Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

TU Dresden auf der INTEC: Innovative Konzepte für mehr Effektivität im Strukturleichtbau

22.02.2011
Leipzig: Interdisziplinäres Expertenteam der TU Dresden präsentiert…
Innovative Konzepte für mehr Effektivität im Strukturleichtbau
INTEC vom 1. bis 4. März 2011
Gemeinschaftsstand FORSCHUNG FÜR DIE ZUKUNFT in Halle 3, Stand G 62
An der Fakultät Maschinenwesen der TU Dresden entwickelte ein interdisziplinäres Expertenteam ein neuartiges Verfahren für die energieeffiziente und vollautomatische Fertigung von Strukturbauteilen aus Hybridgarn-Textilien.

Unterstützt durch das BMBF-Programm ForMat gelang es den TU-Wissenschaftlern in kurzer Zeit, ihre neuen Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung zu einem seriennahen Fertigungsprozess zusammenzuführen. Als Ausgangsmaterial setzen die Forscher ein Glasfaser-Polypropylen-Gewebe ein. Das verwendete Material bietet mit seinen spezifischen Vorteilen (Gestaltungsfreiheit und hohe Festigkeiten) eine echte Alternative zu metallischen Werkstoffen. Der Fertigungsprozess selbst unterteilt sich in zwei wesentliche Bearbeitungsschritte: Das Zuschneiden und Stapeln der textilen Preform sowie den Heißpressprozess. In zwei separaten Bearbeitungszentren werden die einzelnen Teilschritte zeit- und energiesparend bewältigt. Im ersten Zentrum wird das Ausgangsmaterial von der Rollenware abgewickelt, mithilfe eines Plasmabrenners in endkonturnahe Textillagen geschnitten und auf einem Ablagetisch gestapelt. Damit die Lagen nicht gegeneinander verrutschen, werden sie mit einem Ultraschallschweißgerät fixiert. Diese Prozessschritte werden vollautomatisch ausgeführt. Im zweiten Zentrum wird das zusammengeheftete Lagenpaket mit einem Roboter gegriffen, in das Umformwerkzeug eingelegt, erhitzt und gepresst, bevor es als fertiges Bauteil herausgenommen und nachbearbeitet werden kann. Während bisherige Fertigungsverfahren vorkonsolidierte Halbzeuge einsetzen und somit mehrere Aufheizphasen benötigen, wird an der TU Dresden die textile Preform in einem Schritt gleichzeitig erhitzt und gepresst. Dadurch funktioniert der Prozess energie- und zeitsparender als bisher genutzte Verfahren.

Weitere Vorteile der neuartigen Dresdner Technologie: Es gelingt den TU-Wissenschaftlern, die gewünschten Bauteile ohne Verschnitt und Ausschuss ressourcenschonend zu fertigen und dabei die Qualität des Fertigteils gleichbleibend sicherzustellen. Gegenwärtig arbeiten die Experten institutsübergreifend an der weiteren Optimierung der Prozesse, so werden u.a. die Bearbeitungsgeschwindigkeit und die Prozessstabilität verbessert. Zusätzlich überprüfen begleitende Anwenderstudien und Wirtschaftlichkeitsanalysen die Verwertungsmöglichkeiten des Prozesses insbesondere für den Klein- und Mittelstand.

Für die Vermarktung ihrer innovativen Fertigungstechnologie hat sich die Projektgruppe um Prof. Dr.-Ing. habil. Knut Großmann die Expertise und Unterstützung des Lehrstuhls für Marketing an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften sowie des CIMTT-Zentrums für Produktionstechnik und Organisation gesichert. Insgesamt drei Forschergruppen haben im Rahmen des BMBF-Projektes „EFFEKT – Effiziente Fertigungsprozesse für endkonturnahe Thermoplastbauteile“ ihre fachlichen Kompetenzen eingebracht.

Die Fachmesse für Fertigungstechnik, Werkzeugmaschinen- und Sondermaschinenbau in Leipzig werden die Forscher nutzen, ihre Entwicklung mit dem fachkundigen Publikum zu diskutieren und Interessenten für künftige gemeinsame Projekte zu gewinnen.

Information für Journalisten:
TU Dresden, Fakultät Maschinenwesen, Prof. Dr.-Ing. habil. Knut Großmann
Tel. +49 351 463-34358, Fax +49 351 463-37073
E-Mail: mailbox@iwm.mw.tu-dresden.de

Mathias Bäumel | idw
Weitere Informationen:
http://effekt.cimtt.de
http://www.tu-dresden.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"
24.05.2017 | Universität Ulm

nachricht Neue Prozesstechnik ermöglicht Produktivitätssteigerung mit dem Laser
18.05.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten