Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Immer kleiner, immer empfindlicher: Trends der Spektrometer-Entwicklung sind Thema am IPHT Jena

11.03.2008
Über 90 Teilnehmer aus ganz Deutschland und den europäischen Nachbarstaaten treffen sich heute am Institut für Photonische Technologien in Jena, um im Rahmen des internationalen Workshops "Optical Spectrometer: Design, Technology, Application and Trend" über neueste Entwicklungen und Anwendungsgebiete der optischen Spektroskopie zu diskutieren.

"Damit wurden unsere Erwartungen weit übertroffen" sagt IPHT-Direktor Prof. Dr. Jürgen Popp, der zusammen mit Dr. Rainer Riesenberg und dem Kompetenznetz Optische Technologien in Thüringen (Optonet) die Veranstaltung organisiert hat. "Ursprünglich hatten wir nur mit der Hälfte der Teilnehmer gerechnet". Die große Resonanz zeige, dass dieses Thema bisher bei Kongressen und Workshops noch zu wenig berücksichtigt werde.

Die Veranstaltung verfolgt dabei einen ganz anderen Ansatz als herkömmliche Treffen. "Wir wollen nicht einfach eine Reihe von Fachvorträgen über den derzeitigen Stand der Technik anbieten, sondern uns gezielt den offenen Fragen bei den Instrumenten für die spektrale Detektion widmen, Alternativlösungen erarbeiten und ganz neue Konzepte diskutieren", erläutert Riesenberg.

Ein optisches Spektrometer stellt den sichtbaren und die daran angrenzenden Bereiche des elektromagnetischen Spektrums dar.

... mehr zu:
»IPHT »IPHT-Direktor »Spektrometer

Mit ihm können sowohl Lichtquellen untersucht werden als auch Aussagen über Materialien getroffen werden, die Licht in bestimmter Weise reflektieren oder absorbieren.

Ein wichtiger Trend bei der Entwicklung von Spektrometern ist die Miniaturisierung. Denn die Geräte werden zunehmend auch in Umgebungen eingesetzt, in denen man mit großen Laborgeräten nicht weit kommt. Im Rahmen des zweitägigen IPHT-Symposiums beschäftigt sich eine eigene Sitzung mit Spektrometern für den außerirdischen Einsatz. Bei der nächsten Mars-Mission der Europäischen Raumfahrt Agentur wird ein solches miniaturisiertes Spektrometer mit an Bord sein. Doch nicht nur im Weltraum finden solche Minis unter den Spektrometern Anwendung. Auch in der Autoindustrie oder für die Prozessanalyse in der chemischen Industrie werden kleine Geräte benötigt, die sich in vorhandene Anlage integrieren lassen.

Ein weiterer Trend: Die Empfindlichkeit steigern. "Hier brauchen wir völlig neue Ansätze, den die bisherige Technologie ist an ihren Grenzen angekommen", betont Prof. Popp. Für Anwendungen in der Pharmaindustrie, der Umweltanalytik oder Biotechnologie ist es wiederum wichtig, gezielt zu messen, denn es sind nur die Konzentration bestimmter Stoffe und deren zeitliche und räumliche Veränderungen von Interesse. Dazu müssen alle anderen Informationen herausgefiltert werden - eine große Herausforderung für die Hardware. Nicht zuletzt ist es das Ziel der Spektrometer-Experten die Kosten im Rahmen zu halten. Dies kann unter anderem durch Verwendung neuer Werkstoffe erreicht werden.

Damit die neuen Trends nicht am Markt vorbei diskutiert werden, haben Popp und Riesenberg Experten aus Firmen wie der Jenaer Carl Zeiss Microimaging GmbH und der Analytik Jena eingeladen, aber auch Kollegen aus Forschungseinrichtungen wie dem Jenaer Fraunhofer Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik, dem Laser Zentrum Hannover und dem Institute for Analytical Sciences in Berlin.

Aufgrund der großen Resonanz wird gemeinsam in der Region überlegt, den diesjährigen Workshop als Auftakt für eine regelmäßig stattfindende Veranstaltungsreihe zur optischen Instrumentik zu nehmen. "Jena bietet sich als Ort für ein solches Treffen an, weil wir hier eine kritische Masse an Forschungseinrichtungen und Firmen haben, die sich mit optischen Technologien beschäftigen", so IPHT-Direktor Popp.

Ihre Ansprechpartner:
Prof. Dr. Jürgen Popp
Wissenschaftlicher Direktor des IPHT
Telefon +49 (0) 3641/ 206-300
Telefax +49 (0) 3641/ 206-399
juergen.popp@ipht-jena.de
Dr. Rainer Riesenberg
Abteilung Spektroskopie/ Mikroskopie
Telefon +49 (0) 3641/ 206-313
Telefax +49 (0) 3641/ 206-399
rainer.riesenberg@ipht-jena.de

Susanne Liedtke | idw
Weitere Informationen:
http://www.ipht-jena.de

Weitere Berichte zu: IPHT IPHT-Direktor Spektrometer

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht 3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind
24.05.2017 | Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH

nachricht Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft
24.05.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten