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RehaCare 2011: FZI zeigt fünf Beispiele zur Pflegeunterstützung und für selbständiges Leben im Alter

23.08.2011
Vom 21. bis 24. September 2011 stellt das FZI Forschungszentrum Informatik Karlsruhe auf der RehaCare 2011 in Düsseldorf, Halle 3, Stand H60, aktuelle Anwendungsforschung und Projektergebnisse zum „Ambient Assisted Living“ (AAL) vor / Innovative Assistenzsysteme unterstützen selbständiges Leben im Alter und helfen bei der Pflege / Besucherinnen und Besucher können sich über die neuesten Entwicklungen und Technologien aus fünf AAL- Forschungsprojekten informieren

Etwa 2 Mio. Pflegebedürftige gibt es heute in Deutschland. Der demographische Wandel wird ihre Anzahl in Zukunft weiter ansteigen lassen, eine Herausforderung nicht nur für die unmittelbar Betroffenen, sondern für die gesamte Gesellschaft.

Am FZI Forschungszentrum Informatik in Karlsruhe arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fachübergreifend an der Entwicklung innovativer Assistenzsysteme, die älteren Menschen und Menschen mit körperlichen oder kognitiven Einschränkungen lange eine selbständige Lebensführung in den eigenen vier Wänden ermöglichen und bei ambulanter Pflege den betreuten Menschen, ihren Angehörigen sowie externen Pflegekräften den Pflegealltag erleichtern.

Auf der RehaCare 2011 vom 21. bis zum 24. September in Düsseldorf stellt das FZI in Halle 3, Stand H60 zu diesem „Ambient Assisted Living“ (AAL) genannten Forschungsfeld fünf Projekte vor, in denen Voraussetzungen erforscht und aus den Erkenntnissen innovative Anwendungslösungen entwickelt werden. Der Messestand ist dem FZI Living Lab Ambient Assisted Living nachempfunden und gibt mit zahlreichen Beispielen Einblick in die aktuelle Forschung und Entwicklung am FZI in diesem Themenbereich.

Alumin – Altersgerechte Unterhaltung, Motivation und Interaktion
Über das vertraute Fernsehgerät werden in diesem Forschungs- und Entwicklungsprojekt die neuen Kommunikationsmöglichkeiten des Internets (eMail, Informationsbeschaffung, Videotelefonie etc.) älteren Menschen zugänglich gemacht. Es wird auch untersucht, inwieweit Spiele, Trainingsprogramme und Assistenzfunktionen über den Fernseher bedient und unterstützt werden können.
easyCare – Unterstützung für Angehörige von Pflegepatienten
easyCare gehört zu den 18 Forschungsprojekten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), die seit 2008 unter dem Titel „Altersgerechte Assistenzsysteme für ein gesundes und unabhängiges Leben“ gefördert werden. Die easyCare-Service-Plattform ist ein Service-Netzwerk aus sich ergänzenden Dienstleistungen, die mittels innovativer Technologien die breite Masse der pflegenden Angehörigen erreichen soll. Die Plattform gliedert sich in drei Bereiche:

Webportal: Ein Internetportal stellt pflegenden Angehörigen bedarfsgerechte Informationen zur Verfügung und erleichtert die Pflegearbeit durch Anleitung und Dienstleistungen.

Pflegeberatung: Beratungs- und Servicedienste ergänzen das Webportal, indem sie pflegende Angehörige unterstützen, die keinen Internetzugang haben oder sich in einer komplexen Situation befinden und ein persönliches Beratungsgespräch wünschen. Die easyCare-Pflegeberater arbeiten hierbei mit der CareCM-Software, die das Fallmanagement insgesamt unterstützt und verbessert.

Häusliche Assistenzsysteme: Die Monitoring-Dienste bieten auf Basis klassischer Gebäudeautomatisierungstechnologien und der OpenAAL-Software neue Betreuungsservices, z. B. zur Erkennung von Notfällen und Gefährdungssituationen im häuslichen Umfeld.

OptimAAL – 100 Haushalte testen innovative Assistenztechnologien

Im Rahmen von OptimAAL führt das FZI eine Pilotstudie mit 100 Testhaushalten durch, bei der mit Haussensoren (Bewegungs- und Kontaktsensoren) sowie mit speziell ausgerüsteten Stromzählern die Alltagsaktivitäten im häuslichen Umfeld erfasst werden. So sollen die Auswirkungen gesundheitlicher Einschränkungen auf die Alltagsaktivitäten ermittelt werden, um später eventuell aus der Nutzung elektrischer Geräte und der Bewegung der Menschen in ihren Wohnräumen auf den aktuellen Gesundheitszustand schließen zu können.

MS Nurses – Pervasive Computing bei der Behandlung und Therapie von Multiple-Sklerose-Patienten

In einem interdisziplinären Ansatz wird der klinische Einsatz von Activity-Monitoring-Systemen für MS-Patienten im Hinblick auf medizinische, sozio-technische und ökonomische Aspekte evaluiert. Die Ergebnisse aus dieser Studie sollen als Ausgangsbasis für den breiten Einsatz innovativer Technologien in der medizinischen Aktivitätsanalyse dienen und dazu beitragen, neue Erkenntnisse über die Anwendung des Pervasive Computing in der Medizin zu gewinnen.

CareCM – Customer Relationship Management für die Sozialwirtschaft

CareCM –„Care and Case Manager" – ist eine Softwarelösung, die Mitarbeiter und Organisationen in Fallmanagement und Beratungstätigkeiten effektiv begleitet, darüber hinaus die Netzwerkarbeit unterstützt und so für Effizienz, Transparenz, Prozesstreue sowie eine klare Dokumentation sorgt. Durch den einfachen, modularen Aufbau der Software kann diese in kurzer Zeit an neue Anforderungen angepasst und als Cloud-basierte Lösung in vielen Anwendungsfeldern der Sozialwirtschaft eingesetzt werden. Die Software ist prozessorientiert und anwenderfreundlich und bezieht Personen mit Rat- und Hilfebedarfen – unter Berücksichtigung des Empowerment-Ansatzes – als Zentrum eines Falles aktiv mit ein.

Das Ziel der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Forschungsfeld AAL ist es, Menschen durch intelligente technische und organisatorische Lösungen bei der selbständigen Lebensführung zu unterstützen. Beispiele für solche Assistenzsysteme sind Systeme zur Erkennung von Gefahrensituationen, wie z. B. Stürzen, oder Erinnerungssysteme für die Medikamenteneinnahme.

Das FZI bietet mit seinen breitgefächerten Kompetenzen in Schlüsselbereichen wie Sensorik und Vernetzung, Medizintechnik, Textile Integration, Telematik, Kontext-sensitive Systeme oder Prozess- und Geschäftsmodellierung ein einzigartiges Angebot für die AAL-Forschung.

Pressevertreter sind herzlich eingeladen, sich am Messestand H60 in Halle 3 über die aktuellen Projekte des FZI zu informieren.

Weitere Informationen
FZI Forschungszentrum Informatik
Haid-und-Neu-Str. 10-14, 76131 Karlsruhe
Ansprechpartnerin: Johanna Barsch, FZI Corporate Communications and Media
Telefon:+49 721 9654-904
E-Mail: barsch@fzi.de
Internet: http://www.fzi.de
Vera Münch PR+TEXTE
Telefon: +49 5121 82613 mobil: +49 171 3825545
E-Mail: muench@fzi.de
Über das FZI Forschungszentrum Informatik
Das FZI ist eine Einrichtung des Landes Baden-Württemberg und der ehemaligen Universität Karlsruhe (TH), jetzt Karlsruher Institut für Technologie (KIT), in der Rechtsform einer gemeinnützigen Stiftung bürgerlichen Rechts. Es hat die Aufgabe, die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Informationstechnologie aus Informatik, Ingenieurwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen verfügbar zu machen. In Kooperationsprojekten und in Auftragsforschung entwickelt das FZI für seine Geschäftspartner Konzepte für betriebliche Organisationsaufgaben sowie Software- und Systemlösungen und setzt diese in innovative Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsprozesse um. Wissenschaftliche Exzellenz und Interdisziplinarität sind in der Organisation verankert: Für den Technologietransfer engagieren sich zur Zeit am FZI 19 Professoren des KIT, darunter eine Professorin und ein Professor, der in Tübingen lehrt. Sie erforschen in verschiedenen Disziplinen Informatik und ihre Anwendungen. Das FZI ist Innovationspartner des KIT, das aus dem Zusammenschluss der Universität Karlsruhe (TH) mit dem Forschungszentrum Karlsruhe (FZK) entstanden ist.

Vera Münch | idw
Weitere Informationen:
http://www.fzi.de

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