Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Robuste Produktion von Mikro- und Nano-Jets

09.12.2003


Eine neu entwickelte, innovative Technik für Flüssigkeitsstrahlen im Mikro- und Nanometerbereich dürfte Prozesse, Technologien und Anwendungen in der Lebensmittelindustrie, der pharmazeutischen Industrie und anderen Branchen nicht nur erleichtern, sondern auch voran treiben.



Zu einer kontrollierten Produktion von Objekten in den Größenordnungen Mikrometer und Nanometer, seien es nun Strahlen oder Kapseln, gehört ein hohes Maß an Genauigkeit und Präzision. So muss beispielsweise die Größe eines gekapselten Partikels exakt definiert sein, damit es für andere Zwecke wie z.B. als Lebensmittelzusatz genutzt werden kann. Zudem muss die Standardabweichung der Partikelgrößen sehr klein sein, weil gekapselte Partikel sonst nicht nutzbar wären.

... mehr zu:
»Mikro »Partikel »Prozess »Strahl


Eine Innovation aus Spanien, die sich elektrohydrodynamische Kräfte zunutze macht, könnte zu extrem genauen und präzisen Strahlen von Flüssigkeiten und gekapselten Partikeln mit Durchmessern im Mikro- und Nanometerbereich führen. Konkret werden dabei durch konzentrische, elektrifizierte Nadeln zwei nicht mischbare Flüssigkeiten bei definierten Durchflussraten injiziert. Beim Passieren von elektrifizierten, konischen Menisci, die das Ende der Nadeln umgeben, bilden sie einen kombinierten Strahl aus zwei strömenden Flüssigkeiten.

Aus dem kombinierten Strahl wird schließlich ein Aerosol aus einer Mischung von Tröpfchen, in der eine Flüssigkeit die andere umgibt. Diese Technologie kann auch für Einkapselungsprozesse vorteilhaft angewandt werden, beispielsweise dann, wenn eine Flüssigkeit eine Fotopolymerlösung ist, die unter Einwirkung von ultraviolettem Licht oder geeigneten thermischen bzw. chemischen Reagenzien aushärtet. Die gekapselten Objekte des Strahls weisen einen exakt spezifizierten Größenbereich mit schmaler Standardabweichung der Größendispersion auf. Der Prozess ist zudem so gut regelbar, dass er ganz bestimmte Partikelgrößen liefert.

Diese Technologie ist in Fällen anwendbar, in denen eine Flüssigkeit von ihrer Umgebung isoliert werden muss oder in denen mehrschichtige Mikro- oder Nano-Jets benötigt werden. So ist er beispielsweise gut in der Lebensmitteltechnologie oder bei der Verabreichung von Medikamenten einsetzbar, wann immer empfindliche Substanzen vor Zerfallserscheinungen oder einer Beteiligung an Reaktionen geschützt werden müssen. Mehrschichtige Mikro- oder Nano-Partikel könnten überdies als Bestandteile von Makrokomponenten mit speziellen Eigenschaften (z.B. von hoch stabilen Verbundwerkstoffen) dienen. Typische Anwendungen wären die Spezialmaterialverarbeitung wie etwa die Partikelbeschichtung, die Oberflächenbehandlung und die Glasfaserproduktion.

Kontakt:

Maria Jose Romero Garcia de Parades
Instituto de Fomento de Andalucia
Torneo 26, 41002 Sevilla, Spanien
Tel: +34-95-5064232
Fax: +34-95-5064230
Email: mariajose.romero.ext@juntadeandalucia.es

Maria Jose Romero | ctm
Weitere Informationen:
http://www.ceseand.cica.es

Weitere Berichte zu: Mikro Partikel Prozess Strahl

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Maschinelles Lernen im Quantenlabor
19.01.2018 | Universität Innsbruck

nachricht Seltsames Verhalten eines Sterns offenbart Schwarzes Loch, das sich in riesigem Sternhaufen verbirgt
17.01.2018 | ESO Science Outreach Network - Haus der Astronomie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie