Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wenig Energie für schwere Gewichte

23.09.2009
Professur Fördertechnik der TU Chemnitz entwickelt gemeinsam mit schweizerischem Unternehmen einen energiesparenden Rollteppich zum Transport schwerer Lasten - erste Präsentation auf der Messe LogIntern vom 29. September bis 1. Oktober 2009 in Nürnberg

Bei der Montage von Autos müssen mehrere Tonnen Gewicht auf Förderbändern transportiert werden - Zugmittel und Gleitschienen werden dabei extrem beansprucht, der Verschleiß und der Energieverbrauch für den Antrieb sind hoch.

Wenn das Gewicht auf viele Rollen verteilt wird, sinken Energiebedarf und Verschleiß. Aus diesem Ansatz heraus haben Wissenschaftler der Professur Fördertechnik der TU Chemnitz gemeinsam mit der Denipro AG aus dem schweizerischen Weinfelden eine Schwerlastabstützung entwickelt.

Das Element mit dem Markennamen denirug ist modular aufgebaut und kann zu einem Rollteppich mit beliebiger Länge und Breite zusammengesetzt werden. "Wir haben das neue Element ausgiebig an einem Prüfstand mit gerader Mattenkette getestet. Die Versuche zeigten eine gute Funktionalität und nahezu keinen Verschleiß", berichtet Dr. Jens Sumpf, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Professur Fördertechnik. Aufgrund der gemessenen Reibwerte von 0,03 bis 0,05 schätzen die Wissenschaftler, dass die Neuentwicklung je nach Anwendung bis zu 80 Prozent der Antriebsenergie einspart und die Belastung der Zugmittel entsprechend verringert. "Die Fördergeschwindigkeit betrug in diesen Versuchen 20 Meter pro Minute. Es gab aber auch schon erfolgreiche Tests mit 120 Metern pro Minute", sagt Sumpf. Die Elemente bestehen komplett aus Kunststoff und sind somit schmierungs- und wartungsfrei.

Nicht nur in der Automobilindustrie kann die neue Technik zum Einsatz kommen, sondern überall, wo große Massen transportiert werden müssen - vom Maschinenbau bis zur Papierindustrie.

Rollend um die Kurve

Eine andere gemeinsame Entwicklung der Professur Fördertechnik und der Denipro AG ist bereits in die Praxis überführt: eine Kurvenabstützung für Mattenketten, mit der der Bewegungswiderstand beim Umlauf von Förderbändern um Kurven bis zu 90 Prozent gesenkt wird. Die eingesetzten Rollelemente vertreibt die Denipro AG unter dem Markennamen deniroll - Einsatz finden sie unter anderem bei einem italienischen Süßwarenhersteller. Derzeit arbeiten zwei Maschinenbau-Studenten der TU Chemnitz, Martin Zwinzscher und André Jäntsch, im Rahmen ihres Praktikums in der Schweiz an der Weiterentwicklung der Rollelemente mit.

Die Professur Fördertechnik und die Denipro AG präsentieren sich vom 29. September bis zum 1. Oktober 2009 auf der Messe LogIntern in Nürnberg. Am 29. September 2009 informieren sie bei einer Pressekonferenz über ihre neuen Entwicklungen. Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr in der Halle CCN Ost, Raum Krakau, 2. Ebene.

Weitere Informationen erteilen Dr. Jens Sumpf, Telefon 0371 531-32853, E-Mail jens.sumpf@mb.tu-chemnitz.de und Frank Rasch, Telefon 0371 531-35848, E-Mail frank.rasch@mb.tu-chemnitz.de

Katharina Thehos | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-chemnitz.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht IHP präsentiert sich auf der productronica 2017
17.11.2017 | IHP - Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik

nachricht Rittal auf der Messe "Meer Kontakte": IT sicher und platzsparend an Bord
08.11.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte