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OLED und CMOS - Dresdner Nano-Experten präsentieren innovative Technologien auf der Nanofair 2010

16.06.2010
Wenn vom 6. bis 7. Juli 2010 die internationale Nanotechnologie-Community zur Konferenz „Nanofair 2010" in Dresden zusammenkommt, stehen auch die lokalen Forscher und ihre innovativen Technologien im Mittelpunkt. Immerhin ist die Dresdner Nanotechnologielandschaft für ihre Vielfältigkeit und Fruchtbarkeit bekannt.

"In Deutschland gibt es nur wenige Standorte, die in den vergangenen zehn Jahren eine ähnliche Entwicklungsdynamik in der Nanotechnologie aufzuweisen haben. Das herausragende Dresdner Know-how ist Nukleus vieler Anwendungen. Dresdner Trendtechnologien in den Bereichen neue Werkstoffe sowie dünne beziehungsweise Nano-Schichten bilden die Grundlage für Innovationen in- und ausländischer Unternehmen und Forschungseinrichtungen", so Birgit Monßen, Amtsleiterin der Dresdner Wirtschaftsförderung.

Trendtechnologie OLED

Organische Elektronik ist eine dieser Trendtechnologien und zugleich weltweit wachsender Zukunftsmarkt. In der Region Dresden hat sich Europas führendes Organik-Cluster entwickelt. Die ansässigen Firmen decken die vollständige Wertschöpfungskette ab: von der Forschung bis zum fertigen Produkt.

Motor des Netzwerkes „Organic Electronics Saxony" ist die Novaled AG Dresden. Das Unternehmen ist weltweit führender Spezialist für hocheffiziente OLED-Strukturen mit langer Lebensdauer und verfügt über mehr als 400 Patente dazu. OLEDs (Organic Light-Emitting Diodes) sind Leuchtdioden, die aus organischen Materialen bestehen, zum Beispiel aus kleinen Molekülen oder Polymeren. Gegenwärtig werden sie vor allem in Displays von MP3-Playern, Handys und Smartphones eingesetzt. Das Anwendungsspektrum reicht über Bildschirme hinaus bis zu neuartigen Beleuchtungssystemen. Jan Blochwitz-Nimoth, Forschungsleiter von Novaled, wird zur „Nanofair 2010" Werkstoffanforderungen für OLEDs und organische Solarzellen vorstellen.

Nanoschichtsysteme für die Chip-Industrie

Die Mikro- und speziell die Nano-Elektronik leben von und durch exakteste Nanoschichtsysteme. In Dresden, dem bedeutendstem europäischen Mikroelektronikstandort, dürfen deshalb die Dresdner Chip-Experten nicht fehlen.

Das Nanoelectronic Materials Laboratory gGmbH Dresden, kurz NaMLab genannt, arbeitet in enger räumlicher Nähe zu den Mikroelektronik-Forschern der TU Dresden und den Halbleiterkonzernen. Schwerpunkt ist die Untersuchung von neuen nanoelektronischen Materialien und Materialsystemen für Technologien mit Strukturgrößen von unter 30 Nanometern. Diese Strukturgrößen werden die Herstellung nanoelektronischer Produkte in etwa sieben bis zehn Jahren bestimmen. Thomas Mikolajick ist Direktor des NaMLaB und verfügt über langjährige Erfahrungen in Forschungseinrichtungen sowie in führenden Halbleiterkonzernen. Er wird die Arbeiten seines Instituts vorstellen. Im Mittelpunkt stehen dabei neue Feldeffekttransistoren, die auf Silizium-Nanodrähten basieren.

CMOS für digitale Schaltkreise

CMOS (Complementary Metal Oxide Semiconductor) sind als Elektronik-Basisbausteine aus dem Alltag gar nicht mehr wegzudenken. Sie dienen zu Herstellung digitaler Schaltkreise, welche in allen Bereichen der Elektronik, etwa in Autos, eingesetzt werden. Um ihre Leistungsfähigkeit weiter zu steigern, stehen die Forscher und Unternehmen vor beträchtlichen Herausforderungen.

Manfred Horstmann von Globalfoundries Dresden wird Trends und Lösungsansätze für den Einsatz neuer Werkstoffe vorstellen. Globalfoundries betreibt in Dresden seine Leitfabrik. Aufgrund ihrer weltweit führenden Technologien spielt die Dresdner „Fab 1" eine Schlüsselrolle im Unternehmen. Für das Jahr 2010 sind umfangreiche Neuinvestitionen in Dresden geplant.

Über die „Nanofair 2010"

Die „Nanofair 2010" wird vom Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS Dresden organisiert. Sie steht unter dem Motto „New Ideas for Industry". Partner des Veranstalters sind das Amt für Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Dresden, das VDI-Kompetenzfeld Nanotechnik, das Nanotechnologie-Kompetenzzentrum Ultradünne funktionale Schichten, Nanomat Karlsruhe sowie das Forschungszentrum Karlsruhe.

Weitere Informationen stehen im Internet unter www.nanofair.com zur Verfügung.

Ihre Ansprechpartner für weitere Informationen:

Landeshauptstadt Dresden
Amt für Wirtschaftsförderung
Sabine Lettau-Tischel
Telefon +49 351 / 488 27 29
E-Mail slettau-tischel@dresden.de
Nanotechnologie-Kompetenzzentrum „Ultradünne funktionale Schichten“
c/o. Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS Dresden
Dr. Ralf Jäckel
Telefon +49 351 / 83391-3444
Fax +49 351 / 83391-3300
E-Mail ralf.jaeckel@iws.fraunhofer.de

Dr. Ralf Jaeckel | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.nanofair.com
http://www.nanotechnology.de
http://www.iws.fraunhofer.de

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