Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Australischer Forscher: Mehr Sterne als Sandkörner am Meer

22.07.2003


Astronomen zählen Gestirne und beklagen Lichtverschmutzung



Bei der Konferenz der International Astronomical Union in Sydney haben Forscher eine Schätzung der Sternenzahl vorgenommen. Insgesamt berichten die Experten, gibt es 70 Sextillionen Sterne. Das entspricht der Zahl 7 mal 10 hoch 21, oder anders dargestellt einer Sieben mit 22 Nullen, berichtet BBC-Online.

... mehr zu:
»Astronom »Gestirn »Lichtquelle


Nach Angaben der Wissenschaftler der Australian National University ist die Zahl der Gestirne damit zehn Mal größer als die Zahl von Sandkörnern an allen Stränden und Wüsten der Erde. Das sei aber nur die Zahl jener Sterne, die mit heutigen Teleskopen sichtbar sind. Simon Driver, Wissenschaftler an der Australian National University, geht davon aus, dass die Zahl der Sterne im gesamten Kosmos nahezu unendlich ist. Die australischen Astronomen verfügen über die technisch stärksten Instrumente, um die Helligkeit von Himmelskörpern zu messen. Die Forscher wollen eine Art Atlas aller Gestirne erstellen.

Kritik übten die Astronomen bei der Konferenz auch an der Lichtverschmutzung durch den Menschen. In den dunkelsten Regionen der Welt kann das menschliche Auge etwa 5.000 Sterne zählen, in beleuchteten Straßen der Großstädte sind hingegen kaum mehr als 100 Sterne sichtbar. Auch die Österreichische Gesellschaft für Astronomie und Astrophysik hat gemeinsam mit der Wiener Umweltanwaltschaft und der Lichttechnischen Gesellschaft auf Initiative des Umweltbundesamts eine Broschüre über die Umweltverschmutzung durch Licht erstellt.

Künstliche Lichtquellen stellen ein unterschätztes Naturschutzproblem dar. Dabei wird aber nicht nur die astronomische Wissenschaft beeinträchtigt, sondern auch die Tierwelt. Besonders betroffen davon sind nachtaktive Insekten, die sich bei ihren Flügen am UV-Licht des Mondes oder der Himmelskörper orientieren. Künstliche Lichtquellen strahlen ein derartig starkes Licht aus, so dass die Tiere geblendet werden und ihre Orientierung verlieren. Sie fliegen zwanghaft die Leuchtkörper an, bis sie vor Erschöpfung verenden oder verbrennen. Starke Beleuchtung gefährdet auch Zugvögel. Während der Vogelzugzeit haben Forscher häufig von verirrten, orientierungslosen Zugvogelschwärmen berichtet, die auf ihrem Flug nach dem Süden durch starke Lichtkonzentrationen beispielsweise von Skybeamern fehlgeleitet werden.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.astronomy2003.com
http://news.bbc.co.uk
http://www.naturschutz.at

Weitere Berichte zu: Astronom Gestirn Lichtquelle

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Heiß & kalt – Gegensätze ziehen sich an
25.04.2017 | Universität Wien

nachricht Astronomen-Team findet Himmelskörper mit „Schmauchspuren“
25.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Akute Myeloische Leukämie: Ulmer erforschen bisher unbekannten Mechanismus der Blutkrebsentstehung

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Naturkatastrophen kosten Winzer jährlich Milliarden

26.04.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Zusammenhang zwischen Immunsystem, Hirnstruktur und Gedächtnis entdeckt

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie