Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Faseroptische Sensoren mit menschlicher Note

17.11.2004


Es wurden faseroptische Sensoren entwickelt, die so empfindlich sind, dass sie jeden Gegenstand erfassen können ohne seine strukturelle Integrität zu gefährden.



Faseroptische Sensoren sind eine Variation von optischen Fasern und wurden erstmals in den 1960ern mit dem Aufkommen der Lasertechnologie als Quelle kohärenten Lichts eingesetzt. Durch die Entwicklung von reinem Glas in den 1970ern sowie durch die Fortschritte bei Halbleiterlichtquellen und Detektoren in den 1980ern erfolgte die praktische Anwendung, und faseroptische Kommunikationstechnologien verbreiteten sich umfassend.

... mehr zu:
»Faseroptisch »Sensor


Etwas mehr als zwei Jahrzehnte später war ein deutsches Institut für Neuroinformatik in der Lage, eine neue Reihe von faseroptischen Sensoren zu entwickeln, die als taktile Sensoren für vielfältige Anwendungen wie zum Beispiel Robotergreifer genutzt werden können. Auf Grund ihrer hohen Empfindlichkeit können die Sensoren Annäherungen, Einschnittgeschwindigkeiten sowie winzige Vibrationen messen. Sie haben außerdem den Vorteil, dass sie mit statischen Sensoren kombiniert werden können.

Mit einem typischen Durchschnitt von ungefähr 120 Mikrometern kann die Funktionsweise der faseroptischen Sensoren mit der Empindlichkeit von Tasthaaren oder mit dem menschlichen Tastvermögen verglichen werden. Wenn also diese faseroptischen Sensoren zwischen einem Gegenstand und einem rezeptiven Sensorelement gekoppelt werden, verfügen Sie über extrem empfindliche Eigenschaften.

Das rezeptive Element besteht aus einem Plattenkondensator mit einem integrierten Feldeffekttransistor, während die obere flexible Platte durch eine Faser oder ein Faserbündel Kontakt mit dem Gegenstand aufbaut. Überdies unterliegt die Messung für die Vibrationserkennung keinen Einschränkungen, die örtliche Auflösung beträgt momentan 2 Quadratmeter und die Betriebsspannung liegt zwischen 5 und 25 Volt (DC).

Insgesamt lässt sich feststellen, dass diese Kopplungsmethode zu einigen sehr beachtlichen Sensoreigenschaften geführt hat. Das bedeutet, dass jetzt nahezu dynamische Berührungswirkungen aufgezeichnet werden können. Die Technologie wird in vielfältigen Marktbereichen verwendet. Dazu gehören zum Beispiel Telerobotik, Kollisionserkennung sowie Abtastung von Oberflächenstrukturen und Texturen.

Astrid Strake | ctm
Weitere Informationen:
http://www.zenit.de

Weitere Berichte zu: Faseroptisch Sensor

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Speicherdauer von Qubits für Quantencomputer weiter verbessert
09.12.2016 | Forschungszentrum Jülich

nachricht Elektronenautobahn im Kristall
09.12.2016 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie