Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mit Gravitationswellen den Urknall erforschen

06.06.2008
Rittal stattet Deutschlands viertschnellstes Rechenzentrum am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik aus

Schon lange stellt sich der Mensch die Frage nach dem Ursprung des Universums. Die Messung von Gravitationswellen soll nun erstmals die Erforschung des Urknalls auf die Sekunde genau möglich machen und somit Antworten liefern.

Rittal stattete das, zu diesem Zweck gebaute, neue Rechenzentrum am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik Hannover aus. Mit einem Petabyte Rechenkapazität ist es das viertschnellste wissenschaftliche Rechenzentrum Deutschlands. Dienen soll es vor allem der Auswertung der bereits von Albert Einstein vermuteten Gravitationswellen.

Am 22.05.08 wurde am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik in Hannover der Computercluster „Atlas“, Deutschlands viertschnellstes wissenschaftliches Rechenzentrum, eröffnet. Mit seiner Hilfe soll erstmals die Messung von Gravitationswellen bestätigt werden. Rittal stattete das Hochleistungs-Rechenzentrum mit Serverschränken und effizienten Kühlgeräten aus und stellt somit die nötige Infrastruktur für zukunftsweisende wissenschaftliche Forschungen zur Verfügung.

Albert Einstein sagte bereits die Existenz von Gravitationswellen – kleinsten Verzerrungen der Raumzeit – voraus, diese konnten jedoch bis heute nicht nachgewiesen werden. Die erstmalige Messung der Wellen soll nun den Blick auf den Anfang des Universums möglich machen. Bisher lässt sich die Entstehung des Universums bis maximal 380.000 Jahre nach dem Urknall zurückverfolgen, da bisherige Messungen auf elektromagnetischen Strahlungen beruhen, die nicht weit genug in die Zeit zurückreichen. Mit Hilfe der Gravitationswellen wird man jedoch zurück bis in die erste Billionstel Sekunde des Universums sehen können.

Von den Messungen der Gravitationswellen erhoffen sich die Forscher neben neuen Erkenntnissen über den Urknall auch die Untermauerung der Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein und den Start in die „Ära der Gravitationswellenastronomie“.

„Der Atlas-Cluster ist die weltweit größte Ressource zur Analyse von Gravitationswellen. Er vereinigt etwa 1.400 einzelne Rechner und besitzt mit über 1 Petabyte etwa ein Viertel der Speicherkapazität von Cern, dem weltweit größten wissenschaftlichen Rechenspeicher“, so Professor Bruce Allen, Direktor am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik.

Die anspruchsvolle Forschung am Institut verlangt ein Höchstmaß an IT-Sicherheit, Verfügbarkeit und intelligenter System-Klimatisierung bei gleichzeitiger Reduzierung des Energieverbrauchs. Um eine hohe Leistungsdichte zu erzielen wurden viele Server auf wenig Stellfläche bei einer hoher Packungsdichte untergebracht. Durch die entsprechende Infrastruktur konnte dennoch eine gleichmäßige und effiziente Kühlung sichergestellt werden. Zum Einsatz kamen dabei geschlossene, eigenständig über alle Höheneinheiten hinweg gekühlte Rittal-Serverschränke.

Das Rittal-Kühlungssystem LCP Plus (Liquid Cooling Package) gewährleistet die stetige Klimatisierung der einzelnen Rechner und damit deren Leistungsfähigkeit. Dabei sorgen Hochleistungs-Wärmetauscher für eine gleichmäßige Temperaturverteilung. Das Rittal-Überwachungssystem CMC-TC stellt darüber hinaus ein umfangreiches alarmgesteuertes Monitoring sicher.

Fortschrittliche und energieeffiziente Rittal-Technologien bilden somit die Infrastruktur, um neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zu ermöglichen.

Meike Udelhoven | Rittal GmbH & Co. KG
Weitere Informationen:
http://www.rittal.de
http://www.friedhelm-loh-group.com

Weitere Berichte zu: Gravitationsphysik Gravitationswelle Urknall

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Freie Elektronen in Sonnen-Protuberanzen untersucht
25.07.2017 | Georg-August-Universität Göttingen

nachricht Magnetische Quantenobjekte im "Nano-Eierkarton": PhysikerInnen bauen künstliche Fallen für Fluxonen
25.07.2017 | Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Robuste Computer für's Auto

26.07.2017 | Seminare Workshops

Läuft wie am Schnürchen!

26.07.2017 | Seminare Workshops

Leicht ist manchmal ganz schön schwer!

26.07.2017 | Seminare Workshops