Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ultrafeine E-Nase riecht fünf von 1.000 Mrd. Teilchen

09.12.2005


Innsbrucker Unternehmer machen Lebensmittel sicherer


www.ptrms.com



Nur fünf von 1.000 Mrd. Teilen in der Luft reichen der neuen elektronischen Supernase zum Erkennen eines Stoffes aus. Die E-Nase aus dem Hause Ionicon Analytik entdeckt 5ppt von so genannten flüchtigen, organischen Substanzen. Ursprünglich sollte das Gerät nur in Labors eingesetzt werden. Nun soll es aber auch in der Lebensmittelbranche Verwendung finden und den Hinweis liefern, ob Fleisch geniessbar oder verdorben ist. Und das, ohne Bakterienkulturen ansetzen zu müssen. Die Entwicklung des Geräts wurde von der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) unterstützt.

... mehr zu:
»E-Nase »PTR-MS »Schadstoff


Ionicon Analytik wurde 1998 von Wissenschaftlern des Instituts für Ionenphysik der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck gegründet, um ein innovatives Verfahren zur Detektion von Schadstoffen und anderen Spurengasen in der Luft zu kommerzialisieren. Geschäftsführer ist der Ionenphysiker Tilmann Märk von der Universität Innsbruck. "Die elektronische Spürnase wurde ständig weiterentwickelt und schließlich unter dem Namen PTR-MS verkauft", erklärt Lukas Märk, Marketingleiter von Ionicon im pressetext-Gespräch. Die Produkte der Firma Ionicon beruhen auf einer patentierten Technologie, der Protonen-Tausch Reaktions-Massenspektrometrie, kurz PTR-MS. "Dieses Verfahren ermöglicht es uns in Echtzeit, die Massen von flüchtigen organischen Komponenten in geringsten Konzentrationen aufzuspüren", so Märk. Diese Substanzen kommen als gasförmige Schadstoffe in der Umwelt vor und resultieren aus diversen Verbrennungsprozessen wie der Müllverbrennung, der Industrie oder den Autoabgasen. Volatile gasförmige Komponenten entstehen aber auch bei Fäulnisprozessen, als Ausscheidungen von Bakterien.

"Wir können diese Schadstoffe quantitativ bestimmen und so gefährliche Konzentrationen feststellen, selbst wenn diese extrem niedrig sind", erklärt Märk. "Die PTR-MS-Systeme werden in der Grundlagenforschung an zahlreichen Universitäten und öffentlichen Institutionen verwendet." Zusätzlich gebe es außerdem viele Anwendungsmöglichkeiten im industriellen Bereich. Dazu zähle etwa eine Überwachung von Arbeitsplätzen, damit vorgeschriebene Belastungsgrenzen der Mitarbeiter nicht überschritten würden. In der Halbleiterherstellung sorge das System für Rein- und Reinsträume durch kontinuierliches Monitoring jederzeit zu überprüfen. Einschlägige Studien gibt es auch für die Lebensmittelbranche: Hier können Aromen bestimmt und die Qualität der Produktion überwacht werden.

"Mit Hilfe der Förderung der FFG konnte die Empfindlichkeit unseres Standard-Geräts PTR-MS enorm gesteigert werden, so dass nach zweijähriger Entwicklungszeit seit Anfang des Jahres das neue high-sensitivity PTR-MS produziert wird", so Märk. Dieses könne Konzentrationen von Spurengasen bis 5ppt quantitativ, kontinuierlich und in Echtzeit messen. Ionicon verfolgt aber auch das Ziel, die Geräte schlanker und leichter zu machen: Ein compact Gerät mit dem halben Gewicht des Standard Systems ist kleiner, mobiler, preisgünstiger und dadurch vor allem für den industriellen Einsatz geeignet. Derzeit sind drei verschiedene PTR-MS Geräte im weltweiten Verkaufsprogramm des Unternehmens.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.ptrms.com
http://www.ffg.at

Weitere Berichte zu: E-Nase PTR-MS Schadstoff

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt
17.10.2017 | Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH

nachricht Vorhersagen bestätigt: Schwere Elemente bei Neutronensternverschmelzungen nachgewiesen
17.10.2017 | GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

17.10.2017 | Informationstechnologie

Pflanzen gegen Staunässe schützen

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Trends der Umweltbranche auf der Spur

17.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz