Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Vom Zähler bis zur Abrechnung

16.09.2009
Siemens präsentiert zukunftsorientierte Smart-Metering-Gesamtlösung auf Metering Europe in Barcelona

Als eine der Schlüsselkomponenten eines Smart Grids präsentiert Siemens auf dem Messtechnik-Kongress Metering Europe (6. bis zum 8. Oktober 2009 in Barcelona) eine Smart-Metering-Gesamtlösung vom intelligenten Zähler bis in SAP-Applikationen hinein. Die Messtechnik-Infrastruktur dafür basiert auf dem Verbrauchsdatenerfassungs- und Verteilnetzautomatisierungs-System AMIS von Siemens.

Ergänzt wird das System durch ein modernes Zählerdatenmanagementsystem. Es bindet AMIS über eine standardisierte SAP-Schnittstelle in die Bürosoftware-Applikationen eines Unternehmens ein – Call Center und Internet-Kundenportale eingeschlossen. Damit können Energieversorgungsunternehmen Smart Metering durchgängig nutzen – vom Zähler bis zur Abrechnung.

Die in Barcelona erstmals in diesem Umfang von Siemens präsentierte Smart-Metering-Gesamtlösung bildet eine zukunftssichere Basis für künftige Smart-Grid-Anwendungen im Netz, um beispielweise die vermehrte Einspeisung regenerativer Energiequellen zuzulassen und beherrschen zu können. Die Gesamtlösung ermöglicht unter anderem die Fernauslesung und das Management von allen Zählern in einem Versorgungsgebiet. Gas- und Wasserzähler kommunizieren bidirektional über den intelligenten AMIS-Stromzähler von Siemens. Auch existierende Rundsteueranlagen kann die neue Technik ersetzen. Das System kann Netzparameter wie Über- und Unterspannung, Kurzzeit- und Langzeitausfälle sowie Power-Quality-Indikatoren aus dem Mittelspannungsnetz und beim Energiekunden erfassen. Auch lässt sich, basierend auf detaillierten Informationen wie Erdschluss- und Kurzschlussanzeige sowie Asset-Kenngrößen, die messtechnisch erfasst werden können, der Netzbetrieb optimieren.

Zu den Besonderheiten gehören die Einbindung von Gas- und Wasserzählern sowie die fernwirktechnische Ausrüstung der AMIS-Datenkonzentratoren für Trafostationen und die Einbindung in ein vorhandenes Scada-System (Überwachung und Steuerung von netzleittechnischen Prozessen sowie Datenerfassung). Auf der Metering Europe in Barcelona wird gezeigt, wie Siemens das Zählerdatenmanagementsystem Energy IP als Teil einer Smart-Metering-Gesamtlösung über die SAP-MDUS-Schnittstelle (Meter Data Unification and Synchronization) in die IT-Landschaft eines Unternehmens einbindet. Die Schnittstelle ermöglicht den Informationsfluss und die Befehlsübergabe zwischen SAP und dem Zählerdatenmanagementsystem.

Die Basis für diese Integration bildet eine service-orientierte Architektur, die Messdaten, Alarme und Steuerdaten bidirektional zwischen SAP, dem AMIS-System und Drittsystemen wie Lastmanagement, Ausfallmanagement oder Arbeitsauftragswesen austauscht. Das Zählerdatenmanagementsystem bildet dabei das Nervenzentrum der intelligenten Zählerinfrastruktur. Diese Daten- und Prozessintegration ermöglicht es Energieversorgungsunternehmen, ihre Geschäftsprozesse im Büro und ihre Kundenpflege zu optimieren. „Bei der Smart-Metering-Gesamtlösung, die wir in Barcelona zeigen, ergänzen sich AMIS und das Zählerdatenmanagementsystem hervorragend. Dadurch sind alle Anforderungen, die an eine integrierte Lösung für die Zählerdatenerfassung und -verarbeitung sowie die Verteilnetzautomatisierung der Zukunft gestellt werden, erfüllt. Wir sind weltweit eines der wenigen Unternehmen mit dem nötigen Know-how und der Technologie, die so etwas aus einer Hand anbieten können“, sagte Ralf Christian, CEO der Power Distribution Division im Siemens-Sektor Energy.

Energieeffiziente und umweltgerechte Lösungen zum Aufbau intelligenter Stromversorgungsnetze (Smart Grids) sind Teil des Siemens-Umweltportfolios, mit dem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2008 einen Umsatz von knapp 19 Mrd. EUR erwirtschaftete. Das entspricht rund einem Viertel des gesamten Konzernumsatzes und macht Siemens zum weltweit größten Anbieter von umweltfreundlicher Technologie.

Der Siemens Energy Sector ist der weltweit führende Anbieter des kompletten Spektrums an Produkten, Dienstleistungen und Lösungen für die Energieerzeugung, -übertragung und -verteilung sowie für die Gewinnung, die Umwandlung und den Transport von Öl und Gas. Im Geschäftsjahr 2008 (30. September) erwirtschaftete der Sektor Energy einen Umsatz von rund 22,6 Mrd. EUR und erhielt Aufträge in einem Umfang von rund 33,4 Mrd. EUR. Das Ergebnis betrug 1,4 Mrd. EUR. Im Sektor Energy arbeiteten zum 30. September 2008 rund 83.500 Mitarbeiter.

Siemens AG
Corporate Communications and Government Affairs
Wittelsbacherplatz 2, 80333 München
Deutschland
Informationsnummer: EPD200909090

Dietrich Biester | Siemens Energy
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/energy-press

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Solarkollektoren aus Ultrahochleistungsbeton verbinden Energieeffizienz und Ästhetik
16.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

nachricht Energieeffizienter Gebäudebetrieb: Monitoring-Plattform MONDAS identifiziert Einsparpotenzial
16.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht

16.01.2017 | Energie und Elektrotechnik

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie