums oder Patentschutz- und Copyrightrechten.

Prof. Dr. René Deplanque | idw
Weitere Informationen:
http://www.chemistry.de
http://www.laserlab-europe.net

Weitere Berichte zu: FIZ

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Der überraschend schnelle Fall des Felix Baumgartner
14.12.2017 | Technische Universität München

nachricht Eine blühende Sternentstehungsregion
14.12.2017 | ESO Science Outreach Network - Haus der Astronomie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nanostrukturen steuern Wärmetransport: Bayreuther Forscher entdecken Verfahren zur Wärmeregulierung

Der Forschergruppe von Prof. Dr. Markus Retsch an der Universität Bayreuth ist es erstmals gelungen, die von der Temperatur abhängige Wärmeleitfähigkeit mit Hilfe von polymeren Materialien präzise zu steuern. In der Zeitschrift Science Advances werden diese fortschrittlichen, zunächst für Laboruntersuchungen hergestellten Funktionsmaterialien beschrieben. Die hiermit gewonnenen Erkenntnisse sind von großer Relevanz für die Entwicklung neuer Konzepte zur Wärmedämmung.

Von Schmetterlingsflügeln zu neuen Funktionsmaterialien

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil

14.12.2017 | Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Was für IT-Manager jetzt wichtig ist

14.12.2017 | Unternehmensmeldung

30 Baufritz-Läufer beim 25. Erkheimer Nikolaus-Straßenlauf

14.12.2017 | Unternehmensmeldung

Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil

14.12.2017 | Veranstaltungsnachrichten