Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Optimierter Detektor für eV-Neutronen

30.04.2003


In einem von der EU finanzierten Projekt wurde jetzt ein neuartiger und besonders leistungsfähiger Detektor für Neutronen im Elektronenvolt-Energiebereich (eV) entwickelt, der fast eine Verdoppelung der bisher erreichbaren Zählraten möglich machen könnte.



Helium-Gaszähler nach der gängigen Technologie haben den Nachteil, dass sie beim Nachweis von Neutronen bei hohen eV-Energien nicht mehr effizient arbeiten. Solche Neutronenzähler liefern außerdem keine verwertbaren Ergebnisse mehr, wenn extrem schnelle Zählvorgänge zu erfassen - d.h. hohe Zählraten gefordert - sind. Um beide Nachteile zu beheben, wurde in diesem Projekt ein neuer Detektor gebaut, der wesentlich effizienter arbeitet und eine Reihe einzigartiger Vorzüge aufweist. Konkret zeichnet sich der neue Detektor durch eine erhöhte Neutronenabsorption und eine im Vergleich zu herkömmlichen Zählern fast doppelt so hohe Zählrate aus.

... mehr zu:
»Detektor »Nachteil »Neutron


Er besteht aus einer Detektorbank, die in der Mitte des einfallenden Strahls angeordnet ist und unter anderem aus Li-dotiertem Szintillatorglas besteht. Diese Szintillatorelemente sind zur Analyse von Energieübereinstimmungen innerhalb von Segmenten von 60° angeordnet. Dabei werden Szintillationsvorgänge von speziellen Fotovervielfachererröhren als Lichtimpulse detektiert. Wegen der extrem hohen Neutronen-Momentanzählraten, die hierbei auftreten, wurden zur Lösung von Problemen, die sich aus der Sättigung des Datenerfassungssystems ergeben, geeignete Elektronikmodule eingesetzt.

Dieser Neutronendetektor, so die Erwartung seiner Entwickler, soll maßgeblich zur Durchführung zuverlässigerer und genauerer Messungen bei der Analyse der Wechselwirkungen von eV-Neutronen mit kondensierter Materie beitragen. Dieses Forschungsgebiet könnte interessante Anwendungen in verschiedenen Bereichen finden, angefangen bei der Erforschung neuer Werkstoffe wie z.B. Polymeren bis hin zu einem verbesserten Verständnis biomolekularer Prozesse.

Kontakt

John Tomkinson (Dr)

CCLRC
Group Leader, Molecular Sciences Group
The Rutherford Appleton Laboratory, R3
OX1 10QX
Chilton
UNITED KINGDOM
Tel: +44-1235-446686
Fax: +44-1235-445383
Email: j.tomkinson@rl.ac.uk


| Cordis Technologie-Marktplatz
Weitere Informationen:
http://www.isis.rl.ac.uk/molecularSpectroscopy/evs/index.htm
http://dbs.cordis.lu/fep-cgi/srchidadb?ACTION=D&SESSION=&DOC=1&RCN=EN_RCN:1013&CALLER=OFFR_TM_DE&TBL=DE_OFFR

Weitere Berichte zu: Detektor Nachteil Neutron

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Planeten außerhalb unseres Sonnensystems: Bayreuther Forscher dringen tief ins Weltall vor
23.02.2017 | Universität Bayreuth

nachricht Kühler Zwerg und die sieben Planeten
23.02.2017 | ESO Science Outreach Network - Haus der Astronomie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie