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Aachener Physiker fiebern Experiment im CERN entgegen

26.03.2010
Eine neue Ära wird erwartet - durch eine Kollision im weltgrößten Beschleuni-ger sollen das Higgs-Teilchen und dunkle Materie gefunden werden

Am CERN, dem europäischen Forschungszentrum für Elementarteilchenphysik, ist in den letzten Jahren mit dem LHC = "Large Hadron Collider" der weltgrößte Beschleuniger aufgebaut worden. Er wurde bereits erfolgreich bei kleineren Teilchenenergien getestet. Ab Dienstag, 30.04.2010, werden die Protonenstrahlen, die dort zur Kollision gebracht werden, auf eine Gesamtenergie von 7 TeV gebracht - der bisherige Rekord von etwa 2 TeV wird dann deutlich überschritten.

Damit wird eine neue Ära in der Physik eingeleitet. Die Wissenschaftler hoffen, das lang gesuchte Higgs-Teilchen zu finden, welches für die Masse aller Elementarteilchen verantwortlich sein soll. Sie suchen auch nach "Dunkler Materie", also Teilchen, die das Universum maßgeblich beeinflussen, aber bisher nicht identifiziert werden konnten.

Drei RWTH-Institute für Elementarteilchenphysik - die Physikalischen Institute Ib, IIIa, IIIb - haben wesentlich am Bau der zugehörigen Teilchendetektoren mitgearbeitet und beteiligen sich an der Suche nach neuen Teilchen. Deshalb fiebern natürlich auch die Aachener Forscher diesem Ereignis der ersten Proton-Proton-Kollisionen bei einer Gesamtenergie von 7 TeV entgegen. Am Dienstag werden sie mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Geschehnisse am CERN live auf einer Leinwand verfolgen - in der Hoffnung, dass alles klappen wird.

Sie laden die Vertreter der Medien herzlich ein, am 30.04.2010 ab 9.00 Uhr "mitzufiebern" und gegebenenfalls mitzufeiern. Die Übertragung findet im Physikzentrum der RWTH, Otto-Blumenthal-Straße, Treppenhaus des Turms 26 im 2. Stock statt.

Weitere Auskünfte:
Professor Dr. Thomas Hebbeker, III. Physikalisches Institut der RWTH,
Telefon 0172 6399835
i.V. Renate Kinny

Thomas von Salzen | idw
Weitere Informationen:
http://www.rwth-aachen.de

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