Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017

Im Auftrag eines chinesischen Produzenten entwickelt das Potsdamer Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit drei deutschen Firmen eine OLED-Produktionsanlage für den Standort China. Die vier Entwicklungspartner haben sich zu dem Konsortium GOTA – German OLED Technology Alliance – zusammengeschlossen, um Materialien und Technologien für die gedruckte Elektronik sowie den Maschinenbau unter einem Dach zu entwickeln. Auf der internationalen Fachmesse für gedruckte Elektronik LOPEC in München vom 29. bis 30. März 2017 präsentiert das Fraunhofer IAP sein Know-how im Bereich der gedruckten Elektronik.

GOTA auf der LOPEC: Halle B0 | Fraunhofer IAP: Stand 203 | Notion GmbH: Stand 200 | MBraun Inertgas-Systeme GmbH: Stand 202 | Von Ardenne GmbH: Stand 210


Pilotanlage für gedruckte organische Elektronik des Fraunhofer IAP in Potsdam-Golm.

© Fraunhofer IAP, Foto: Till Budde


German OLED Technology Alliance, GOTA

Die neue Produktionsanlage soll künftig organische Leuchtdioden (OLEDs), für eine Spezialanwendung in hoher Auflage drucken können. Die Vorarbeiten für die neue Produktionsanlage führen die Partner in Deutschland durch. Dafür ist Expertenwissen aus verschiedenen Bereichen notwendig, z. B. Anlagentechnik für Reinraumbedingungen, Inertgastechnik, Tintenstrahldruck und Vakuumabscheidung.

Das Fraunhofer IAP übernimmt dabei die Entwicklung der druckbaren OLED-Materialien sowie der OLED-Module. Auf der hauseigenen Pilotanlage für organische Elektronik in Potsdam-Golm werden die Prozesse zur Herstellung der OLED-Anwendung entwickelt.

»Als GOTA sind wir in der Lage, eine in sich komplett abgestimmte Produktionsanlage für OLED-Anwendungen auf dem Markt anzubieten. Das Fraunhofer IAP schließt dabei die Lücke zwischen den Anforderungen des Kunden und den Herausforderungen, die der Maschinenbau mit sich bringt. Im Allgemeinen sind Maschinenbauer nämlich nicht darauf ausgerichtet, Prozesse zu entwickeln«, erklärt Dr. Armin Wedel, OLED-Experte und Forschungsbereichsleiter am Fraunhofer IAP.

Die Basisprozesse wurden auf der Potsdamer Pilotanlage des IAP bereits entwickelt. In den kommenden sechs Monaten werden die Prozesse auf die Produktionsanlage übertragen, die von der Firma MBraun gerade in München aufgebaut wird. Hier werden alle Komponenten der Partner vereint.

Dieser Vorgang erfordert eine intensive Zusammenarbeit der GOTA-Partner vor Ort. Im Anschluss wird die Anlage an ihren Bestimmungsort nach China verschifft und dort wieder aufgebaut. Das Team um Dr. Wedel wird auch hier vor Ort sein, um die Anlage in Betrieb zu nehmen.

Auf der internationalen Fachmesse für gedruckte Elektronik LOPEC präsentieren sich alle vier GOTA-Partner in Halle B0. Das Fraunhofer IAP stellt neben OLED-Modulen auch organische Solarzellen auf flexiblen und festen Substraten aus.


Das Fraunhofer IAP in der German OLED Technology Alliance, GOTA

In enger Zusammenarbeit mit den Maschinenherstellern MBraun Inertgas-Systeme GmbH in München, Notion GmbH in Schwetzingen und der ARDENNE GmbH in Dresden, entwickelt das Fraunhofer IAP Prozesse und Materialien für zukünftige OLED-Produktionsanlagen. Die vier Partner haben sich zur OLED Technology Alliance GOTA zusammengeschlossen, um auf dem Markt komplette OLED-Produktionsanlagen anzubieten.

Das Fraunhofer IAP ist seit 20 Jahren in der organischen elektronischen Forschung tätig und konzentriert sich auf lösungsverarbeitete Devices mit Anwendungen in OLEDs, OTFT, OPV, Perowskit-Solarzellen, Sensoren und Aktoren. In einem großen Reinraum stehen mehrere Verarbeitungstechniken zur Verfügung, vom Spin Coating zur Materialevaluation in Laborgeräten bis hin zu fortgeschrittenen Verarbeitungstechniken wie dem Inkjet-Druck und dem High-precision-slot-die-coating auf einer robotergesteuerten S2S-Fertigungspilotlinie für Größen bis zu 150 mm x 150 mm einschließlich unterschiedlicher Verdampfungs- und Verkapselungstechniken.


Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP

Das Fraunhofer IAP in Potsdam-Golm ist spezialisiert auf Forschung und Entwicklung von Polymeranwendungen. Es unterstützt Unternehmen und Partner bei der maßgeschneiderten Entwicklung und Optimierung von innovativen und nachhaltigen Materialien, Prozesshilfsmitteln und Verfahren. Neben der umweltschonenden, wirtschaftlichen Herstellung und Verarbeitung von Polymeren im Labor- und Pilotanlagenmaßstab bietet das Institut auch die Charakterisierung von Polymeren an. Synthetische Polymere auf Erdölbasis stehen ebenso im Fokus der Arbeiten wie Biopolymere und biobasierte Polymere aus nachwachsenden Rohstoffen. Die Anwendungsfelder sind vielfältig: Sie reichen von Biotechnologie, Medizin, Pharmazie und Kosmetik über Elektronik und Optik bis hin zu Anwendungen in der Verpackungs-, Umwelt- und Abwassertechnik oder der Automobil-, Papier-, Bau- und Lackindustrie. | Leitung: Prof. Dr. Alexander Böker

Weitere Informationen:

http://www.iap.fraunhofer.de/de/Pressemitteilungen/2017/oled-produktionsanlage.h...

Dr. Sandra Mehlhase | Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht IHP präsentiert sich auf der productronica 2017
17.11.2017 | IHP - Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik

nachricht Rittal auf der Messe "Meer Kontakte": IT sicher und platzsparend an Bord
08.11.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte