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TU Dresden bekommt neues Teleskop für Lehre und Forschung auf dem Triebenberg

10.08.2004


Der Triebenberg ist der ideale Standort für ein astronomisches Observatorium: "Kaum Lichtverschmutzungen und keine Erschütterungen" so beschreibt Prof. Michael Soffel, Direktor des Institutes für Planetare Geodäsie der TU Dresden, die künftigen Arbeitsbedingungen, die astrometrische Präzisionsarbeiten auf höchstem Niveau ermöglichen sollen.



Zur Zeit wird das gesamte Projekt geplant. Im März 2005 soll Baubeginn sein und - so das ehrgeizige Ziel der Wissenschaftler um Prof. Soffel - bereits im Wintersemester 2005 / 2006 könnten die ersten Beobachtungen mit dem neuen Teleskop starten.



Das Observatorium auf dem Triebenberg, der höchsten Erhebung Dresdens, soll für Lehr- und Forschungszwecke genutzt werden. Studierende der verschiedenster Fachrichtungen wie beispielsweise Geodäsie, Lehramt Astronomie, Physik, Luft- und Raumfahrttechnik werden in den Genuss optimaler Ausbildungsbedingungen kommen.

In der Forschung geht es vor allem um die Beobachtung von Asteroiden. Die Positionen von Asteroiden sind nach ihrer Entdeckung meist nur sehr grob bekannt. Das neue leistungsstarke Teleskop bietet Prof. Michael Soffel und seinen Mitarbeitern die Möglichkeit, die Positionen der Asteroiden viel genauer als bisher zu bestimmen und sogar ihre Bahn zu berechnen. Dazu werden mittels digitaler Bildtechnik exakte Aufnahmen des Sternenhimmels erstellt. Aus der Konstellation der bereits bekannten Positionen der Sterne können die Wissenschaftler dann die Positionen der Asteroiden genau vermessen. Aus der Dokumentation über einen längeren Zeitraum wiederum können die Bahnen der Asteroiden berechnet werden und letztlich auch Voraussagen getroffen werden, ob die Asteroiden Kurs auf die Erde nehmen.

Nach Worten von Prof. Michael Soffel ist diese Gefahr durchaus real, wie Einschläge auf anderen Planeten aber auch auf der Erde selbst beweisen. Eng zusammen arbeiten wird das Team um Prof. Soffel mit den Forschern und Studenten des Institutes für Luft- und Raumfahrttechnik der TU Dresden, die sich unter anderem mit der Abwehr von Asteroiden beschäftigen.

Birgit Berg | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-dresden.de

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