Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Siemens präsentiert in Amsterdam intelligente Lösungen für Smart Grids, Smart Buildings und Energiespeicher für Verteilnetze

20.09.2012
Auf den drei in Amsterdam zusammengefassten Fachveranstaltungen „Metering, Billing/CRM Europe“, „Transmission & Distribution Europe/Smart Grids Europe“ und der „Smart Homes“ stellt Siemens Infrastructure & Cities vom 9. bis 11. Oktober 2012 (Halle 2, Stand M04) ein durchgängiges Konzept zur intelligenten Verteilung und Nutzung von Energie vor.

Es umfasst Smart-Metering- und Smart-Grid-Lösungen, unter anderem für das Zählerdatenmanagement und das Energiemanagement in Gebäuden sowie ein Smart-Grid-Consulting-Tool. Zum Konzept gehören außerdem Energiespeicherlösungen zur Stabilisierung von Verteilnetzen.


Smart Buildings, für die Siemens Gebäudeautomatisierungs- und Sicherheitstechnik anbietet, sind eine zusätzliche Möglichkeit des dezentralen Energiemanagements. Der Datenaustausch via intelligente Zähler ermöglicht es Energieversorgern, Einrichtungen der angeschlossenen Gebäude als dezentrale Energiepuffer nutzen zu können, zum Beispiel mit Hilfe thermischer Speicher oder thermoaktiven Baumaterialien. Damit übernehmen Smart Buildings die Funktion von Energiespeichern für Strom aus regenerativen Energiequellen, womit sich Lastspitzen reduzieren und Primärenergie sparen lassen.

In den nächsten Jahren wird der Energieverbrauch weltweit zunehmen – bis 2030 um gut 60 Prozent auf etwa 37.000 Terawattstunden (TWh). Schon heute sind Städte für über zwei Drittel der globalen Energienachfrage verantwortlich. Um diesen Energiebedarf umwelt- und klimaverträglich decken zu können, muss der Anteil an erneuerbaren Energiequellen steigen.

Doch die heutigen Energieversorgungsnetze sind weder für den steigenden Strombedarf noch für den zunehmenden Anteil regenerativer, stark schwankender Stromerzeugung ausgelegt. Deshalb wird in den nächsten beiden Jahrzehnten die Einführung von Smart Grids sowie die Interaktion der Netze mit intelligenten Gebäuden als Energieerzeuger, Speicher und Verbraucher die größte Herausforderung für die Energiebranche und Gebäudebetreiber sein.

Mit dem Beratungs- und Analysetool Smart Grid Compass unterstützt Siemens Energieversorger, Städte und Gebäudebetreiber bei der Implementierung eines intelligenten Stromversorgungsnetzes. Nach der Analyse der bestehenden Prozesse und der im Netz vorhandenen Technik erarbeiten die Siemens-Experten gemeinsam mit dem Energieversorger die passende Geschäftsstrategie für ein Smart Grid. Ziel ist es, die beste Lösung für ein intelligentes Netz zu finden und es professionell mit minimalen Risiken und vernünftigen Budgets aufzubauen.

Zählerdatenmanagementsysteme (Meter Data Management, MDM) unterstützen Energieversorger beim Smart Metering mit der Verarbeitung großer Datenmengen. Seit der Akquisition von eMeter im Januar 2012 gehört das Meter-Data-Management-System EnergyIP zum Smart-Grid-Portfolio von Siemens. Es bindet vorhandene IT-Systeme über eine SAP-zertifizierte Schnittstelle in eine Smart-Metering-Infrastruktur ein. Damit können Energieversorgungsunternehmen Smart Metering durchgängig nutzen – vom Zähler bis zur Abrechnung, von der Betriebsführung bis zur Netzplanung.

Das dezentrale Energiemanagementsystem DEMS vernetzt und bündelt einzelne dezentrale Stromerzeugungsanlagen, um sie zentral als ein einziges virtuelles Kraftwerk steuern zu können. Das System verarbeitet Informationen wie Wetterprognosen, Strompreise und den Energiebedarf. Auf dieser Basis wird ein Einsatzplan für alle eingebundenen Anlagen erstellt und überwacht. Weil die prognostizierte Menge des erzeugten Stroms aus regenerativen Energiequellen auf den Wettervorhersagen und den Charakteristika der Anlagen basiert, minimiert der Einsatzplan die Stromerzeugungs- und Betriebskosten der Anlagen des virtuellen Kraftwerksverbunds.

Smart Buildings, für die Siemens Gebäudeautomatisierungs- und Sicherheitstechnik anbietet, sind eine zusätzliche Möglichkeit des dezentralen Energiemanagements. Der Datenaustausch via intelligente Zähler ermöglicht es Energieversorgern, Einrichtungen der angeschlossenen Gebäude als dezentrale Energiepuffer nutzen zu können, zum Beispiel mit Hilfe thermischer Speicher oder thermoaktiven Baumaterialien. Damit übernehmen Smart Buildings die Funktion von Energiespeichern für Strom aus regenerativen Energiequellen, womit sich Lastspitzen reduzieren und Primärenergie sparen lassen. Zudem trägt ein Smart Grid im Zusammenspiel mit einem intelligenten Gebäude dazu bei, durch spezielle Verbrauchstarife (Smart Metering) Energiekosten zu sparen. Um dies erreichen zu können, reagieren Smart Buildings auf Preissignale aus dem Netz und leiten daraus Aktionen ab, beispielsweise den Stromverbrauch bei Hochtarif zu reduzieren oder ihn automatisch auf Zeiten mit günstigeren Tarifen zu verlagern. Dazu müssen Gebäudebetreiber nicht nur alle Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanwendungen sowie die Beleuchtung und Beschattung energieeffizient steuern, sondern die dezentralen Energie-Erzeugungsanlagen koordinieren und die thermischen und elektrischen Speicher vorausschauend bewirtschaften.

Den Energiespeicher Siestorage bietet Siemens unter anderem zur Stabilisierung von Verteilnetzen an, die einen großen Anteil an dezentralen erneuerbaren Stromerzeugungsanlagen haben. Siestorage basiert auf Lithium-Ionen-Akkumulatoren (Li-Ionen). Mit einem kompakten Batterie- und Umrichtermodul als kleinste Einheit kann der Energiespeicher auf eine Kapazität von zwei Megawattstunden (MWh) und eine Leistung von acht Megawatt (MW) ausgebaut werden. Der Energiespeicher ist außerdem zur Notstromversorgung von Produktionsanlagen, Rechenzentren und Krankenhäusern einsetzbar. Die Energiespeicher sind auch für energieeffiziente Gebäude, Inselnetze, kleinere autarke Eigenbedarfsnetze, für das öffentliche Verkehrswesen und für Anwendungen in der Elektromobilität lieferbar.

Intelligente Ortsnetzstationen von Siemens verbessern die Stabilität von Mittelspannungs- und Niederspannungsnetzen, die zunehmend aus dezentralen, erneuerbaren Energiequellen gespeist werden. Die Stationen bestehen aus kompakten und kommunikationsfähigen Mittelspannungsschaltanlagen, regelbaren Ortsnetztransformatoren sowie Fernwirk- und Automatisierungskomponenten. Siemens setzt in den intelligenten Ortsnetzstationen überwiegend die gasisolierten Mittelspannungsschaltanlagen 8DJH und 8DJH 36 ein, die mit intelligenten Kurzschluss- und Erdungsschlussrichtungsanzeigern sowie moderner Sensortechnik in ein Smart Grid integriert werden können.

Der Siemens-Sektor Infrastructure & Cities (München) mit rund 87.000 Mitarbeitern bietet nachhaltige Technologien für urbane Ballungsräume und deren Infrastrukturen. Dazu gehören integrierte Mobilitätslösungen, Gebäude- und Sicherheitstechnik, Stromverteilung, Smart-Grid-Applikationen sowie Nieder- und Mittelspannungsprodukte. Der Sektor setzt sich aus den Divisionen Rail Systems, Mobility and Logistics, Low and Medium Voltage, Smart Grid und Building Technologies zusammen. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.siemens.com/infrastructure-cities

Siemens AG
Corporate Communications and Government Affairs
Wittelsbacherplatz 2, 80333 München
Deutschland
Informationsnummer: IC201209.023d

Media Relations: Dietrich Biester
Telefon: +49 911 433-8617
E-Mail: dietrich.biester@siemens.com
Siemens AG
Infrastructure & Cities Sector
Humboldtstr. 59, 90459 Nürnberg

Dietrich Biester | Siemens Infrastructure
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/infrastructure-cities

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

17.10.2017 | Informationstechnologie

Pflanzen gegen Staunässe schützen

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Trends der Umweltbranche auf der Spur

17.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz