Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Robotische Wartungssysteme für die Raumfahrt

01.07.2008
Reparaturen im Orbit wirtschaftlich essenziell

Für die Nutzung Robotischer Wartungssysteme in der Raumfahrtindustrie hat sich ein europäisches Wissenschaftertrio ausgesprochen. Gegenüber bemannten Wartungsmissionen, die derzeit nur bei wirklich wertvollen Systemen wie dem Hubble Space Telescope Sinn ergeben, würde das deutliche Kostenvorteile bringen.

Beispielweise könnten Kommunikationssatelliten gewartet und neu betankt werden, um ihre Lebensdauer zu verlängern. Robotisches On-Orbit-Service (OOS) sei nicht nur wirtschaftlich möglich, sondern essenziell, so Alex Ellery vom Surrey Space Center und die Deutschen Raumfahrttechniker Jörg Kreisel und Bernd Sommer im Journal Acta Astronautica.

Robotische Systeme könnten bei Bedarf Wartungsaufgaben in verschiedenen Erdorbits bis hin zu geostationären Satelliten durchführen. Das kann eine Reparatur von Systemen ebenso umfassen wie ein Nachtanken, wenn der Treibstoff für die Steuerungsdüsen eines Satelliten zur Neige geht. OOS-Systeme seien die einzige Möglichkeit, die Auswirkung von Ausfällen bei Satelliten sinnvoll zu lindern, so die Raumfahrttechniker. Derzeit befasse sich die kommerzielle Raumfahrt primär mit Erd-orientierten Aufgaben, etwa in Form von Fernseh- und Kommunikationssatelliten. "OOS stellt die erste weltraumbasierende Geschäftsmöglichkeit dar, die der Raumfahrtindustrie selbst dient", meinen die Forscher.

... mehr zu:
»Raumfahrt »Robotisch »Satellit

Dass Reparaturen im Orbit möglich sind, wurde bereits experimentell gezeigt, speziell im Projekt Orbital Express der US-amerikanischen Defense Advanced Research Projects Agency und der NASA. Im Frühjahr 2007 wurden in Tests mit den Satelliten ASTRO und NEXTSat entsprechende Manöver wie das Andocken eines Wartungssatelliten am anderen Raumfahrzeug und Tätigkeiten wie ein Betanken mit Flüssigkeit simuliert.

Die praktische Umsetzung entsprechender Service-Systeme wäre nach Ansicht der Wissenschaftler aus wirtschaftlichen Gründen essenziell. Skepsis gegenüber robotischen Service-Systemen koste der Raumfahrtindustrie große Summen. "Es gibt wenige Industrien, die ohne Vorkehrungen für Reparaturen und Upgrades bereit wären, hunderte Mio. Dollar für aufwändige, langlebige Systeme auszugeben", zitiert NewScientist die Raumfahrttechniker.

Thomas Pichler | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.iafastro.org

Weitere Berichte zu: Raumfahrt Robotisch Satellit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Die schnellste lichtgetriebene Stromquelle der Welt
26.09.2017 | Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

nachricht Internationales Forscherteam entdeckt kohärenten Lichtverstärkungsprozess in Laser-angeregtem Glas
25.09.2017 | Universität Kassel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die schnellste lichtgetriebene Stromquelle der Welt

Die Stromregelung ist eine der wichtigsten Komponenten moderner Elektronik, denn über schnell angesteuerte Elektronenströme werden Daten und Signale übertragen. Die Ansprüche an die Schnelligkeit der Datenübertragung wachsen dabei beständig. In eine ganz neue Dimension der schnellen Stromregelung sind nun Wissenschaftler der Lehrstühle für Laserphysik und Angewandte Physik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) vorgedrungen. Ihnen ist es gelungen, im „Wundermaterial“ Graphen Elektronenströme innerhalb von einer Femtosekunde in die gewünschte Richtung zu lenken – eine Femtosekunde entspricht dabei dem millionsten Teil einer milliardstel Sekunde.

Der Trick: die Elektronen werden von einer einzigen Schwingung eines Lichtpulses angetrieben. Damit können sie den Vorgang um mehr als das Tausendfache im...

Im Focus: The fastest light-driven current source

Controlling electronic current is essential to modern electronics, as data and signals are transferred by streams of electrons which are controlled at high speed. Demands on transmission speeds are also increasing as technology develops. Scientists from the Chair of Laser Physics and the Chair of Applied Physics at Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) have succeeded in switching on a current with a desired direction in graphene using a single laser pulse within a femtosecond ¬¬ – a femtosecond corresponds to the millionth part of a billionth of a second. This is more than a thousand times faster compared to the most efficient transistors today.

Graphene is up to the job

Im Focus: LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

Auf der diesjährigen productronica in München stellt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT das Laser-Based Tape-Automated Bonding, kurz LaserTAB, vor: Die Aachener Experten zeigen, wie sich dank neuer Optik und Roboter-Unterstützung Batteriezellen und Leistungselektronik effizienter und präziser als bisher lasermikroschweißen lassen.

Auf eine geschickte Kombination von Roboter-Einsatz, Laserscanner mit selbstentwickelter neuer Optik und Prozessüberwachung setzt das Fraunhofer ILT aus Aachen.

Im Focus: LaserTAB: More efficient and precise contacts thanks to human-robot collaboration

At the productronica trade fair in Munich this November, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be presenting Laser-Based Tape-Automated Bonding, LaserTAB for short. The experts from Aachen will be demonstrating how new battery cells and power electronics can be micro-welded more efficiently and precisely than ever before thanks to new optics and robot support.

Fraunhofer ILT from Aachen relies on a clever combination of robotics and a laser scanner with new optics as well as process monitoring, which it has developed...

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Im Spannungsfeld von Biologie und Modellierung

26.09.2017 | Veranstaltungen

Archaeopteryx, Klimawandel und Zugvögel: Deutsche Ornithologen-Gesellschaft tagt an der Uni Halle

26.09.2017 | Veranstaltungen

Unsere Arbeitswelt von morgen – Polarisierendes Thema beim 7. Unternehmertag der HNEE

26.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Europas erste Testumgebung für selbstfahrende Züge entsteht im Burgenland

26.09.2017 | Verkehr Logistik

Nerven steuern die Bakterienbesiedlung des Körpers

26.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mit künstlicher Intelligenz zum chemischen Fingerabdruck

26.09.2017 | Biowissenschaften Chemie