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Pflege im XXL-Format

06.09.2011
Betten und Rollstühle sind zu klein, Blutdruckmanschetten zu eng, Matratzen nicht tragfähig genug: Die Pflege einer zunehmenden Zahl von Patienten mit starkem Übergewicht beziehungsweise Adipositas erfordert eine spezielle Ausstattung in Krankenhäusern und Pflegeinrichtungen.

Erstmals zeigt die PFLEGE + HOMECARE LEIPZIG deshalb eine Sonderschau mit XXL-Produkten, darunter Pflegebetten und Transferhilfen. Außerdem widmet sich der Workshop "Das Krankheitsbild Adipositas als Herausforderung in der Pflege" am 28. September 2011 dem Thema.

"In den nächsten zehn Jahren wird eine Verdopplung der Zahl übergewichtiger Patienten erwartet. Die Weltgesundheitsorganisation WHO spricht bei Adipositas bereits von der Epidemie des 21. Jahrhunderts", sagt Uwe Gabler, Geschäftsführer von SizeWise Rentals Deutschland. Das Unternehmen vermietet bundesweit medizinisches XXL-Equipment. "Wir verzeichnen Umsatzzuwächse von zehn bis 20 Prozent im Jahr."

Fallzahlen und Gewicht steigen

Dabei beobachtet SizeWise-Chef Gabler nicht nur eine Zunahme der Fallzahlen, das Gewicht steige ebenfalls an. So gäbe es heute bereits einzelne Patienten, die 350 Kilogramm auf die Waage brächten. Die meisten Krankenhäuser hätten aber weder Geld noch Platz, eine dem-entsprechend maßgeschneiderte Ausstattung dauerhaft anzuschaffen:

"Ein normales Krankenbett kostet zwischen 2.000 und 3.000 Euro. Eine Schwerlastvariante, die bis zu 450 Kilo tragen kann, schlägt schon mit 10.000 bis 15.000 Euro zu Buche", erklärt Gabler. Die Möbel inklusive der nötigen Hebevorrichtungen seien außerdem sperrig und hätten meist nur in Einzelzimmern Platz. In den USA, wo laut Harvard School of Public Health bereits knapp ein Drittel der Erwachsenen an Adiposi-tas leidet, richten die Krankenhäuser deshalb Extraräume für diese Patientengruppe ein. In Deutschland dagegen würden Mietmodelle klar bevorzugt, berichtet Gabler.

Verantwortung gegenüber Patienten und Personal

"Adipositas-Patienten werden häufig mit anderen Diagnosen wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Beschwerden eingeliefert. Die Kosten für eine Spezialausstattung sind in diesen Behandlungspauschalen der gesetzlichen Krankenkassen nicht enthalten", weiß Uwe Gabler. Deshalb müssten die Krankenhäuser in Einzelverhandlungen treten. Trotz dieser Probleme sei es wenig hilfreich, auf entsprechende Investitionen zu verzichten und zwei Betten zum Beispiel mittels Kabelbindern zu "vergrößern". Dies berge die Gefahr von Unfällen für die Patienten.

Zudem tragen die Häuser Verantwortung für ihr Personal, unterstreicht
Gabler: "Ohne Hilfsmittel wie Schwerlastbetten mit elektrischem Antrieb oder Schwerlasthebevorrichtungen wird die Gesundheit des Pflegepersonals bei Betreuung und Transport stark übergewichtiger Patienten belastet. Bereits heute klagen die Pflegedirektionen über hohe Ausfallzeiten, unter anderem aufgrund von Rückenleiden."

Über die PFLEGE + HOMECARE LEIPZIG 2011

Die Fachmesse ist die einzige Fachveranstaltung in Deutschland, die alle Kernbereiche der professionellen Pflege, Betreuung und Homecare-Versorgung gleichwertig anspricht. Mit der Kombination aus Fachmesse und Kongress bietet die PFLEGE + HOMECARE LEIPZIG für Management und Fachpersonal den wichtigsten Branchentreff im Herbst.

Der begleitende Kongress gehört zu den größten Fortbildungsveranstaltungen des Gesundheitswesens in Deutschland.

2.100 Kongressteilnehmer nutzten 2009 das Angebot von mehr als 100 Veranstaltungen mit 250 Referenten. 311 Produktanbieter, Dienstleister sowie Verbände und Institute präsentierten sich in der Fachausstellung

Pressekontakt:
Maren Lesche, Pressereferentin der Leipziger Messe GmbH
Telefon: +49 (0)341 / 678 81 88
Telefax: +49 (0)341 / 678 81 82
E-Mail: m.lesche@leipziger-messe.de

Maren Lesche | Leipziger Messe GmbH
Weitere Informationen:
http://www.leipziger-messe.de

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