Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

World Cyber Games: Gamer-Elite kommt nach Köln

04.11.2008
800 Teilnehmer aus 78 Nationen kämpfen um 370.000 Euro Preisgeld

In wenigen Tagen trifft sich die Weltelite der Computer- und Videospieler in Deutschland, um bei den Endausscheidungen der World Cyber Games (WCG) die besten Gamer der Welt zu küren.

Auf der Veranstaltung, die vom 5. bis zum 9. November in der Kölnmesse stattfindet, werden die insgesamt rund 800 Teilnehmer aus 78 verschiedenen Nationen aber nicht nur um Ehre und Medaillen kämpfen, sondern auch um Preisgelder und Sachpreise im Gesamtwert von 370.000 Euro.

An die 30.000 Zuschauer werden bis zum Wochenende auf der "Olympiade der Computerspiele" erwartet. "Diese Zahlen sind bezeichnend. Sie bestätigen eindrucksvoll, welchen Stellenwert der Sektor E-Sport mittlerweile in Gesellschaft und Politik einnimmt", erklärt Christoph Zenk, Leiter des Medienboards beim eSport Verband Österreich (esvö), im Gespräch mit pressetext. Vor sechs, sieben Jahren hätte die Situation in dieser Hinsicht noch ganz anders ausgesehen.

"Seit dem Aufkommen der ersten Competition-Spiele im Jahr 1996 hat sich der E-Sport-Bereich kontinuierlich entwickelt", stellt Zenk fest. Obwohl E-Sport somit noch eine recht junge Sportart ist, würde man mittlerweile deutlich merken, dass die Gamer-Wettbewerbe zunehmend Anerkennung finden. "Wie ernst das Ganze inzwischen genommen wird, zeigt die aktuelle Diskussion um die Austragung von E-Sport-Bewerben im Rahmen der Olympischen Spiele", merkt Zenk an.

Im Vergleich zum internationalen Spitzenreiter Südkorea habe man hierzulande in punkto Anerkennung aber noch einiges an Aufholbedarf. "Während wir in Österreich zur Zeit lediglich zwei professionelle E-Sportler haben, werden ihre Kollegen in Südkorea bereits als Stars gefeiert. Politiker lassen sich dort sogar gerne mit erfolgreichen Gamern fotografieren, um das eigene Image aufzubessern", schildert Zenk. Bei einem jährlichen Einkommen von 200.000 bis 300.000 Dollar werde schnell deutlich, welche Bedeutung dem E-Sport in diesem Land zukomme.

Die World Cyber Games gelten als größtes E-Sport-Turnier der Welt. Nach Angaben der Veranstalter haben sich weltweit über 1,5 Mio. Teilnehmer an den Ausscheidungskämpfen in den nationalen Vorrunden beteiligt. Die Veranstaltung selbst erstreckt sich in der Kölnmesse über eine Fläche von 17.000 Quadratmetern. Den WCG-Finalisten stehen dabei insgesamt 600 High-End-Gaming-PCs und 42 Spielkonsolen zur Verfügung. Um die Computerspiel-Wettkämpfe ansprechend in Szene setzen zu können, wurde die Hauptbühne zudem mit einer 88 Quadratmeter großen Videoleinwand ausgestattet, auf der bis zu 1.700 Zuschauer das Geschehen verfolgen können.

Begleitend zu den World Cyber Games in der Kölnmesse findet unter dem Namen "Computerspiele Campus Cologne" (CCC) auch eine Informationsveranstaltung zum Thema Computer- und Videospiele statt. Der auf Initiative der Stadt Köln gestartete Kongress soll Eltern, Jugendlichen, Pädagogen, Wissenschaftlern und Medieninteressierten die Möglichkeit bieten, sich umfassend über den aktuellen Stand zu Jugendschutz- und Medienerziehungsfragen zu informieren. Der Eintritt ist zu allen Veranstaltungen des CCC frei. "Eine Anerkennung des E-Sport kann nur dort stattfinden, wo auch eine entsprechende Aufklärung stattfindet. Nur Preisgelder allein reichen in diesem Zusammenhang sicher nicht aus", so Zenk abschließend.

Markus Steiner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.wcg.com
http://www.esvoe.at

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht EMAG auf der EMO: Elektrische Antriebssysteme und die „Smart Factory“ stehen im Fokus
05.07.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

nachricht Biophotonische Innovationen auf der LASER World of PHOTONICS 2017
26.06.2017 | Leibniz-Institut für Photonische Technologien e. V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungen

Den Nachhaltigkeitskreis schließen: Lebensmittelschutz durch biobasierte Materialien

21.07.2017 | Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einblicke unter die Oberfläche des Mars

21.07.2017 | Geowissenschaften

Wegbereiter für Vitamin A in Reis

21.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten