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Der Assistenzroboter FAROMIR, der Senioren länger ein eigenständiges Leben ermöglicht, wird ebenso vorgestellt wie die maßgeschneiderten Lösungen des SCITRA-Projekts, das Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft gezielt ausbaut. Vom 16. bis zum 19. November präsentieren die Forscher ihre wissenschaftlichen Dienstleistungen auf dem Gemeinschaftsstand der Landesregierung NRW (Halle 3, D81).
FAROMIR
Hinter seiner Fassade steckt modernste Technik, angepasst an die Bedürfnisse älterer Menschen: FAROMIR erkennt genau, ob sich jemand nur für ein Nickerchen auf die Couch gelegt hat, oder ob es sich um einen Notfall handelt. Eine eingebaute Kamera generiert Daten in Echtzeit und liefert somit eine statische und dynamische Auswertung der Körperhaltung. Stürzt tatsächlich ein Senior in seiner Wohnung, kann über WLAN oder UMTS die Rettungsleitstelle alarmiert werden. Der Assistenzroboter ersetzt zwar nicht geschulte Pflegekräfte, doch er entlastet das Personal und besorgte Angehörige, die so direkt erfahren, wie es der alleinlebenden, betagten Person geht.
„Durch den demographischen Wandel spielt es eine immer größere Rolle, älteren Menschen ein eigenständiges Leben zu ermöglichen oder Patienten rund um die Uhr zu betreuen. Autonome Roboter können mehr und mehr in alltäglichen Situationen eingesetzt werden. Wenn es auf Sekunden ankommt, wird so Hilfe gerufen und der Arzt kann über die Kamera direkt mit dem Patienten sprechen“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Wojciech Kowalczyk.
Das Kooperationsprojekt verbindet die drei Lehrstühle Mechanik und Robotik, Mechatronik und Fertigungstechnik; beteiligt ist zudem die InnovationsFabrik des Science Support Centres (SSC).
SCITRA
Zukunftsorientiert ist auch SCITRA, ein weiteres Projekt des SSC, das Biologie, Chemie, Medizin und Technik verbindet. Hier kommt das gebündelte Know-how der Wissenschaftler unmittelbar kleinen und mittelständischen Unternehmen zugute, die sich mit ihren Fragen an die Unimitarbeiter wenden können. Dabei geht es unter anderem um wissenschaftliche Dienstleistungen, Patente oder Existenzgründungsfragen. Auf der MEDICA werden aus dem großen Portfolio exemplarisch High-Tech-Produkte und deren Herstellungsverfahren aus der Technischen Chemie und aus der Fertigungstechnik präsentiert.
So wird beispielsweise gezeigt, welche Möglichkeiten ein neues laserbasiertes Verfahren bietet, mit dem besonders reine Nanopartikel hergestellt werden. Diese werden in der Energietechnik und Biomedizin eingesetzt, unter anderem zur gezielten Markierung von Tumorgewebe. Eine weitere Anwendung stammt ebenfalls aus dem Labor: Im Rapid Technology Center lassen sich selbst komplizierte Modelle detailgetreu bauen. Erst wenn im kleineren Maßstab alles stimmt, entstehen anschließend medizinische Implantate, Instrumente und patientenspezifische Anfertigungen. „Das sind zum Beispiel individuelle Zahnkronen und Zahnbrücken aus Kobalt-Chrom-Legierungen, die die Vorteile des Strahlschmelzens voll ausschöpfen und dadurch eine echte Konkurrenz zu konventionellen Verfahren darstellen“, macht Prof. Dr. Gerd Witt deutlich.
Weitere Informationen: http://www.scitra.net, http://www.faromir.de
Marco Abbondanzieri, SCITRA, Tel. 0201/183-6271,
marco.abbondanzieri@uni-due.de; Prof. Dr.-Ing. Wojciech Kowalczyk,
FAROMIR, Tel. 0203/379-3342, wojciech.kowalczyk@uni-due.de
Redaktion: Katrin Koster, Tel. 0203/379-1488
Ulrike Bohnsack
Redakteurin
Pressestelle und Oeffentlichkeitsarbeit
in der Stabsstelle des Rektorats
Universitaet Duisburg-Essen
47048 Duisburg
Tel. 0203/379 24 29
Fax 0203/379 24 28
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Ulrike Bohnsack | Quelle: Universitaet Duisburg-Essen
Weitere Informationen: www.uni-due.de
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