Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Venus Transit am 8. Juni - Himmelsphänomen, das kein heute lebender Mensch je beobachten konnte

30.03.2004


Es ist noch gar nicht lange her, da begeisterte uns alle die "totale Sonnenfinsternis". Mit den unvergesslichen "Sofi"-Sonnenfinsternisbrillen zum Schutz vor der Sonnenstrahlung auf der Nase legten am 11. August 1999 Jung und Alt den Kopf in den Nacken und schauten "nach oben". Ein nicht minder faszinierendes Himmelsphänomen - der so genannte Venus Transit - erwartet uns am 8. Juni. An diesem Tag wird die Venus als dunkler Punkt vor der grellen Sonnenscheibe vorbeiziehen. Da lohnt es sich wieder einmal den Hals zu verrenken, um zu schauen was "da oben" so passiert.

Los geht’s am 08. Juni wenige Sekunden nach 7.19 Uhr: Der Transit der Venus wird über einen Zeitraum von sechs Stunden mitzuverfolgen sein. Dabei wartet noch ein weiteres spektakuläres Ereignis auf die Zuschauer: Das Phänomen des "Schwarzen Tropfens". Während sich die Venus beim Transit ins Innere der Sonnenscheibe bewegt, scheint der Planet anzuschwellen und länger zu werden. Die Form der Venus gleicht dann der Form eines Wassertropfens kurz vor dem Abtropfen von einem Flaschenrand.

... mehr zu:
»Himmelsphänomen »TRANSIT

Der Venus Transit - Insider sprechen kurz vom "VT" - ist eines der seltensten astronomischen Phänomene in unserem Sonnensystem. Kein heute lebender Mensch konnte das Naturschauspiel bisher beobachten: Der letzte Transit unseres inneren Nachbarplaneten geht zurück auf das Jahr 1882. Und nach dem VT am 8. Juni wird es erst wieder am 11. Dezember 2117 so weit sein. Grund genug also, sich den Termin ganz genau zu merken - verpassen wäre ärgerlich!

Allen Neugierigen sei gesagt: Der direkte Blick in die Sonne kann zu schweren Augenschäden bis hin zur Erblindung führen. Sonnenbeobachter verwenden daher besondere Sonnenschutzbrillen (Optiker fragen!) beziehungsweise spezielle lichtabsorbierende Filter, die auf das Objektiv des Fernglases oder Fernrohrs gesetzt werden. Noch sicherer und besonders bei der Beobachtung in der Gruppe auch sinnvoller ist die Projektionsmethode, bei der das Sonnenbild durch ein optisches Instrument auf einen weißen Hintergrund projiziert und dabei stark vergrößert wird. Solch ein Messinstrument ist beispielsweise das Venuscope(R).

Das Himmelsphänomen europaweit in der Öffentlichkeit bekannt zu machen, haben sich unterschiedliche astronomische Organisationen und Einrichtungen auf die Fahnen geschrieben. So haben sich - gefördert von der EU - zum Beispiel die "Europäische Südsternwarte" (European Southern Observatory, ESO) und die "Europäische Gemeinschaft für astronomische Bildung" (European Association for Astronomy Education, EAAE) sowie verschiedene andere europäische Institutionen zum so genannten VT-2004 Projekt zusammengeschlossen. Mit einem "bunten" Programm an Aktivitäten wollen sie auf den Venus Transit aufmerksam machen.

Bernhard Mackowiak | ESO Education PR-Department
Weitere Informationen:
http://www.vt-2004.org
http://www.eso.org
http://www.venuscope.de

Weitere Berichte zu: Himmelsphänomen TRANSIT

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Heiß & kalt – Gegensätze ziehen sich an
25.04.2017 | Universität Wien

nachricht Astronomen-Team findet Himmelskörper mit „Schmauchspuren“
25.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Akute Myeloische Leukämie: Ulmer erforschen bisher unbekannten Mechanismus der Blutkrebsentstehung

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Naturkatastrophen kosten Winzer jährlich Milliarden

26.04.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Zusammenhang zwischen Immunsystem, Hirnstruktur und Gedächtnis entdeckt

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie