Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Exzellenzzentrum für Teilchenphysik und Astroteilchenphysik gegründet

20.10.2003


An der Universität Karlsruhe ist ein neues interdisziplinäres Forschungszentrum aus der Taufe gehoben worden: Rektor Professor Dr. Horst Hippler gab jetzt die Gründung des Exzellenzzentrums für Teilchenphysik und Astroteilchenphysik offiziell bekannt. Die Universität verstärkt mit der neuen Einrichtung ihre Anstrengungen im Bereich der interdisziplinären Forschung: In diesem neuen Forschungsverbund haben sich Wissenschaftler aus verschiedenen Bereichen zusammengeschlossen. Beteiligt sind die Institute für Experimentelle Kernphysik, für Theoretische Physik und für Theoretische Teilchenphysik. Diese betreiben ihre Forschungsprojekte in enger Zusammenarbeit mit Instituten des Forschungszentrums Karlsruhe und mit Forschergruppen aus aller Welt.



Die mehr als 150 Wissenschaftler, die an den Projekten des Exzellenzzentrums mitarbeiten, haben mehrere Schwerpunkte im Bereich der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung gewählt. So soll zum einen geklärt werden, ob es eine Universalkraft gibt. Fragen nach dem Ursprung der Asymmetrie zwischen Materie und Antimaterie, nach der Masse der Neutrinos und nach der Natur der Teilchen der dunklen Materie schließen sich an. Ebenso soll erforscht werden, ob die Raumzeit mehr als vier Dimensionen besitzt, was der Ursprung der hochenergetischen kosmischen Strahlung ist und um welche Art von Teilchen es sich dabei handelt.



Um die für die Analyse der Experimente erforderliche extrem hohe Computerkapazität bereitzustellen, entwickeln Forscher das "World Wide Grid" als Weiterentwicklung des World Wide Web. Dafür ist das Forschungszentrum Karlsruhe mit dem Grid Computing Center Karlsruhe (Gridka) als zentraler Standort in Deutschland ausgewählt worden.

Neben der Grundlagenforschung ist die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses ein weiteres wichtiges Ziel des Exzellenzzentrums. Hierbei stehen ein anspruchsvolles Leistungsniveau und Internationalität im Vordergrund. Das bereits existierende Graduiertenkolleg sowie verschiedene Programme der DFG und der Europäischen Union haben beste Voraussetzungen geschaffen für eine optimale Ausbildung des Nachwuchses unter der Schirmherrschaft des Exzellenzzentrums. Leitmotive der Ausbildung werden sein: experimentelles und theoretisches Grundwissen in Elementarteilchen- und Astroteilchenphysik, technische Anwendungen auf dem Sektor der Entwicklung von Sensoren und von schnellen elektronischen Schaltungen und die Entwicklung von moderner Datenverarbeitungssoftware.

Finanziell gefördert wird das neue Exzellenzzentrum im Rahmen der Verbundforschung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Europäischen Union. Das Forschungszentrum Karlsruhe, Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, ist finanziell und organisatorisch maßgeblich an den Experimenten zur Astroteilchenphysik und den Grid-Entwicklungen beteiligt.

Neben dem Exzellenzzentrum für Teilchenphysik und Astroteilchenphysik bestehen an der Fridericiana zwei weitere interdisziplinäre Forschungszentren: Das DFG-Centrum für funktionelle Nanostrukturen (CFN) wurde 2001 gegründet. Das Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology (CEDIM) besteht seit 2002.

Nähere Informationen:
Angelika Schukraft
Presse und Kommunikation
Universität Karlsruhe (TH)
Telefon 0721-608-6212
E-Mail: schukraft@verwaltung.uni-karlsruhe.de

Dr. Elisabeth Zuber-Knost | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-karlsruhe.de/~presse/pm_1391.html

Weitere Berichte zu: Astroteilchenphysik Exzellenzzentrum Ursprung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Heiß & kalt – Gegensätze ziehen sich an
25.04.2017 | Universität Wien

nachricht Astronomen-Team findet Himmelskörper mit „Schmauchspuren“
25.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

Jenaer Akustik-Tag: Belastende Geräusche minimieren - für den Schutz des Gehörs

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Die Kieler Förde – ein Trainingsbecken für Miesmuscheln

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mikroskop im Kugelschreiberformat: Auf dem Weg zur endoskopischen Krebsdiagnose

28.04.2017 | Medizintechnik

Leipziger Forscher kreieren borhaltiges künstliches Vitamin

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie