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Wissenschaftler der Leibniz Universität Hannover zeigen Entwicklungstrends auf der EuroBlech 2008

20.10.2008
Kosten senken, platzsparend arbeiten und so flexibel wie möglich ausgestattet sein, um auch kleine Stückzahlen produzieren zu können: Was sich jeder Unternehmer wünscht, ist zumindest für das Presshärten keine Zukunftsvision mehr.

Auf der Fachmesse EuroBlech vom 21. bis 25. Oktober 2008 auf dem Messegelände in Hannover zeigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Leibniz Universität Hannover am Stand C44 in Halle 17, was sich auf dem Gebiet der Blechbearbeitung im vergangenen Forschungsjahr getan hat. Rund 1500 Unternehmen stellen zur EuroBlech internationale Trends der Blechbearbeitung vor.

Speziell pressgehärtete Blechteile finden wegen ihrer Eigenschaften im Automobilbau verstärkt Verwendung. Beim Presshärten werden Stahlbleche erwärmt, umgeformt und in gekühlten Werkzeugen gehärtet. Solche Teile werden für bestimmte Komponenten der Karosserie, beispielsweise für die A- und B-Säule im VW Passat verwendet. Bisher werden die Stahlbleche vor dem Umformprozess in einem Rollenherdofen erwärmt. Am Institut für Umformtechnik und Umformmaschinen (IFUM) wurde alternativ eine konduktive Erwärmungseinrichtung entwickelt. Sie ermöglicht das energieeffiziente Erwärmen des Stahlblechs innerhalb von 20 Sekunden und beansprucht damit wesentlich weniger Zeit und auch sehr viel weniger Platz als der konventionelle Rollenherdofen.

„Wir erreichen damit gleiche oder leicht verbesserte Festigkeitswerte, haben weniger Rückstände von Zunder auf dem Blech, sparen Energie und können auch kleinere Serien direkt neben oder im Tiefziehwerkzeug erhitzen“, erklärt Claus-Peter Eckold, Ingenieur am IFUM, die Pluspunkte dieser konduktiven Erwärmungsanlage. Auch kleinere Unternehmen könnten sie sich leisten. Momentan funktioniert sie für rechtecknahe Zuschnitte. In der weiteren Entwicklung wollen die Forscher am Produktionstechnischen Zentrum Hannover (PZH) auch andere Geometrien für die Anlage testen. Neben dem IFUM und Ausstellern wie dem Institut für integrierte Produktion Hannover (IPH) sind auf dem Gemeinschaftsstand „TechnologieForum Blechverarbeitung“ weitere Institute der Leibniz Universität Hannover vertreten: das Institut für Elektroprozesstechnik (ETP) und das Institut für Werkstoffkunde (IW).

Dr. Stefanie Beier | Leibniz Universität Hannover
Weitere Informationen:
http://www.uni-hannover.de

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