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Cervantes-Mission mit ESA-Astronaut zur ISS gestartet

22.10.2003


Ein perfekter Start der Sojus TMA-3 vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan um 11.38 Uhr Ortszeit (07.38 Uhr MESZ) schickte die Mission am 18.10.2003 Cervantes mit dem ESA-Astronauten Pedro Duque und der neuen ISS-Bordmannschaft „Expedition 8“ auf den Weg zur Internationalen Raumstation.


Ein perfekter Start der Sojus TMA-3



Am 20. Oktober, hat Duque und seine beiden Mitreisenden, der russische Kosmonaut Alexander Kaleri und der NASA-Astronaut Michael Foale, die ISS erreicht und um 09.17 MESZ angedockt. Um 12.14 MESZ wurde sich die Ausstiegluke geöffnt.



Duque nimmt als Flugingenieur an dem Sojus-Flug 7S teil und wird, zusammen mit Kaleri, dem Flugkommandanten, eine aktive Rolle bei der Steuerung und dem Andockmanöver der Raumkapsel spielen. Dies ist der dritte Flug einer Sojus TMA – der Jungfernflug hatte im Oktober 2002 mit dem belgischen ESA-Astronauten Frank de Winne stattgefunden. Die Sojus TMA-3 wird für rund sechs Monate an der ISS angedockt bleiben und der neuen Bordmannschaft „Expedition 8“ als „Rettungsboot“ dienen. Damit ersetzt sie die Sojus TMA-2, die für das letzte halbe Jahr diese Aufgabe wahrgenommen hatte.

Duque besucht als sechster europäischer Astronaut und erster Spanier die ISS. Während seines achttägigen Aufenthalts wird er eine Reihe von Experimenten auf den Gebieten der Lebenswissenschaften, Physik, Erdbeobachtung, Bildung und Technologie durchführen und unter anderem eine in Europa entwickelte wissenschaftliche Versuchseinrichtung auf der ISS, den Handschuhkasten für Schwerelosigkeitsforschung, verwenden. „Die Chance, bei einem Raumflug dabeizusein, bekommt man nicht alle Tage“, sagte Duque. „Deshalb bin ich entschlossen, jeden Augenblick zu nutzen und die verschiedenen Experimente mit größter Professionalität durchzuführen. Darüber hinaus bin ich stolz, fast 40 Millionen spanische Bürger repräsentieren zu dürfen.“

Die Mission war ursprünglich für April dieses Jahres geplant. Nach dem „Columbia“-Unglück jedoch hat die ESA auf diese Fluggelegenheit verzichtet, um einen Mannschaftswechsel auf der ISS zu ermöglichen. Duque war bereits einmal im Weltraum: Vom 29. Oktober bis 7. November 1998 hat er als Missionsspezialist am Flug STS-95 des Raumtransporters „Discovery“ teilgenommen, einer neuntägigen Mission im Zeichen der Erforschung der Sonne.

Krönender Abschluß der Cervantes-Mission ist der Rückflug zur Erde am 28. Oktober mit der Sojus TMA-2. Duque wird dabei als Flugingenieur die derzeitige ISS-Mannschaft „Expedition 7“, Jurij Malenchenko und Eward Lu, begleiten, die am 28. April in der Sojus TMA-2 auf der ISS angekommen waren und nun von Kaleri und Foale abgelöst werden.

| European Space Agency
Weitere Informationen:
http://www.esa.int/cervantes

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