Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

photokina 2014 - Optimaler Weißabgleich bei Mischlicht

11.09.2014

In Kooperation mit der Leica Camera AG präsentieren Studierende des Masterstudiengangs Medientechnologie der Fachhochschule Köln auf der photokina 2014 eine Neuentwicklung: den lokalen Weißabgleich für Digitalkameras.

Die Konzeptstudie zeigt, wie sich der Weißabgleich bei Mischlicht optimieren lässt, um ein Foto neutral abgeglichen darzustellen. Vom 16. bis 21. September können die Besucherinnen und Besucher den lokalen Weißabgleich auf dem Leica-Stand testen (Halle 1).

Im Gegensatz zu anderen laufenden Untersuchungen, bei denen ein optimierter Weißabgleich bei Mischlicht in der Bildnachbearbeitung erfolgen soll, haben die fünf Studierenden eine Lösung direkt für die Bildaufnahme entwickelt (Leitung: Prof. Dr. Gregor Fischer, Fakultät für Informations-, Medien- und Elektrotechnik).

Derzeit erfolgt der Weißabgleich in den Kameras global und auf Basis einer Lichtfarbe. Sobald allerdings verschiedene Lichtquellen mit unterschiedlichen Lichtfarben ein Bildmotiv beleuchten, führt das zu Problemen: Der Kamerasensor errechnet einen ungenauen Mittelwert. Oder er entscheidet sich nur für eine Lichtfarbe zur Bestimmung des Weißabgleichs. Das heißt, Licht und Farben weichen von der Realität ab.

Der lokale Weißabgleich kann das ändern. Dazu wird bei der Aufnahme ein Polfilter verwendet. Die Szene wird zwei Mal fotografiert, zwischen der ersten und der zweiten Aufnahme wird der Polfilter um 90 Grad gedreht. Über ein Differenzbild der beiden Aufnahmen kann anschließend die beleuchtende Lichtfarbe von der Objektfarbe getrennt werden; die Lichtfarbe wird so lokal detektiert. „Dadurch entsteht ein Bild mit idealem Weißabgleich“, so Prof. Dr. Gregor Fischer.

Das Verfahren des lokalen Weißabgleichs ist nicht nur für die professionelle Fotografie interessant: zum Beispiel in Licht-und-Schatten-Situationen kann die Kamera bessere Ergebnisse erzielen. Auch im HDRI-Bereich (High Dynamic Range Imaging), in dem große Helligkeitsunterschiede detailreich wiedergegeben werden, trifft die Entwicklung der Studierenden bereits auf erste Interessenten aus der Industrie. Professor Fischer: „Wie sich die Technik direkt auf dem Kamerasensor integrieren lässt, müssen wir in einem der nächsten Forschungsschritte prüfen.“

Die Fachhochschule Köln ist die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Deutschland. Mehr als 22.600 Studierende werden von rund 420 Professorinnen und Professoren unterrichtet. Das Angebot der elf Fakultäten und des ITT umfasst mehr als 80 Studiengänge aus den Ingenieur-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften und den Angewandten Naturwissenschaften.

Die Fachhochschule Köln ist Vollmitglied in der Vereinigung Europäischer Universitäten (EUA), sie gehört dem Fachhochschulverband UAS 7 und der Innovationsallianz der nordrhein-westfälischen Hochschulen an. Die Hochschule ist zudem eine nach den europäischen Öko-Management-Richtlinien EMAS und ISO 14001 geprüfte umweltorientierte Einrichtung und als familiengerechte Hochschule zertifiziert.

Derzeit studieren 2.500 Studierende an der Fakultät für Informations-, Medien- und Elektrotechnik in insgesamt neun Studiengängen. Sie gehört zu den drittmittelstärksten Fakultäten der Fachhochschule Köln. Die fünf Institute der Fakultät lehren und forschen zur Angewandten Optik und Elektronik, zur Automatisierungs- und Nachrichtentechnik, zur elektrischen Energietechnik sowie zu Medien- und Phototechnik.

Kontakte für die Medien
Fachhochschule Köln
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Monika Probst
02 21 / 82 75 - 39 48
pressestelle@fh-koeln.de

Weitere Informationen:

http://www.fh-koeln.de
http://www.facebook.de/fhkoeln
http://www.twitter.com/fhkoeln

Petra Schmidt-Bentum | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht COMPAMED 2017 zeigte neue Fertigungsverfahren für individualisierte Produkte
06.12.2017 | IVAM Fachverband für Mikrotechnik

nachricht Schlanke Motorsteuergeräte schaffen Platz im Schaltschrank erweitert RiLine Compact - Portfolio
30.11.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rest-Spannung trotz Megabeben

13.12.2017 | Geowissenschaften

Computermodell weist den Weg zu effektiven Kombinationstherapien bei Darmkrebs

13.12.2017 | Medizin Gesundheit

Winzige Weltenbummler: In Arktis und Antarktis leben die gleichen Bakterien

13.12.2017 | Geowissenschaften