Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Optimierung von Minensuchgeräten und magnetische Tomographie an Brennstoffzellen

11.04.2006


Zum Abschluss ihrer fünfjährigen Arbeit lädt die Nachwuchsforschergruppe "Neue numerische Verfahren für Inverse Probleme" an der Mathematischen Fakultät der Universität Göttingen zu einem internationalen Kolloquium ein. Der Leiter des Forschungsteams, Prof. Dr. Roland Potthast vom Institut für Numerische und Angewandte Mathematik, wird im Rahmen der Veranstaltung Arbeitsschwerpunkte und Projekte aus Wissenschaft und Industrie vorstellen. Dazu gehören unter anderem der Einsatz der magnetischen Tomographie zur Prüfung von Stromdichten in Brennstoffzellen, neue mathematische Bildgebungsverfahren für Minendetektions-Technologien und die zerstörungsfreie Diagnose von Bäumen mit Hilfe der Impedanztomographie. Außerdem hat der Wissenschaftler zu diesem Kolloquium am 19. April 2006 zwei Referenten aus Österreich und den USA eingeladen.



Die von Prof. Dr. Rainer Kress initiierte Nachwuchsforschergruppe wurde im Jahr 2000 im Rahmen der Innovationsoffensive des Landes Niedersachsen eingerichtet. Zusätzlich zur "Basisförderung" durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur in Höhe von 870.000 Euro konnten weitere Industrie- und Drittmittelprojekte mit einem Volumen von 360.000 Euro eingeworben werden. Kooperationspartner und Förderer waren unter anderem das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt sowie Unternehmen aus der Region. "Projekte wie die Entwicklung von Testverfahren für Brennstoffzellen oder die Optimierung von Minensuchgeräten beruhen auf der mathematischen Modellierung von Prozessen der Merkmals- und Parametererkennung. Dazu haben wir eine Reihe neuer numerischer Methoden entwickelt und getestet", erläutert Prof. Potthast, der jetzt als Dozent an der University of Reading (Großbritannien) tätig ist. Die Nachwuchsforschergruppe mit drei Postdoktoranden und vier Doktoranden hat ihre Arbeitsergebnisse in mehr als 30 wissenschaftlichen Publikationen vorgestellt.



Zu Gast beim Abschlusskolloquium sind Prof. Dr. Heinz Engl von der Universität Linz (Österreich) und Prof. Dr. Russell Luke von der University of Delaware (USA). Prof. Engl wird über Inverse Probleme in der Stahlherstellung und der Finanzmathematik sprechen. Prof. Luke beschäftigt sich mit Forschungsfragen zur Bildgebung an weit ausgedehnen Streukörpern sowie Implikationen für ein optimales Design. Informationen im Internet können unter der Adresse http://www.num.math.uni-goettingen.de/potthast abgerufen werden.

Kontaktadresse:
Prof. Dr. Roland Potthast
Georg-August-Universität Göttingen
Mathematische Fakultät
Institut für Numerische und Angewandte Mathematik
Lotzestraße 16-18, 37083 Göttingen
Telefon (0551) 39-4517, Fax (0551) 39-3944
e-mail: potthast@math.uni-goettingen.de

Marietta Fuhrmann-Koch | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-goettingen.de/
http://www.num.math.uni-goettingen.de/potthast

Weitere Berichte zu: Brennstoffzelle Luft- und Raumfahrt Tomographie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Heiß & kalt – Gegensätze ziehen sich an
25.04.2017 | Universität Wien

nachricht Astronomen-Team findet Himmelskörper mit „Schmauchspuren“
25.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie