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NASA Raumsonde zum Planeten Merkur

20.07.2004


Countdown für die Sonde «Messenger»: Erstmals seit 30 Jahren will die NASA wieder eine Raumsonde zum Planeten Merkur schicken. «Messenger» soll am 2. August um 8.16 Uhr mitteleuropäischer Zeit mit Hilfe einer Delta-Rakete von Cape Canaveral in Florida starten und wird sich erstmals im Jahr 2008 dem Merkur nähern. Wie die US-Weltraumbehörde am Donnerstag (Ortszeit) in Washington mitteilte, sind zunächst mehrere Vorbeiflüge geplant, bevor die Sonde dann im März 2011 in eine Umlaufbahn um Merkur eintreten wird. Die Mission kostet rund 426 Millionen Dollar (etwa 345 Millionen Euro).



«Messenger» wird erst der zweite Besucher von der Erde beim sonnennächsten Planeten sein: 1974 und 1975 war die Sonde «Mariner 10» drei Mal nahe am Merkur vorbei geflogen und hatte knapp die Hälfte der Oberfläche des Planeten erfasst. «Messenger» (übersetzt: Bote oder Kurier) soll nach den Hoffnungen der NASA erste Bilder des gesamten Planeten liefern und mit seinen hochmodernen Instrumenten wertvolle Informationen über die Struktur der Kruste, die Magnetfelder und die dünne Atmosphäre liefern.

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Vor allem erhoffen sich die Wissenschaftler Aufschlüsse darüber, warum Merkur hauptsächlich - nach Vermutungen zu zwei Drittel - aus Eisen besteht und ob es gefrorenes Wasser in seinen im Schatten liegenden polaren Kratern gibt, obwohl die Temperaturen auf dem Planeten auf den Sonnenseiten tagsüber 450 Grad Celsius erreichen können. Zum Schutz gegen die Hitze ist «Messenger» mit einem «Sonnenschirm» aus einer Spezialkeramik ausgestattet.

Der NASA zufolge wird das mit Solarkraft angetriebene Raumfahrzeug eine rund 7,9 Milliarden Kilometer lange Reise zurücklegen und dabei 15 Mal die Sonne umrunden. Ein Jahr nach dem Start fliegt das Raumfahrzeug an der Erde vorbei, dann 2006 und 2007 an der Venus und 2008 und 2009 insgesamt drei Mal am Merkur. Mit Hilfe der Anziehungskraft der Planeten soll «Messenger» in die Umlaufbahn um Merkur gelenkt werden.

| pro-pysik.de
Weitere Informationen:
http://messenger.jhuapl.edu
http://www.pro-pysik.de

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