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Universität Potsdam präsentiert auf der IFA 2009 studentische Informatikprojekte

26.08.2009
Auf der diesjährigen Internationalen Funkausstellung IFA, die vom 4. bis 9. September in Berlin stattfindet, zeigen Studierende der Universität Potsdam gemeinschaftlich mit Kommilitonen der Technischen Universität Berlin und der Hochschule für Film- und Fernsehen Potsdam-Babelsberg Ergebnisse der Informatikforschung rund um digitale Medien.

An sechs Ständen werden die Forschungsprojekte vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen Wirkungen digitaler Medien auf Bereiche des täglichen Lebens wie Gesundheit, Wissenserwerb oder Unterhaltung.

Auf der IFA 2009 werden unter anderem am Beispiel eines Modellhauses Arbeiten von Studierenden der Universität Potsdam gezeigt, bei denen es auch um ganz praktische Lebenshilfe geht. Denn die Aussteller präsentieren von ihnen entwickelte Systeme zur intelligenten Hausautomatisierung. Bei diesen Systemen werden mit einem zentralen Server vernetzte Komponenten zur Steuerung von Fenstern, Jalousien oder Lichtern eingesetzt. Diese sollen es älteren und pflegebedürftigen Menschen erleichtern, einen eigenen Haushalt zu führen. (1)

Weil Geräusche im Haus viel über Befindlichkeiten, Ort und Zustand technischer Geräte aussagen, haben die Potsdamer Studierenden Hilfsmittel zur akustischen Orientierung und Lebensunterstützung entwickelt. Das eigene Haus hört und denkt mit. Auf der IFA wird eine so genannte akustische Kamera vorgestellt. Dieser Audioscanner, der aus 24 Mikrofonen und einer Software besteht, kann unterschiedliche Schallquellen im Raum unterscheiden und deren Position bestimmen. Mit Hilfe des Computers lassen sich Schallverteilung und einzelne Schallquellen im Raum visualisieren oder Klänge und Geräusche zuordnen und klassifizieren. Auch dieses System könnten ältere Menschen in ihrem Haus später nutzen, zum Beispiel um sich besser zu orientieren, auf Gefahren im Raum aufmerksam zu werden oder automatisch Hilfe anzufordern. (2)

Ein weiteres Forschungsvorhaben, das die Potsdamer mitbringen, beschäftigt sich mit digitalen Medien und Geschäftsprozessen im Gesundheitsmanagement. Deutlich wird dabei, dass der Schlüssel zu mehr Effizienz, Qualität und Patientenorientierung in optimierten Geschäftsprozessen liegt, die sich aus systematisch entwickelten Hochleistungsgeschäftsmodellen ableiten. (3)

Informieren können sich Besucher auch über das Projekt "Semantische Strukturierung von digitalen Medienarchiven". Dies könnte vor allem interessant sein für Zeitzeugen, deren aktuelles Wissen und historische Dokumente mit neuen Technologien und Methoden ihren Weg ins elektronische Archiv finden und damit weltweit zur allgemeinen Information beitragen. Mit modernen Web 2.0 Diensten, Benutzeroberflächen und Zugriffsmethoden gelingt es dabei, insbesondere multimediale Dokumente besser zu archivieren und intuitiver abzurufen. (4)

Die Potsdamer haben sich sogar mit der Frage befasst, wie ein mit elektronischen Klängen experimentierender Musiker improvisierend und interaktiv seine eigene Kreativität beflügeln kann. Möglich ist das, so zeigen die ausgestellten Konzepte, indem der Computer den Verlauf des gespielten Stückes beobachtet, bewertet und im richtigen Moment eine beschränkte, aber kreative Auswahl von Varianten zur Spielweise vorschlagen kann. Dieses Wechselspiel zwischen Mensch und Instrument unterstützt der Computer mit so genanntem "Interaction Processing". (5)

Die vorgestellten Projekte entstanden an den Professuren: Service und Software Engineering sowie Technische Informatik (1); Netzwerktechnologien und Teledienste (2); Service und Software Engineering sowie Gesundheitsmanagement (3); Netzwerktechnologien und Teledienste sowie Service und Software Engineering (4); Netzwerktechnologien und Teledienste (5).

Hinweis an die Redaktionen:
Die Projekte werden auf der IFA 2009 vom 4. bis zum 9. September 2009 im IFA TecWatch in Halle 5.3, Messedamm 22, 14055 Berlin präsentiert.

Als Ansprechpartner steht Ihnen von der Universität Potsdam Prof. Dr. Klaus Rebensburg, Professur für Netzwerktechnologien und Teledienste, telefonisch unter 0177 8090214, E-Mail: klaus.rebensburg@tu-berlin.de zur Verfügung.

Auskünfte erteilen auch die Inhaber der Professuren:
Professur für Service und Software Engineering: Tiziana Margaria-Steffen, Tel.: 0331/977-3040, E-Mail: margaria@cs.uni-potsdam.de
Professur für Technische Informatik: Christophe Bobda, Tel.: 0331/977-3000, E-Mail: bobda@cs.uni-potsdam.de

Professur für Gesundheitsmanagement: Christoph Rasche, Tel.: 0331/977-1680, E-Mail: chrasche@uni-potsdam.de

Sylvia Prietz | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-potsdam.de
http://www.uni-potsdam.de/pressmitt/2009/pm185_09.htm

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