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Raumtransporter Jules Verne startet als moderner Müllvernichter

03.03.2008
Einwegsystem verglüht bei Wiedereintritt in Erdatmosphäre

Dem Start des unbemannten Weltraumfrachters "Jules Verne", dem neuen Automated Transfer Vehicle (ATV) der ESA, steht nichts mehr im Weg. Das Transportsystem soll am Morgen des 8. März zur internationalen Raumstation ISS geschickt werden, um diese mit Nachschub zu versorgen und den dort angestauten Müll abzuholen.

Beim Wiedereintritt in die Atmosphäre auf dem Rückflug Richtung Erde wird Jules Verne mitsamt seiner Ladung verglühen. "Die Kosten, um mit dem ATV-Raumtransporter den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zu schaffen, wären ungleich höher als der Plan, den Transporter als moderne Müllverbrennungsanlage zu verwenden", heißt es von einer ESA-Sprecherin auf Anfrage von pressetext.

Der Transporter ist in der Lage, 7,6 Tonnen Fracht aufzunehmen. Künftig ist eine Serienproduktion des ATV geplant. "In 18 bis 24 Monaten wird das erste Folgemodell von Jules Verne starten", kündigt die ESA-Sprecherin an. Zumindest alle zwei Jahre sei eine Folgemission geplant. "Der Frachter ist nicht für bemannte Flüge ausgerichtet.

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»ATV »Erdatmosphäre

Es besteht zwar die Möglichkeit, die ATV-Basistechnologie weiterzuentwickeln, derzeit sind aber nur unbemannte Missionen vorgesehen. Der nächste Schritt in der Weiterentwicklung der Technologie sieht einen möglichen Wiedereintritt in die Erdatmosphäre vor", erklärt die Sprecherin gegenüber pressetext.

ESA-Angaben zufolge belaufen sich die Entwicklungskosten des Systems auf rund 1,3 Mrd. Euro. Die geplante Mission soll etwa 350 Mio. Euro kosten, wobei die Hardware des Moduls selbst rund 180 Mio. Euro ausmacht. Anhand der vier Triebwerke und 28 Steuerdüsen des Systems seien kleinste Kurskorrekturen möglich. Diese arbeiten autonom und sind aufeinander abgestimmt.

Gegenüber dem technologisch fortgeschrittenen Space Shuttle, das rund zehn Tonnen Fracht aufnehmen kann, dürfte sich das ATV rechnen, obwohl es sich dabei um ein Einwegsystem handelt. Ein Space-Shuttle-Start sei deutlich aufwendiger, wodurch sich die Kosten der transportierten Fracht pro Tonne erhöhen.

Manuel Haglmüller | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.esa.int

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