Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

1000-Kerne-Rechner bringt HPI-Forschungslabor an Weltspitze

15.05.2012
Durch den Zugang eines von weltweit drei 1000-Kerne-Rechnern hat das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik die Leistungsfähigkeit seines hochmodernen Spitzenforschungslabors „HPI Future SOC Lab“ drastisch erhöhen können.

Für komplexe Hochleistungsrechenverfahren verfügt das HPI damit nun über eine Rechnerinfrastruktur mit insgesamt 1500 Rechenkernen, rund 30 Terabyte (TB) Arbeitsspeicher und über 200 TB Festplattenspeicher.

Die Flashspeicher-Kapazität liegt bei 90 TB. HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel betonte, dass Forscher aus aller Welt über das Internet kostenlos diese Ressourcen nutzen könnten, die sonst für den universitären Bereich unerschwinglich und unerreichbar blieben. Meinel sprach von einer „Forschungsausstattung, wie sie sonst nur in führenden internationalen Konzernen der Informationstechnologie-Branche zu finden ist“. Vergleichbare Rechnercluster mit 1000 Kernen sind derzeit lediglich noch in zwei SAP-Labors in Deutschland und den USA im Einsatz.

Seit der Eröffnung des Potsdamer HPI Future SOC Lab im Juni 2010 konnten über 100 Forscher mehr als 30 Projekte erfolgreich abschließen. Die Abkürzung SOC steht für Service-oriented Computing. Wissenschaftler des HPI, der Universität Potsdam sowie aus anderen Hochschulen, Instituten und Unternehmen untersuchen mit Hilfe des Spitzenforschungslabors zum Beispiel die Optimierung von Geschäftsprozessen, den Einsatz und die Verbesserung neuester Technologien des Hauptspeicher-Datenmanagements sowie Fragestellungen rund um Cloud Computing, Adressierung und Sicherheit in Netzwerken, Video-Analysen, Molekular- und System-Biologie sowie Medizin.

Hintergrund zum HPI Future SOC Lab

Das im Juni 2010 eingerichtete HPI Future SOC Lab stellt zusammen mit seinen internationalen Industriepartnern (EMC, Fujitsu, Hewlett Packard und SAP) eine hoch leistungsfähige Infrastruktur für akademische Forschung bereit.

Für die Projekte stehen neu entwickelte Systeme mit sehr vielen Rechenkernen, hoher Arbeitsspeicherkapazität und großem Festplatten- und Flash-Speichervolumen zur Verfügung. Im vergangenen Herbst waren dem umfangreich ausgestatteten Spitzenforschungslabor erst ein neues Speichersystem (VNX 5700) von EMC und ein leistungsfähiger Server von Hewlett Packard (ProLiant DL980) hinzugefügt worden, unter anderem für Untersuchungen an der neuesten In-Memory Lösung HANA der SAP AG. Der Gesamtwert der Hard- und Software-Ausstattung liegt bei fast drei Millionen Euro.

Rosina Geiger | idw
Weitere Informationen:
http://www.hpi.uni-potsdam.de/forschung/future_soc_lab

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Partnerschaft auf Abstand: tiefgekühlte Helium-Moleküle
07.12.2016 | Goethe-Universität Frankfurt am Main

nachricht Das Universum enthält weniger Materie als gedacht
07.12.2016 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Das Universum enthält weniger Materie als gedacht

07.12.2016 | Physik Astronomie

Partnerschaft auf Abstand: tiefgekühlte Helium-Moleküle

07.12.2016 | Physik Astronomie

Bakterien aus dem Blut «ziehen»

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie