Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

RENEX 2009 in Istanbul: Internationale Messe für erneuerbare Energien

25.08.2009
Sonnen- und Windenergie in der Türkei auf dem Vormarsch
Verabschiedung des Gesetzes zur Nutzung erneuerbarer Energien im Herbst erwartet

Ein neues Gesetz wird insbesondere der Wind- und Solarenergie in der Türkei noch in diesem Jahr einen enormen wirtschaftlichen Schub geben. Darin werden die Einspeisebeträge besonders für Solarenergie deutlich erhöht. Zurzeit liegt das Gesetz dem türkischen Parlament zur Unterzeichnung vor.

Im Oktober 2009 soll es ratifiziert werden und dann den Markt für Wind- und Solarenergie beflügeln. Dieser Trend ist bereits deutlich im Vorfeld der RENEX 2009, der internationalen Messe für erneuerbare Energien, spürbar. Bei den bisherigen Anmeldungen dominieren eindeutig die Hersteller von Wind- und Solaranlagen.

Die RENEX 2009 wird vom 5. bis zum 8. November im Expo Center Istanbul in der Nähe des internationalen Flughafens ausgerichtet und von der Deutschen Messe Hannover und Hannover-Messe Sodeks Fuarcilik A.S, Istanbul, organisiert. Zur Premiere werden rund 200 Aussteller erwartet, darunter führende türkische Hersteller wie Isisan Isitma, Baymak, Form Temiz Enerji, Ezinç Metal, Merk Solar, Solen Solar, Fentek sowie internationale Anbieter aus Deutschland, Italien, Spanien, Schweiz, China, Kanada, Großbritannien und Griechenland.

Neben den Herstellern von Solar- und Windkraftanlagen werden Anbieter aus den Bereichen Geothermie, Wasserver- und -entsorgung, Recycling- und Umwelttechnologien, Warmwassergewinnung sowie Biotreibstoffe auf der RENEX vertreten sein.

Großes Potenzial für Solarenergie

Solarenergie ist in der Türkei seit langem bekannt. Bislang wurde sie allerdings hauptsächlich in Privathaushalten und Hotelanlagen im Wesentlichen für die Warmwasseraufbereitung genutzt. Große Photovoltaikanlagen gab es in der Türkei wenige, obwohl die Bedingungen für die Nutzung von Sonnenenergie aufgrund der geographischen Lage sehr gut sind. Nach Angaben des staatlichen Instituts für Studien zur Elektrizitätserzeugung (Elektrik Isleri Etüt Idaresi, EIE) liegt das Potenzial für Elektrizität aus Sonnenenergie bei jährlich rund 380 Milliarden kWh. Sollten die Einspeisesätze - wie im neuen Gesetz vorgesehen - steigen, wird dies enorme Investitionen nach sich ziehen.

Windenergie für die Küstenregion

Die erste Windkraftanlage wurde 1998 in der Türkei in Betrieb genommen. Studien zufolge eignen sich insbesondere die Küstenregionen für große Windkraftanlagen. Ein von EIE erarbeiteter Windenergie-Potenzial-Atlas für die Türkei weist die günstigsten Standorte an der nördlichen Ägäisküste, der Marmara-Region und der westlichen Schwarzmeerküste aus.

Die mögliche Produktionskapazität wird auf 80 000 MW beziffert, derzeit sind allerdings lediglich 146 MW installiert, sodass auch hier ein hoher Investitionsbedarf besteht. Die großen Hersteller von Windkraftanlagen haben dieses Potenzial längst erkannt und sind vielfach bereits in der Türkei aktiv.

Brigitte Mahnken-Brandhorst | Deutsche Messe
Weitere Informationen:
http://www.hannovermesse.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Infrarotkamera für die Metallindustrie bis 2000 °C
28.04.2017 | Optris GmbH

nachricht ZMP 2017 – Latenzzeitmesseinrichtung für moderne elektronische Zähler
27.04.2017 | Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie