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Siemens auf der conhIT 2009: Integrierte IT-Arbeitsabläufe zur Effizienzsteigerung im Krankenhaus

20.04.2009
Auf der diesjährigen Messe conhIT präsentiert Siemens sein umfangreiches Portfolio im Bereich der medizinischen Informationstechnologie.

Dies beinhaltet die Krankenhausinformationssysteme (KIS) Soarian Clinicals, Medico//s und i.s.h.med, das mit einer Reihe neuer, prozessorientierter Module und Funktionen aufwartet. Vorgestellt wird außerdem eine Integration der Radiologie-Lösung Syngo Imaging XS und Medico//s WRAD anhand eines Beispielprozesses in der radiologischen Befundung.

Siemens Healthcare Consulting demonstriert auf dem Consulting-Pavillon in Halle 1.2, wie es Krankenhäuser unter Berücksichtigung prozessualer und IT-relevanter Aspekte bei der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) unterstützt. Abgerundet wird das Healthcare-ITMesseangebot durch eine spezielle Sicherheitslösung für Kliniken, dem zentralen Authentifizierungsdienst ID Center 4.0 von Siemens IT Solutions and Services.

Release EHP4 für i.s.h.med mit innovativem Ergonomiekonzept und neuen Modulen

Das SAP-basierte Krankenhausinformationssystem i.s.h.med von Siemens ist in rund 150 Krankenhäusern in Deutschland als wichtiges Werkzeug zur Planung, Steuerung und Kommunikation von klinischen Abläufen erfolgreich im Einsatz.

In dem neuen Release EHP4 übernimmt i.s.h.med charakteristische Elemente aus der Soarian-Produktlinie von Siemens, deren Design alle Eigenschaften eines innovativen KIS vereint: Smart User Interface, Service Orientierte Architektur (SOA) und aktive Workflow-Unterstützung. Damit wird auch die Produktstrategie „i.s.h.med goes Soarian“ bestätigt. Die Übernahme der ganzheitlichen Produktverantwortung für i.s.h.med durch Siemens zum 1. April 2009 unterstützt dieses Vorhaben. Zuvor lagen Nutzungsund Verwertungsrechte an der Software bei T-Systems in Österreich.

Eine wichtige Neuerung von EHP4 ist das Modul Dokumentationsarbeitsplatz Station (i.s.h.med station), denn hier wurde die Benutzeroberfläche wesentlich verbessert. Mit Einsatz des Moduls werden dem Nutzer nur die Informationen angezeigt, die für ihn zu diesem Zeitpunkt und im Behandlungszusammenhang relevant sind. Darüber hinaus sind seine noch zu erledigenden Aufgaben klar und eindeutig erkennbar und abzuarbeiten. Anstehende Tätigkeiten werden aufgrund von medizinisch indizierten Algorithmen in der aktuellen Situation vorgeschlagen.

Durch i.s.h.med werden die benötigten Informationen zur richtigen Zeit an die beteiligten Akteure geleitet. Die neue Kurvenkomponente (i.s.h.med charting) sorgt dank einer variablen und modularen Darstellung für eine höhere Funktionalität und Bedienerfreundlichkeit als bei den gewohnten Kurven, wie sie üblicherweise in Papierform in Gebrauch sind.

Release c6 für Soarian Clinicals mit aktiver Workflow-Steuerung und neuen Modulen

Das Workflow-Managementsystem Soarian Clinicals von Siemens ist weltweit in rund 250 Krankenhäusern im Einsatz und bietet die Möglichkeit, alle administrativen und klinischen Teilprozesse über Workflow-Events dynamisch zu planen und zu steuern und diese in einer benutzerfreundlichen, intuitiv bedienbaren Oberfläche darzustellen. Wichtige Inhalte von Soarian c6 neben der klinischen Übersicht sind die modular anpassbare Kurvenkomponente und die Erweiterungen in der klinischen Dokumentation für pflegerische wie medizinische Berufsgruppen im Bereich Pflegeprozessmanagement.

Medico//s mit Prozessunterstützung auf allen Ebenen

Das zentrale Instrument zur Unterstützung der administrativen wie klinischen Prozesse bleibt die Arbeitsablaufsteuerung (AAS) des Krankenhausinformationssystems Medico//s, die sich mit geringem Aufwand einführen lässt. Mit ihr gelingt es, individuell Dokumentations- und Kommunikationsprozesse zu automatisieren.

Das Arbeitsprinzip ist einfach: Jeder Prozessschritt, der sich in der Medico//s-Datenbank manifestiert, kann zur Steuerung von Folgeaufgaben genutzt werden. Der Anwender sieht diese Aufgaben in Form strukturierter Arbeitslisten, aus denen er per Doppelklick direkt in die zur Bearbeitung nötige Funktion verzweigen kann. Das Medico//s-Pflegeprozessmanagement setzt die Integration des Pflegeprozesses in die klinischen Arbeitsabläufe mit Fieberkurve, Spezial- und Bilddokumentation, Medikation und LEPIntegration um. Neu hinzugekommen sind jetzt die Einbindung der Arzneimittelverordnungsprüfung, die den Verordnungsprozess online auf Unstimmigkeiten überwacht, und eine Lösung zur strukturierten Erfassung von Pflege-Assessments, das ergebnisorientierte PflegeAssessment AcuteCare (ePA-AC). Außerdem steht ein Tool zur Erstellung eigener Scoring-Vorlagen für die Pflege zur Verfügung.

Höhere Effizienz dank eines durchgängigen Arbeitsablaufs

Einen systemübergreifenden Arbeitsablauf präsentiert Siemens auf Basis seines Krankenhausinformationssystems (KIS) Medico//s, des Radiology Information Systems (RIS) Medico//s WRAD und des Picture Archiving and Communication Systems (PACS) Syngo Imaging XS. Beginnend in der Auftrags- und Befundkommunikation des KIS werden Untersuchungsaufträge an das RIS übergeben, die Bilder der Untersuchung werden im PACS abgelegt und stehen schließlich in der Patientenakte des KIS zusammen mit den Befunden wieder zur Verfügung. Dieser durchgängige Arbeitsablauf ermöglicht Effizienzsteigerungen sowohl auf der Station als auch in der radiologischen Abteilung. Syngo Imaging XS ist eine skalierbare PACSLösung, die Funktionalitäten zur Untersuchungsplanung, Bildbetrachtung und Befundung bietet. Syngo Imaging XS ist einfach zu installieren, benutzerfreundlich und kann leicht erweitert werden – also auch für größere Krankenhäuser geeignet. Neue Funktionalitäten, wie Dicom Structured Reports und Findings Navigator, helfen die Effizienz und Genauigkeit der Bildbetrachtung und der Befundung zu steigern. Darüber hinaus stehen CAD-Ergebnisse (Computer-Aided Detection) jetzt automatisch am Arbeitsplatz Syngo Imaging XS zur Verfügung.

Maßgeschneiderte Lösungen von Siemens Healthcare Consulting

Auf der conhIT zeigt die Einheit Siemens Healthcare Consulting auf dem Consulting-Pavillon in Halle 1.2, wie sie Krankenhäuser bei der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) unterstützt. Siemens Healthcare Consulting liefert Krankenhäusern darüber hinaus Konzepte, trotz steigender Kosten im Gesundheitswesen profitabel arbeiten zu können. Zugeschnitten auf die Bedürfnisse des Krankenhauses werden Maßnahmen geplant, die dabei helfen, die Kosten zu senken. Die Strategie- und Managementkonzepte zielen sowohl auf krankenhausinterne als auch sektorenübergreifende Workflow-Verbesserung und Effizienzsteigerung entlang des gesamten Versorgungskontinuums ab. Insbesondere im Rahmen von IT-Einführungen unterstützt Siemens Healthcare Consulting bei der Optimierung der Prozesse. Darüber hinaus werden individuelle, umfassende und zukunftsweisende IT-Strategien für Krankenhäuser und Gesundheitszentren mit besonderem Fokus auf aktuellste Technologien und papierlose administrative und klinische Prozesse entwickelt.

Authentifizierung des Klinikpersonals über individuelle biometrische Merkmale

Mit dem ID Center 4.0 bietet Siemens IT Solutions and Services eine spezielle Sicherheitslösung für Kliniken. Es handelt sich dabei um einen zentralen Authentifizierungsdienst, der einen einfachen, benutzerfreundlichen und dabei sicheren Zugriff auf Daten ermöglicht und gleichzeitig die Zugriffsrechte auf Systeme und Daten regelt. Zur eindeutigen Authentifizierung des Klinikpersonals können Smart Cards oder individuelle biometrische Merkmale wie Fingerabdruck und Handvenen-Muster eingesetzt werden. Siemens IT Solutions and Services zeigt die technische Anbindung des ID Centers an i.s.h.med und demonstriert den sicheren Datenzugang über das biometrische Merkmal Fingerabdruck. Da die Datenmengen mit zunehmender Digitalisierung rasant anwachsen, besteht für Krankenhäuser eine weitere zentrale Herausforderung darin, mit den eigenen Informationsbeständen effizient umzugehen und diese, den rechtlichen Vorschriften entsprechend, ausreichend zu schützen und sicher zu archivieren.

Siemens IT Solutions and Services unterstützt Kliniken mit seinen Enterprise-Content- Management-Lösungen beim Aufbau einer Langzeitarchivstruktur sowie bei der Daten- und Dokumentenarchivierung.

Der Siemens Healthcare Sector ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen. Das Unternehmen versteht sich als medizinischer Lösungsanbieter mit Kernkompetenzen und Innovationsstärke in diagnostischen und therapeutischen Technologien sowie in der Wissensverarbeitung einschließlich Informationstechnologie und Systemintegration. Mit seinen Akquisitionen in der Labordiagnostik ist Siemens Healthcare das erste integrierte Gesundheitsunternehmen, das Bildgebung und Labordiagnostik, Therapielösungen und medizinische Informationstechnologie miteinander verbindet und um Beratungs- und Serviceleistungen ergänzt. Siemens Healthcare bietet Lösungen für die gesamte Versorgungskette unter einem Dach – von der Prävention und Früherkennung über die Diagnose bis zur Therapie und Nachsorge. Zusätzlich ist Siemens Healthcare der Weltmarktführer bei innovativen Hörgeräten. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 49.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist in über 130 Ländern präsent. Im Geschäftsjahr 2008 (bis 30. September) erzielte Siemens Healthcare einen Umsatz von 11,17 Mrd. € sowie einen Auftragseingang von 11,78 Mrd. €. Das Bereichsergebnis betrug 1,23 Mrd. €.

Florian Gersbach | Siemens Healthcare Sector
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com
http://www.siemens.com/healthcare

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