Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Niedersächsische Lasertechnik goes West

20.01.2012
Mit einem aktuellen Ultrakurzpuls-Thulium Faserlaser, zwei Lasersystemen für den Einsatz auf fernen Planeten sowie mit innovativer Fasertechnologie im Gepäck, reist das Laser Zentrum Hannover e.V. vom 21. bis 26. Januar zum globalen nordamerikanischen Branchentreff der Optik und Photonik nach Kalifornien.

Ende Januar ist wieder Photonics West-Zeit! Über 1150 Aussteller haben sich zur bedeutendsten US-amerikanischen Photonik-Messe im Moscone Center, San Francisco (Ca) angemeldet. So auch das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH), das sich den gut 19 000 erwarteten internationalen Fachbesuchern mit aktuellen Neuigkeiten aus der Abteilung Laserentwicklung präsentieren wird.


Kompakter modengekoppelter Faseroszillator zur Strukturierung organischer Solarzellen


Eine speziell auf den Einsatz im Weltraum abgestimmte diodengepumpte Festkörperlaser-Systeme

Vereinfachte Produktionsprozesse in der Kunststoff-Mikrobearbeitung
Die Gruppe Ultrafast Photonics verfolgt neuartige Konzepte für kompakte modengekoppelte Faseroszillatoren zur Strukturierung organischer Solarzellen. In den USA wird die neueste Entwicklung – ein vollständig faserbasierter Ultrakurzpuls Thulium-Oszillator, der bei einer Wellenlänge um 1.98 µm emittiert - zu sehen sein. Das System arbeitet im Bereich dissipativer Solitonen mit charakteristisch hoher Pulsenergie von 2 nJ (Nanojoule) bei Repetitionsraten von 10 MHz sowie hochgradig gechirpten Ausgangspulsen mit einer Pulsdauer um mehrere 10 Pikosekunden. Die Modenkopplung erfolgt mittels fasergekoppelter, sättigbarer Absorberspiegel.

Der Oszillator dient als Seed-Quelle für Faser-Verstärker, die bei einer Wellenlänge von 2 µm arbeiten. Dieses System wiederum pumpt eine nichtlineare Konversionsstufe, die Strahlung zwischen 3 und 8 µm erzeugt. Das Gesamtsystem, das im Rahmen des EU-Projektes IMPROV (www.fp7project-improv.eu ) realisiert wird, vereinfacht wirkungsvoll die Herstellung organischer Solarzellen für die Photovoltaik, aber auch von organischen Leuchtdioden (OLED) und Dünnschichttransistoren (OTFT) mit deutlich verringerten Flächenverlusten.

Spurensuche mit gepulsten Hochleistungslasern
Die Gruppe Space Technologies (SPT) entwickelt speziell auf den Einsatz im Weltraum abgestimmte diodengepumpte Festkörperlaser-Systeme. Aktuell wird für die von ESA und NASA gemeinsam geplante ExoMars-Mission der Prototyp eines Lasers zum einsatzreifen Flugmodell weiterentwickelt. Der Laser gehört zu den Kernkomponenten des ‚Mars Organic Molecule Analyser‘, kurz MOMA genannt. Mit einer Emissionswellenlänge von 266 nm und einer Laserpulsenergie um 250 µJ wird er zum Nachweis und zur Analyse organischer Materie mittels Laser-Desorptions-Massenspektrometrie (LD-MS) genutzt und soll die Suche nach Lebensspuren auf dem Mars unterstützen. Für die Weltraumtauglichkeit statten die Forscher das Lasersystem mit einem hermetischen Gehäuse, strahlungsharten und ausgasarmen Materialien sowie mit besonderen optischen Beschichtungen aus. Der Laser wird mit Bursts hoher Repetitionsraten von bis zu 100 Hz betrieben. Auf dem Stand gezeigt wird der derzeitige flugnahe Prototyp, der bereits erfolgreich einen Vibrationstest mit bis zu 20facher Erdbeschleunigung überstanden hat.
Das zweite Exponat der Weltraumgruppe ist ein nur 35 g leichter und sehr robuster Laserkopf für die Analyse der Elementverteilung auf Planetenoberflächen, aber auch für terrestrische Materialanalyse unter extrem rauen Umweltbedingungen. Dieses mit hoch-spezialisierter Elektronik ausgestattete LIBS-Lasersystem arbeitet mit einer Wellenlänge von 1053 nm, einer Pulsenergie von > 1 mJ und Pulswiederholraten
Hochleistungsfaserkomponenten für NIR-Bereich
Zur Faserintegration der heutzutage so gefragten kontinuierlich wie auch gepulst emittierenden Strahlquellen im Wellenlängenbereich zwischen 1 und 2 µm stellt die Gruppe Faseroptik verschiedene Neuentwicklungen vor. Zum einen zwei Pump- und Signalkoppler mit jeweils seitlicher Überkopplung, so dass sie auch für rückwärts gepumpte Aufbauten verwendet werden können, ohne dass schädliche Signalleistung in die Pumpfasern gelangt und zu einer Zerstörung der Pumpdioden führen kann. Ein Koppler kombiniert die Pumpwellenlänge von 795 nm mit einer Signalwellenlänge um 2µm und wird in Thulium-Faserlasern eingesetzt. Der zweite wurde für den Wellenlängenbereich um 1 µm optimiert und kann Pumplicht von 4 verschiedenen Laserdioden mit jeweils einer Rekordleistung von 100 W in eine Signalfaser einkoppeln.

Der neue monomodige Wellenlängen Multiplexer für 1025/1064 nm liegt mit einer spezifizierten Leistungsfestigkeit von über 26 W pro Kanal um Faktor 2 über den am Markt verfügbaren Komponenten. Er ermöglicht kerngepumpte Aufbauten höchster Leistungen im Wellenlängenbereich um 1 µm.

Das LZH ist auf dem deutschen Gemeinschaftsstand, dem mit 418 qm Präsentationsfläche und insgesamt 54 Ausstellern prominentesten Messestand, in Halle Nord zu finden.

Wir heißen Sie herzlich willkommen: German Pavilion / Stand 4601-23!

Kontakt:
Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)
Michael Botts
Hollerithallee 8
D-30419 Hannover Tel.: +49 511 2788-151
Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: m.botts@lzh.de
http://www.lzh.de

Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) ist eine durch Mittel des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr unterstützte Forschungs- und Entwicklungseinrichtung auf dem Gebiet der Lasertechnik.

Michael Botts | idw
Weitere Informationen:
http://www.lzh.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Biophotonische Innovationen auf der LASER World of PHOTONICS 2017
26.06.2017 | Leibniz-Institut für Photonische Technologien e. V.

nachricht Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten
26.06.2017 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mainzer Physiker gewinnen neue Erkenntnisse über Nanosysteme mit kugelförmigen Einschränkungen

27.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wave Trophy 2017: Doppelsieg für die beiden Teams von Phoenix Contact

27.06.2017 | Unternehmensmeldung

Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb

27.06.2017 | Informationstechnologie