Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die zuverlässige Beurteilung des chemischen Ozonverlustes

08.08.2005


Zahlreiche künstliche, halogenierte Substanzen sind für den Abbau der Ozonschicht verantwortlich. In einem Versuch, den chemischen Ozonverlust im Laufe der letzten Jahre zu beurteilen, konzentrierte sich das QUILT-Projekt auf die effektivere Nutzung der bestehenden Daten zu den wichtigsten Halogenradikalen.

... mehr zu:
»BrO »Erdoberfläche »GOME »NO2 »Ozonverlust

Eines der Hauptziele des QUILT-Projekts lag in der Verbesserung der bestehenden stratosphärischen Beobachtungen von Boden-, Ballon und Satellit-Plattformen. Der europäische Satellit ERS-2 umfasst GOME, ein Instrument, das aus vier Spektrometern besteht, die wiederum gleichzeitige Messungen der Sonnenlicht-Reflexion in der Atmosphäre und an der Erdoberfläche durchführen. Es besteht aus vier spektralen Fenstern innerhalb des Wellenlängenbereichs von 240-790nm, die eine angemessene Spektralauflösung zwischen 0.2-0.4nm bieten.

Während die Umlaufbahn des sonnensynchronen Satelliten beinahe in Nord-Süd-Richtung verläuft, führt das GOME-Instrument die Abtastung in senkrechter Ost-West-Richtung durch. Drei verschiedene Spektralscans, die bei einer einzelnen Abtastung realisiert werden, entsprechen drei Bodenpixeln in einem Bereich von 320km (Ost-West) mal 40km (Nord-Süd). Diese Pixel, ein westlicher, a zentraler und ein östlicher, liegen nebeneinander. Im Laufe einer dreitägigen Periode kann die gesamte Erdoberfläche abgedeckt und innerhalb eines Tages kann eine komplette Kartierung der Pole durchgeführt werden.


Mit Hilfe spezieller Verfahren wie der Differential Optical Absorption Spectroscopy (DOAS) können Rohdatenmessungen zur Bestimmung wichtiger Eigenschaften beitragen. So kann beispielsweise die Slant Column Density (SCD) von wichtigen Spurenspezies aus der gefolgerten Differenzialabsorption und aus Kenntnissen über die Querschnitte abgeleitet werden. Diese Spurenspezies sind O3- und Halogenradikale wie NO2, BrO und OClO. Forschungspartner nutzten die bestehenden Satellitendaten zur Homogenisierung der GOME NO2, OCIO und BrO Zeitreihen.

Die Nutzung geeigneter Daten zur Konsolidierung wissenschaftlicher Algorithmen von NO2, BrO und OCIO wurde umgesetzt und steht unter www.iup.physik.uni-bremen.de/gome/ und satellite.iup.uni-heidelberg.de/ zur Verfügung. Die Zuverlässigkeit der konsolidierten Datensätze kann durch einen Vergleich dieser GOME NO2- und BrO-Säulen mit bodenstationierten Messungen und Ballon-Messungen bewertet werden.

Dr. Andreas Richter | ctm
Weitere Informationen:
http://www.doas-bremen.de
http://nadir.nilu.no/quilt/index.php

Weitere Berichte zu: BrO Erdoberfläche GOME NO2 Ozonverlust

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall
22.08.2017 | Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe

nachricht Im Neptun regnet es Diamanten: Forscherteam enthüllt Innenleben kosmischer Eisgiganten
21.08.2017 | Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer IPM präsentiert »Deep Learning Framework« zur automatisierten Interpretation von 3D-Daten

22.08.2017 | Informationstechnologie

Globale Klimaextreme nach Vulkanausbrüchen

22.08.2017 | Geowissenschaften

RWI/ISL-Containerumschlag-Index erreicht neuen Höchstwert

22.08.2017 | Wirtschaft Finanzen