Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Online mit dem Fernseher

27.08.2010
Bequem auf dem Sofa sitzen und über den Fernseher Video- oder Nachrichtenportale im Internet aufrufen? Wie das funktioniert zeigen Entwickler des Fraunhofer-Instituts für Offene Kommunikationsysteme FOKUS auf der Internationalen Funkausstellung IFA 2010 in Berlin (3. bis 8.9.) Halle 8.1 TecWatch.

Immer mehr Menschen wollen den Komfort des Fernsehers mit einem Zugriff auf das Internet verknüpfen. Sei es um in Mediatheken zu stöbern, Video- oder Nachrichtenportale zu nutzen oder im Netz die verpasste Folge der Lieblingsserie zu finden und sie gleich auf dem TV-Bildschirm laufen lassen zu können.

Geräte, die einen solchen Medienkonsum ermöglichen, kommen verstärkt auf den Markt. Ein Nachteil beim Surfen via Fernseher ist, dass die Inhalte auf das jeweilige Endgerät angepasst sein müssen. Das heißt, der Hersteller bestimmt, welche Inhalte in sein Portal kommen und welche technischen Voraussetzungen dafür zu erfüllen sind. Für Content-Anbieter bedeutet das, sie müssen jeweils die Anforderungen der unterschiedlichen Portale erfüllen und ihre Inhalte entsprechend aufbereiten.

Der Endkunde wiederum sieht sich einer Vielzahl von Geräten und Technologien gegenüber. Das macht die Kaufentscheidung für einen neuen Fernseher noch komplizierter. Denn zu Ästhetik und Preis kommen Überlegungen hinzu wie: Welche Internet-Inhalte kann ich empfangen? Wie komfortabel kann ich darauf zugreifen?

Gemeinsam mit der NetRange MMH GmbH haben die Entwickler von FOKUS ein White Label Portal erstellt. Basis ist CE-HTML, eine Formatsprache mit der Web-Inhalte für Unterhaltungselektronik beschrieben werden. »Wir nutzen diese Technologien so, dass es ohne großen Aufwand möglich ist, Inhalte aufzubereiten, die sich für unterschiedliche Portale auf unterschiedlichen Fernsehgeräten nutzen lassen«, erklärt Robert Seeliger von FOKUS. Anhand des Geräte unabhängigen White Label Portals zeigt FOKUS wie sich Internetanwendungen, unabhängig vom Gerätehersteller, auf dem Fernsehbildschirm auswählen, aktivieren und nutzen lassen.

Über den Fernseher das Auto anmelden
Mit internettauglichen Fernsehern ist es künftig auch möglich Verwaltungsvorgänge vom Wohnzimmersessel aus abzuwickeln – mit Hilfe des neuen Personalausweises, der am 1. November 2010 eingeführt wird. FOKUS betreibt im Auftrag des Bundesministeriums des Innern das Test- und Demonstrationszentrum für den neuen Personalausweis. Dort haben zukünftige Anwender aus Verwaltung und Industrie die Möglichkeit, Dienste und Funktionen zu prüfen.

Auf der IFA präsentieren die Entwickler von FOKUS, wie sich der neue Personalausweis im Zusammenspiel mit einem TV-Gerät und einer Set-Top-Box verwenden lässt: Um zum Beispiel altersbeschränkte Inhalte anzuschauen, können die Inhaber ihr Alter sicher und vertrauenswürdig nachweisen. Beim Online-Shopping hilft der Ausweis dabei, die Adresse korrekt und sicher zu übermitteln. Sogar den Weg zur Kfz-Zulassungsstelle wird überflüssig. Mit der eID-Funktion des neuen Personalausweises können sich die Bürgerinnen und Bürger sicher elektronisch ausweisen und die Zulassung des Fahrzeugs über das Anmeldeportal beantragen. In Berlin wurden alle technischen Voraussetzungen für die elektronische Kfz-Zulassung bereits geschaffen. Auch eher organisatorische Fragen zum Beispiel: Wie kommt der neue Wageninhaber an die Nummernschilder oder wie ist bei Ummeldung die Vorlage des Fahrzeugbriefs geregelt sind noch nicht geklärt. Ab dem 1. November können Bürger der Bundeshauptstadt, die einen neuen Personalausweis besitzen, die Dienstleistung nutzen – zunächst allerdings nur in den Autohäusern der Mercedes Benz Niederlassung Berlin.

Robert Seeliger | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.fraunhofer.de/veranstaltungen-messen/ifa-2010/index.jsp
http://www.fraunhofer.de/presse/presseinformationen/2010/08/online-mit-dem-fernseher.jsp

Weitere Berichte zu: FOKUS Fernseher IFA Nachrichtenportale Online Broker Personalausweis Video

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht »Lasertechnik Live« auf dem International Laser Technology Congress AKL’18 in Aachen
23.02.2018 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Empa zeigt «Tankstelle der Zukunft»
23.02.2018 | Empa - Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics