Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Spitzentechnologie aus Chemnitz trifft in München auf internationales Publikum

11.10.2013
Der Chemnitzer Spitzentechnologiecluster „eniPROD“ präsentiert sich vom 15. bis 17. Oktober auf der internationalen Fachmesse „Materialica 2013“ in München

Vom 15. bis 17. Oktober 2013 findet in München die Internationale Fachmesse für Werkstoffanwendungen, Oberflächen und Product Engineering „Materialica“ statt.

Schwerpunkte der Messe liegen in diesem Jahr auf innovativen Leichtbaukonzepten, die ressourcen- und energieeffiziente Produktion zum Beispiel in den Bereichen Elektromobilität und Automotive ermöglichen. Unter anderem präsentieren acht Universitäten aus drei Bundesländern am Gemeinschaftsstand „Forschung für die Zukunft“ (Halle A6, Stand 310) ihre neuesten Ergebnisse.

Die TU Chemnitz ist mit dem Spitzentechnologiecluster "Energieeffiziente Produkt- und Prozessinnovationen in der Produktionstechnik eniPROD" vertreten.

Energie und Material im Produktionsprozess und bei der Anwendung der fertigen Produkte einzusparen – dieses Ziel hat eniPROD mit zahlreichen Spitzentechnologien erreicht. Aus dem Bereich des Ultraleichtbaus präsentiert der Cluster einen neuartigen Leichtbaugewindetrieb in Metall-CFK-Hybridbauweise, der insbesondere in hochdynamischen Werkzeugmaschinen zum Einsatz kommt. Der Kunststoffkern wird mit einer dünnen Metallschicht versehen und macht das Bauteil damit steifer, thermisch robuster und energieeffizienter.

Ebenso ist es den Chemnitzer Forschern gelungen, die hohen Reib- und Verschleißwerte in einer Werkzeugmaschine durch Optimierung eines Kugelgewindetriebs zu minimieren. „Eine sogenannte Formgedächtnislegierung wird in Spindelmutter oder die Spindellager integriert. Dadurch wird die thermische Energie der Reibung in eine aktorische Bewegung umgewandelt.

Das Bauteil passt sich sozusagen an Temperatur und Bewegungen der Maschine an und gleicht die entstehenden Spannungen aus. Und dadurch benötigt die Maschine weniger Antriebsenergie“, erklärt Privatdozent Dr. Welf-Guntram Drossel, Sprecher des Clusters. Diese Technik machte sich auch das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU, Kooperationspartner im Spitzentechnologiecluster eniPROD, bei der Entwicklung einer formgedächtnislegierten Tankklappe und einem automatischen Entriegelungsmechanismus für Sauerstoffmasken in einem Flugzeug zu Nutze. Beide Exponate werden ebenfalls ausgestellt.

Der Spitzentechnologiecluster eniPROD optimiert Produktionsprozesse von der Fertigung bis hin zu Fabrikplanung und Logistik. Für Letztere entwickelten die Forscher eine Tragplatte für kurvengängige Gleitketten, also Förderbänder, die gut an verschiedene Förderaufgaben anpassbar sind und zum Beispiel in der Lebensmittel-, Verpackungs- oder Elektronikindustrie eingesetzt werden. Die Tragplatte wurde mit einer speziell entwickelten Kohlenstoffschicht versehen, die eine hohe Verschleißfestigkeit aufweist und die Betriebsenergie um 30 Prozent senken soll. Das Beschichtungsverfahren für die Tragplatte gestattet das Aufbringen von mehrlagigen Schichten auf verschiedene Kunststoffe.

Damit kann die Oberfläche den Einsatzbedingungen angepasst werden. Auch im Bereich Automotive ist eniPROD aktiv. Auf der „Materialica 2013“ stellen die Wissenschaftler einen pressgehärteten B-Säulenfuß für den PKW vor. Im Automobilbau finden hochfeste Metalle Anwendung, gleichzeitig soll das Endprodukt aber so leicht wie möglich sein. Beim Presshärten findet das Erwärmen, Verformen und Abkühlen des Materials in einem Schritt statt. Der Prozess vereint die Formgebung mit einem Vergütungsprozess, wodurch Strukturbauteile mit sehr hohen Zugfestigkeiten gefertigt werden können. Dadurch wird die Wandstärke reduziert und Material und Gewicht werden eingespart. Dr. Drossel freut sich auf den Messebeginn: „Unsere eniPROD-Mitarbeiter forschen an Lösungen für die energieeffiziente, emissionsneutrale Produktion von morgen. Deshalb erwarten wir am Stand der TU Chemnitz zahlreiche Besucher.“

Weitere Informationen erteilt Katja Klöden, Zentrale Koordinierungsstelle des Spitzentechnologieclusters "Energieeffiziente Produkt- und Prozessinnovationen in der Produktionstechnik" (eniPROD), Telefon 0371 531-38622, E-Mail eniprod@tu-chemnitz.de, http://www.eniprod.eu

Katharina Thehos | idw
Weitere Informationen:
http://www.eniprod.eu
http://www.tu-chemnitz.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Digitalisierung von HR-Prozessen – tisoware auf der Personal Nord und Süd
21.03.2017 | tisoware Gesellschaft für Zeitwirtschaft mbH

nachricht Hochauflösende Laserstrukturierung dünner Schichten auf der LOPEC 2017
21.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen