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Nanoröhren: zwei Wände besser als eine

16.10.2004


Forscher des französischen Zentrums für wissenschaftliche Forschung (CNRS), in Zusammenarbeit mit einem britischen Forscherteam, haben gezeigt, dass doppelwandige Karbon-Nanoröhren ungewöhnliche Eigenschaften unter hohem Druck entwickeln.

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Ihre Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Physical Review Letters veröffentlicht und finden Anwendungen auf verschiedenen Gebieten, wie z. B. Nanosensoren oder Nanogefäße.

Nanoröhren sind röhrenförmige Strukturen, die mehrere gleichachsige Wände besitzen können. In diesem Fall sehen sie wie ineinander verschachtelte Zylinder aus. Die Forscher des CNRS von Toulouse und britische Forscher versuchten das mechanische Verhalten der Wände untereinander zu verstehen. Sie setzten die Nanoröhren mit Doppelwänden unter hohen hydrostatischen Druck – das zehn bis hunderttausendfache des Luftdrucks - und analysierten das mechanische Verhalten der Nanoröhren mit Hilfe einer optischen Technik. Obwohl die Außenwand sich wie die von einzelwandigen Nanoröhren verhält, scheint die Innenwand nur einem Teil des Drucks ausgesetzt zu sein. Die durchgeführten Experimente zeigen, dass die Wände nicht in starker Wechselwirkung stehen und sich mechanisch unabhängig voneinander verhalten.


Diese Ergebnisse sind für das Verständnis und die Modellierung mechanischer Verhaltensweisen von mehrfachwandigen Nanoröhren von Bedeutung, die sich durch ihre starke Resistenz gegenüber hohem Druck auszeichnen und somit vielversprechend für unterschiedliche Anwendungen auf dem Gebiet der Mikrosensoren für Kraft und der Nanogefäße sind.

Kontakt: Pascal Puech, Email: pascal.puech@lpst.ups-tlse.fr, Tel. +33 5 61 55 68 13

Jérôme Rougnon-Glasson | Wissenschaft-Frankreich

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