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Siemens auf der Transport Logistic 2013 in München

03.06.2013
Unter dem Motto „Effiziente Lösungen für Transport und Logistik“ präsentiert sich Siemens auf der diesjährigen Transport Logistic in München, die internationale Fachmesse für Logistik, Telematik und Verkehr.

Das Unternehmen zeigt vom 4. bis 7. Juni 2013 sein Portfolio für integrierte Transport- und Logistikketten, um Waren schnell, effizient und umweltschonend zu transportieren. Dazu zählen nicht nur integrierte Hard- und Softwarelösungen für Flughäfen und Transport- und Logistikaufgaben, sondern auch Lösungen für eine optimale Auslastung der Schieneninfrastruktur sowie der elektrifizierte Gütertransport auf der Straße. Auf dem Außengelände präsentiert Siemens seine modulare Lokomotiven-Plattform Vectron für den Europäischen Schienenverkehr inklusive des Servicekonzeptes.

Die Transport- und Logistikbranche rechnet mit starkem Zuwachs: mit wachsenden Warenströmen, weiter steigendem Tempo und immer neuen Kundenanforderungen. Um sich im globalen Wettbewerb weiter behaupten zu können, brauchen Unternehmen für ihre hoch spezialisierten Geschäftsfelder sichere, umweltschonende und wirtschaftliche Lösungen. Dabei müssen Transport- und Logistikketten optimal ineinander greifen, um eventuelle Ausfälle und Verzögerungen sowie eine Gefährdung der Transportgüter zu vermeiden. Die Produkte und Lösungen von Siemens unterstützen Unternehmen dabei, diese Herausforderungen zu meistern.

Effiziente und kostengünstige Entladung von Paketen

Während die Paketströme anwachsen, geraten die Betriebsflächen der Distributionszentren mehr und mehr an ihre Grenzen. Dabei wird der zunehmende Platzbedarf zum Flaschenhals der Logistik. Mit dem Variomove von Siemens können Kurier-, Express- und Paketdienste (KEP) den Entladedurchsatz pro Tor verdoppeln. Folglich muss das Transportkonzept nicht verändert werden, da sowohl die Gebäude der Distributionszentren als auch die Entladetore nicht verändert und modifiziert werden müssen. Dies spart nicht nur Zeit, sondern auch teure Erweiterungen der Betriebsflächen.

Der Vorteil der Variomove-Technik ist die beschleunigte Entladung von Paketen und Stückgütern aus Transportmitteln wie Containern, LKW-Aufliegern, Wechselbehältern oder Rollbehältern. Kernelement ist eine begehbare bodennahe Plattform, die auf Rollen gelagert ist und vom nachfolgenden Teleskopförderer direkt vor die Paketstapel in den Lastwagen oder in die Wechselbrücke geschoben wird. Die Plattform besteht aus mehreren Förderbändern, die die Waren aus dem Container heraus befördern – entweder zur Vereinzelung in den Visicon-Singulator oder zu anderen Paketzuführungseinrichtungen. Dabei gleiten die Pakete aus der oberen Stapelebene über ausziehbare Rutschen, die ein hartes Aufprallen und folglich eine Beschädigung der Güter vermeiden. Ein zusätzlicher Nutzen besteht in der Entlastung der Bedienkraft. Dank der Entladebühne muss die Bedienkraft nichts mehr heben, sondern zieht und schiebt die Pakete auf die abführende Fördereinrichtung. Die Steuerung der Entladebühne lässt sich dabei einfach und intuitiv bedienen. Pro Bedienkraft kann mit der Variomove-Technik der Durchsatz auf bis zu 3.000 Pakete pro Stunde erhöht werden.

Mehr Transparenz für Logistikprozesse

Internationale und multimodale Versorgungsketten, so genannte Supply Chains, leiden unter dem Mangel an Informationen über den Bestell- und Versandstatus ihrer Warenströme. Oft wissen die Serviceanbieter nicht, ob das Material zum erwarteten Zeitpunkt verfügbar ist oder die Möglichkeit besteht, laufende Lieferungen umzuleiten. Die von Siemens entwickelte „Transport Logistics Platform“, kurz TLP, unterstützt Bestell- und Versandprozesse, um ein Maximum an Transparenz und eine vollständige Kontrolle der Supply Chains zu erreichen. Dabei ist es nicht nur ein Tool zur Datenerfassung, sondern automatisiert den Logistikprozess über Unternehmensgrenzen hinweg, einschließlich der beteiligten Transportmittel. So werden alle relevanten Informationen zu einem Bestellvorgang über den Auftrag bis hin zur Versendung erfasst, um bei einem eventuellen Lieferverzug rechtzeitig handeln zu können. Hierfür ermitteln Kennzahlen aus verschiedenen Datenquellen, an welcher Stelle im Prozess Schwachstellen existieren und wie die gesamte Supply Chain optimiert werden kann. Siemens stellt die TLP als servicebasiertes IT-System in der Cloud zur Verfügung.

Luftfracht: Mehr Zeit und Energie sparen

Flughäfen erleben in der heutigen Zeit eine drastische Zunahme des Luftverkehrs und damit verbunden ein erhöhtes Luftfrachtaufkommen.

Auch die Zahl der internationalen Standards nimmt ständig zu. Diese Herausforderung zu meistern, ist ein ehrgeiziges Ziel für Flughäfen, Fluglinien und Behörden. Siemens bietet ein breites Angebot von Produkten, Lösungen und Dienstleistungen, die unter anderem Flugzeugabfertigern und Logistikdienstleistern helfen, den wachsenden Anforderungen des modernen Flughafenbetriebs gerecht zu werden.

Seit über 30 Jahren hat Siemens Erfahrung in der Umsetzung von Logistikprojekten für Frachtterminals. Zu den internationalen Referenzen zählen komplette Air Cargo-Terminals, wie beispielsweise in Dubai und Hongkong, die weltweit zu den Größten ihrer Art gehören. Die Hardware- und Software-Produkte von Siemens erhöhen nicht nur die Effizienz und Profitabilität, sondern gewährleisten auch die Sicherheit von Luftfrachtsystemen. Als einer der weltweit führenden Anbieter für Materialtransport bietet Siemens vollintegrierte Lösungen für die Errichtung von Frachtabfertigungssystemen aus einer Hand, die sich flexibel und modular auf den jeweiligen Kundenwunsch anpassen lassen. Dabei ist die Steuerungstechnik Totally Integrated Automation (TIA) schon lange Standard, um Engineeringzeiten, Inbetriebnahmezeiten und Servicekosten zu reduzieren. Für den Transport und die Lagerung von so genannten ULD-Containern (Unit Load Device), die verwendet werden, um Gepäck, Fracht und Post auf Großraumflugzeuge zu laden, bietet Siemens sowohl stationäre als auch mobile Anlagen inklusive der Software, um den Materialfluss zu steuern.

Insgesamt profitiert der Kunde von deutlich niedrigeren Lebenszyklus-Kosten. Bereits ab der Planungsphase wird sichergestellt, dass das System auch Bedarfsspitzen problemlos bewältigt und in Zeiten geringerer Auslastung nur diejenigen Teile der Anlage in Betrieb bleiben, die für anstehende Aufgaben benötigt werden. Die Untersuchung von Redundanzsystemen ist ebenfalls Teil der Planungsphase.

Parcel Hub Suite – von Sortierprozess-orientierter IT zu Hub-orientierter IT

Der Betrieb eines Paketzentrums ist von zahlreichen Unsicherheiten gekennzeichnet: Die Mengen der ankommenden Pakete können täglich in Umfang und Zusammensetzung variieren und sich im Verlauf der kommenden Jahre kontinuierlich erhöhen. Darüber hinaus können wertvolle Produktionsressourcen, wie zum Beispiel Sortieranlagen, plötzlich ausfallen. Eine weitere Unsicherheit stellt die Ankunftszeit der Transportmittel dar, die stark vom Verkehr und Wetter abhängig ist.

Ein Hauptziel der Verarbeitung im Paketzentrum ist, die Produktionsprozess-kosten möglichst niedrig zu halten und die bestehenden Service Level Agreements einzuhalten. Dabei stehen die Betreiber von Paketzentren vor der Herausforderung, die Auslastung der Anlagen unter den genannten Bedingungen weiter zu optimieren und für einen kontinuierlichen Warenstrom zu sorgen. Die Parcel Hub Software Suite trägt signifikant dazu bei, die Effizienz der Prozesse zu steigern, da die Leistung eines Paketzentrums nicht nur von der Sortieranlage abhängt, sondern ebenso von einer reibungslosen und funktionalen Zusammenarbeit aller Komponenten und Mitarbeiter im Hub.

Präsentiert werden die IT-Lösungen auf der Messe mit Hilfe von Präsentationen und Simulationen. Auf Bildschirmen können Besucher den gesamten Ablauf von der Einlieferung bis zur Abholung miterleben und verfolgen.

eHighway

Der global wachsende Bedarf an Güterverkehr auf der Straße bereitet Experten Sorgen im Hinblick auf die CO2-Emission. Vor diesem Hintergrund arbeitet Siemens an einem besonderen Hybrid-Antrieb für Lkw.

Die Fahrzeuge sind mit einer Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor ausgestattet. Im Unterschied zu gängigen Hybrid-Lösungen erfolgt die Stromversorgung durch Oberleitungen - ähnlich wie bei Straßenbahnen. Die Elektro-Lastwagen von Siemens erkennen selbstständig, wenn Oberleitungen bereit stehen. Auf nicht elektrifizierten Straßen startet der Dieselmotor automatisch. Siemens erprobt diese Technik gerade auf einer Teststrecke bei Berlin, dem sogenannten eHighway. Eingesetzt werden kann die neue Technologie vor allem bei starkem Lkw-Pendelverkehr zwischen Güterverkehrszentren und Häfen oder Fabrikanlagen wie beispielsweise in der US-Metropole Los Angeles. 35.000 Lkw fahren dort heute täglich zwischen Hafen und Dispositionszentrum im Hinterland. Zur Umweltentlastung elektrifiziert werden soll dort der 30 Kilometer lange Highway 710.

IT-Lösungen zur Optimierung des Betriebsablaufs von Eisenbahnverkehrsunternehmen (Rail IT)

Fleet- und Crewmanagement dient der optimalen Verteilung von Fahrzeug- und Personalressourcen. Ein Betriebsmanagementsystem übernimmt die Planung, Abbildung, Analyse und Kontrolle für einen effizienten Einsatz der Fahrzeuge auf dem Streckennetz. Es stellt sicher, dass die passenden Lokomotiven und Wagen zur Verfügung stehen, Zugfahrten vollständig mit Ressourcen ausgestattet sind oder unzureichend ausgerüstete Züge komplettiert werden. Eine Software zur Personaleinsatzplanung ermöglicht zudem eine optimale Dienstplanung. Visualisiert werden die IT-Lösungen auf der Messe anhand einer Live-Demonstration. Über Monitore können Besucher den gesamten Ablauf eines Auftrags (wie zum Beispiel den Rangierbetrieb oder Zugbildung) von der Planung bis zur tatsächlichen Durchführung miterleben.

Das von Siemens entwickelte Konzept „Controlguide CTmobile TSM (Train State Monitoring)“ überträgt Sensordaten im Güterzug drahtlos. Durch CTmobile-Boxen an den einzelnen Waggons ist eine übergreifende Kommunikation im Zug möglich. Damit wird beispielsweise die Wagenreihung überwacht oder Zustandsinformationen der einzelnen Güterwagen erfasst. Diese Daten werden direkt zum Triebfahrzeugführer übermittelt, der durch Monitore über den aktuellen Zustand der Fahrzeuge informiert ist. Dadurch werden unnötige Standzeiten vermieden und Verspätungen frühzeitig erkannt.

Vectron – die Universallokomotive für den europäischen Schienenverkehr

Ein effizienter multimodaler Schienenverkehr ist ein wichtiger Erfolgsfaktor nicht nur für einzelne Unternehmen, sondern für ganze Volkswirtschaften und übergreifende Märkte. Schnelle, kostengünstige Schienen-Verbindungen zwischen den großen Überseehäfen, den Güterumschlag-zentren im Binnenland, den Metropolregionen sowie den europaweiten Produzenten und Kunden sind wichtig, um zum Beispiel möglichst viel Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern und so den CO2-Ausstoß insgesamt zu vermindern. Mit der neuen Lokomotive Vectron bietet Siemens ein Produkt für den Personen- und Güterverkehr, das an den zunehmend flexiblen Anforderungen und Verkehrsaufgaben in Europa ausgerichtet ist. Das Produktkonzept des Vectron umfasst Ein- und Mehrsystemlokomotiven für die europäischen Wechselstrom(AC)- und Gleichstrom(DC)-Netze für den schnellfahrenden Personenverkehr und den interoperablen grenzüberschreitenden Güterverkehr. Eine dieselelektrische Lok rundet das Portfolio ab. Diese Varianten ermöglichen den Betrieb in vier verschiedenen Spannungssystemen und verschiedenen Leistungsklassen. Der Vectron ist auch für Kunden attraktiv, die kleinere Stückzahlen nachfragen.

Für Rangierfahrten wurde das Konzept des „Rangiermoduls“ entwickelt. Das Dieselaggregat ist optional einbaubar bzw. nachrüstbar in den Vectron DC und AC. Die Leistung des Dieselmotors beträgt 180 kW. Er verfügt über eine integrierte Vorwärmung und erfüllt die Abgasnorm Stage IIIb. Alle Wartungsarbeiten können von der Gangseite im eingebauten Zustand durchgeführt werden. Das Konzept vereint den elektrischen und diesel-elektrischen Antrieb in einer Lokomotive für einen Wechsel zwischen den beiden Antriebssystemen. Das Konzept richtet sich an kleine bzw. private Betreiber. Insbesondere im Güterverkehr, beispielsweise in Containerterminals, ergeben sich zahlreiche Einsatzmöglichkeiten und führen zu Kosteneinsparungen.

Das Konzept des flexiblen, abnehmbaren Frontends des Vectron sorgt für die kostengünstige Realisierung alternativer Konfigurationen. Für den Frachtverkehr ist oftmals ein Einsatz in Doppeltraktion zum Befördern großer Lasten notwendig. Ist dieser Einsatz dauerhaft angedacht, kann eine Konfiguration als Doppellokomotive sinnvoll sein. Dabei lassen sich zwei der vier Führerstände einsparen. Stattdessen erhalten die beiden Vectron jeweils ein vereinfachtes gerades Frontend („Heck-End“) und werden Heck an Heck gekuppelt. Aber auch auf den Personenverkehr lässt sich dieses Prinzip übertragen. Durch den Einsatz eines einfachen Frontends statt eines der beiden Führerstände erhält der Kunde eine in der Anschaffung kostengünstige Lok, die als Triebkopf zum Einsatz kommen kann und einen optisch ansprechenden Übergang zur Wagenkomposition bildet.

Die Vectron-Lok ist die erste nach TSI Highspeed zertifizierte Lokomotivenplattform in Europa. Auf Basis dieses Zertifikates kann der Vectron in allen EU-Staaten zugelassen werden. Lediglich die durch die TSI nicht abgedeckten nationalen Anforderungen sind in den jeweiligen Ländern noch nachzuweisen. Für fünf europäische Länder hat der Vectron bereits die Zulassung, für Deutschland, Polen, Österreich, Rumänien und Schweden.

Elektrische Komponenten für die Bahnindustrie

Für die Bahnbranche bietet Siemens ein breites Portfolio an zuverlässigen und hochwertigen elektrischen Komponenten – für rollendes Material und für die Infrastruktur. So bewähren sich beispielsweise die Produkte aus den Produktfamilien Sirius und Sentron weltweit rund um die Uhr in zahllosen Schienenfahrzeugen. Sie übernehmen das Steuern, Schalten und Schützen von Klimaanlagen, Scheibenheizungen, Unterflurcontainern, Hygienekabinen und Vielem mehr. Im Rahmen der Produktfamilie Siplus extreme bietet Siemens Steuerungen, die für die Verwendung unter Extrembedingungen veredelt wurden. Der Führerstandterminal Sitet wurde speziell für den Einsatz im Zugcockpit und die damit verbundenen Anforderungen entwickelt. Die automatische Türsteuerung Sidoor übernimmt die Steuerung von Zug-Innentüren. Im Bereich der Infrastruktur stellen die Komponenten einen störungsfreien Betrieb von Schranken, Signalen, Weichen und Bahnsteig-Zugangstüren sicher. Zudem ermöglicht Siplus RIC die Kommunikation über international genormte Übertragungsprotokolle für Fernwirktechnik. Für eine zuverlässige Kommunikation im Bahnumfeld sorgen im Zug und entlang der Strecke ausgewählte Netzwerkkomponenten der Produktlinien Scalance und Ruggedcom, sowohl drahtgebunden sowie drahtlos. Diese sind speziell dafür ausgelegt, Anforderungen für den Einsatz unter rauen und kritischen Umgebungsbedingungen zu erfüllen.

Redaktion
Katja Wild
+49 173 3483979
katja.wild@siemens.com
Ellen Schramke
+49 (30) 386-22370
ellen.schramke@siemens.com

Ellen Schramke | Siemens Press Mobility ...
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/presse/transportlogistic2013

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