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Ökolandbauforschung des Julius Kühn-Instituts auf BioFach 2010

16.02.2010
Wissenschaftler präsentieren vom 17.-20.02. Arbeiten zur Geschmacksvielfalt von Möhren, zu widerstandsfähigen Rebsorten und zum Pflanzen- und Vorratsschutz im Ökolandbau

Auf der BioFach-Messe in Nürnberg, die morgen startet, dreht sich alles um ökologische Produkte. Die Wissenschaftler des Julius Kühn-Instituts (JKI) tragen ihr Scherflein dazu bei, dass ökologisch angebautes Gemüse, Obst und Getreide vor und nach der Ernte nicht von Schädlingen vernichtet oder durch Krankheiten zerstört wird.

So züchten sie widerstandsfähige Rebsorten, die weniger Pflanzenschutzmittel benötigen, analysieren die Aromen von Biomöhren, damit die robusteren Sorten während des Züchtungsprozesses nicht ihren Geschmack einbüßen und entwickeln Strategien um ökologisch angebaute Pflanzen vor typischen Krankheitserregern oder Vorratsschädlingen zu schützen. Aus der breiten Palette der Forschungsaktivitäten des Bundesforschungsinstituts für Kulturpflanzen werden exemplarisch vier Aspekte vom 17. bis 20. Februar auf der internationalen Leitmesse für Bio-Produkte in Nürnberg präsentiert.

Am Stand des JKI in Halle 9/9-351 werden u. a. lebende Vorratsschädlinge wie der gefräßige Kornkäfer gezeigt. Um Biolebensmittel zu schützen ist eine insektendichte Verpackung das A und O. In Lägern wird mit Hitze oder so genannten inerten Gasen gearbeitet, denn bei erhöhten Temperaturen und Sauerstoffmangel bleibt auch Schadinsekten die Luft weg.

Auf dem Feld setzt man neben insektiziden Pflanzenextrakten auf natürliche Gegenspieler, Nützlinge genannt. Eine Auswahl, unter ihnen Schwebfliegen, Schlupfwespen oder Marienkäfer, wird am Stand gezeigt. Außerdem informieren die JKI-Forscher umfassend über alternative Pflanzenschutzverfahren und zeigen Samen des Neembaums oder Bitterholz, aus denen nicht-synthetische Pflanzenschutzmittel gewonnen werden.

Aromen und Duftstoffe machen Pflanzen nicht nur für uns Menschen sondern auch für Insekten attraktiv. Dabei sind die Einzelnoten für sich genommen nicht angenehm. Im Zusammenspiel ergeben sie jedoch ein typisches Aroma. Die JKI-Arbeiten zur Inhaltsstoffanalytik und Aromaforschung werden für die Besucher mittels einer Duftorgel und Duftstiften erlebbar.

Typische Schädlinge im Weinbau sind Pilze wie der Mehltau. Besucher können Weine aus den am JKI gezüchteten Rebsorten Regent (Rotwein) und Felicia (Weißwein) verkosten und sich davon überzeugen, dass auch pilzwiderstandsfähige Sorten zu geschmacklich vortrefflichen Weinen ausgebaut werden können.

Stefanie Hahn | idw
Weitere Informationen:
http://www.jki.bund.de

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