Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weltpremiere des Güterwagendrehgestells „SustRail conventional“

29.04.2015

Auf der Internationalen Fachmesse „transport logistic“ vom 5. bis 8. Mai 2015 in München stellt das Fachgebiet Schienenfahrzeuge der TU Berlin erstmalig sein Güterwagendrehgestell „SustRail conventional“ der Öffentlichkeit vor. Besuchen Sie in Halle B 4 den Stand 430.

Das TU-Fachgebiet Schienenfahrzeuge hat gemeinsam mit 30 weiteren Partnern im Juni 2011 das von der Europäischen Kommission geförderte europäische Forschungsprojekt „SustRail“ gestartet.


3D-Modell des SUSTRAIL conventional Drehgestells

© SUSTRAIL Team

Ziel war es, innerhalb von vier Jahren und mit einem Fördervolumen von 6,6 Millionen Euro den Güterverkehr auf der Schiene zu verbessern. Resultat ist das Güterwagendrehgestell „SustRail conventional“, das als Weltpremiere vorgestellt wird.

Das Drehgestell kann unter alle heute üblichen und bekannten Aufbauten untergesetzt werden und so eine rasche Verbreitung finden. Internationale Zusammenarbeit in Lehre und Forschung wird hier für ein umweltrelevantes Produkt auf der bedeutendsten Messe des Güterverkehrs in Europa dokumentiert.

Der Schienenverkehr hat einen bis zu 80 Prozent geringeren Energieverbrauch pro 1.000 Kilometer als vergleichbarer Verkehr auf der Straße. Er ist damit nicht nur sehr energieeffizient, sondern kann auch sofort emissionsfrei mit grünem Strom betrieben werden.

Die Vorteile liegen auf der Hand, allerdings ist die Fahrzeugtechnik noch nicht zeitgemäß und kann die heute geforderte Transportqualität im Moment nicht liefern. Hier setzt „SustRail“ an. Durch Optimierungen oder Neuentwicklungen von Fahrzeugen und Infrastruktur soll der Güterverkehr leistungsfähiger und für zukünftige Herausforderungen besser vorbereitet werden.

Mit neuen Designs sowie Leichtbaumaterialien ist eine Güterwagenentwicklung gestartet worden, die höhere Geschwindigkeiten und Radsatzlasten beinhaltet. Verbesserungen im dynamischen Fahrverhalten sowie im Streckendesign ermöglichen unter der Zuhilfenahme von Telematikeinrichtungen eine geringere Wartung und höhere Verfügbarkeit von Güterwagen und Streckenkomponenten.

Die Instandhaltungs-maßnahmen werden nicht mehr über Zeitfristen geplant, sondern der tatsächliche Instandhaltungszustand wird über Sensorik erfasst und die Instandhaltungsmaßnahmen entsprechend gesteuert. Dadurch wird eine deutlich verbesserte Zuverlässigkeit erreicht.

Radiale Steuerung verringert nicht nur den heutigen Fahrwiderstand, sondern auch den Verschleiß zwischen Rad und Schiene. Ebenso wird der Lärm vor allem in engen Bögen, wie sie zum Beispiel im Rheintal auftreten, deutlich verringert.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:
TU Berlin
Fachgebiet Schienenfahrzeuge
Prof. Dr.-Ing. Markus Hecht
Tel.: 030/314-25150
markus.hecht@tu-berlin.de

www.schienenfzg.tu-berlin.de

Stefanie Terp | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Boden – Grundlage des Lebens / Bodenforscher auf der Internationalen Grünen Woche
16.01.2018 | Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

nachricht EMAG auf der GrindTec 2018: Kleine Bauteile – große Präzision
11.01.2018 | EMAG GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie