Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

EMAG-Neuvorstellung auf der AMB 2014: Vertikaldrehmaschine VT 4-4: Spitzenwerte für die großvolumige Getriebeproduktion

26.06.2014

Der Markt wächst, der Wettbewerb verschärft sich – so könnte man laut einer aktuellen Roland-Berger-Studie die Zukunftsaussichten der Automobilzulieferer zusammenfassen.

Demnach ist allein in den nächsten zwei Jahren ein Marktwachstum von rund sechs Prozent möglich. Auf der anderen Seite geraten die Zulieferer unter einen wachsenden Wettbewerbsdruck durch neue Teilnehmer in den „Emerging Markets“. Was ist jetzt zu tun?


Dr. Guido Hegener, Geschäftsführer der EMAG Maschinenfabrik GmbH


Die VT 4-4 ist eine 4-achsige Wellendrehmaschine für Wellen bis 1.050 mm Länge und 200 mm Durchmesser.


Über Greifer in den beiden Revolvern wird die Maschine Be- bzw. Entladen. Die Werkstückzuführung erfolgt über die seitlichen Automationsbänder.


VT 4-4: 4-Achs-Bearbeitung von Getriebewellen in hohen Stückzahlen

Vor allem die Profitabilität der Produktionsstandorte ist unter genauer Beobachtung. Schneller, günstiger und präziser muss die Bauteilproduktion erfolgen. Wie die dazugehörigen Produktionslösungen aussehen können, verdeutlichen die Drehspezialisten von EMAG mit ihrer neuen vertikalen Wellendrehmaschine VT 4-4. Sie sorgt in der großvolumigen Wellenproduktion für neue Spitzenwerte. 

Die Produktion von Antriebs- und Getriebewellen ist eine sehr spezifische und zugleich zentrale Aufgabe innerhalb der Automobilproduktion – und das aus verschiedenen Gründen. Zunächst einmal weisen viele Bauteile eine detailreiche, hochkomplexe Geometrie auf, von der sehr viel abhängt:

Kleinteilige Verzahnungselemente sorgen zum Beispiel für eine hochwirksame Kraftübertragung im Getriebe, präzise Schultern und Nuten sichern die Verbindung zu anderen Komponenten. Die Effizienz des gesamten Antriebsstrangs wird von der Funktionalität der Wellen maßgeblich beeinflusst.

Auf der anderen Seite entstehen die komplexen Bauteile möglichst schnell und sehr präzise in Millionenauflage. Nach der zentralen Drehbearbeitung muss die Welle idealerweise eine endkonturnahe Geometrie aufweisen. Die von den Produktionsplanern akzeptierten Toleranzen bewegen sich im Mikrometer-Bereich. 

Wie lassen sich diese Hochleistungsanforderungen „unter einen Hut“ bringen? Bei den Drehspezialisten von EMAG steht diese Frage seit Jahrzehnten im Fokus. Die Entwickler des Maschinenbauers konstruieren maßgeschneiderte und innovative Fertigungslösungen für die Wellenproduktion.

Auch und gerade die vertikale 4-achsige Wellendrehmaschine VT 4-4 steht in dieser Tradition. Bei der Bearbeitung von Bauteilen mit einer maximalen Länge von 1.050 Millimetern und einem maximalen Durchmesser von 200 Millimetern werden neue Potentiale erschlossen:

  • Simultan: Der Bearbeitungsprozess mit einer maximalen Drehzahl von 4.500 min-1 erfolgt vierachsig. Dafür stehen zwei Werkzeugrevolver mit jeweils zwölf Plätzen zur Verfügung, die mit Drehwerkzeugen oder angetriebenen Werkzeugen bestückt sind (ein Platz ist durch den Greifer belegt).
  • Automatisiert: Über Werkstückgreifer werden die Rohteile in die Maschine transportiert und nach der Bearbeitung wieder entnommen. Während der eine Greifer ein neues Bauteil in die Maschine legt, transportiert der andere das fertige Teil wieder aus der Maschine heraus. 

Sinkende Stückkosten garantiert

„Dieses Prinzip sorgt zunächst einmal für enorme Leistungssprünge in der Wellenproduktion – gerade wenn die Stückzahlen sehr hoch sind“, erklärt Dr. Guido Hegener, Geschäftsführer der EMAG Maschinenfabrik GmbH. „Die Taktzeit ist durch den schnellen Werkstückwechsel  und die leistungsstarke vierachsige Bearbeitung extrem kurz. In Verbindung mit der einfachen Automation können so minimale Stückkosten erreicht werden. Das kommt dem Anwender direkt zugute.“ Die Maschine ist im Standard mit zwei platzsparenden, umlaufenden Teilespeicher ausgestattet, in die bis zu  28 Rohteile bzw. 28 Fertigteile aufgenommen werden können. Über Umsetz- bzw. Wendeeinheiten oder Roboter lassen sich mehrere VT-Maschinen sehr einfach und kostengünstig miteinander verketten. 

Bauteilqualität im Fokus

Die produzierte Bauteilqualität war den EMAG-Entwicklern besonders wichtig. Basis der Maschinen ist der Grundkörper aus dem Polymerbeton MINERALIT. Er trägt alle Technologieeinheiten: leistungsstarke Arbeitsspindel, Revolver und Reitstock. Die steife und schwingungsarme Konstruktion sorgt für ein qualitativ hochwertiges  Drehergebnis und damit für perfekte Oberflächen und sehr maßgenaue Geometrien. Eine dauerhafte Prozess-Sicherheit garantiert zudem die für EMAG typische, vertikale Anordnung des Bauteils. Durch den freien Spänefall werden Spänenester im Maschinenraum vermieden. 

„Nicht zuletzt haben wir großen Wert auf die Bedienbarkeit der Maschine gelegt“, betont Guido Hegener. „Schließlich ist der Faktor Mensch für die Produktivität von großer Bedeutung. Wir wollen es den Bedienern so einfach wie möglich machen.“ Vor diesem Hintergrund ist die Maschine sehr gut zugänglich. Alle Aggregate von der Elektrik über die Hydraulik bis zur Kühlung lassen sich einfach erreichen. Außerdem ist die Bedienoberfläche der Steuerung übersichtlich und intuitiv gestaltet. 

Große Bandbreite von Möglichkeiten

Insgesamt eröffnet die VT 4-4 eine ganze Bandbreite von Möglichkeiten für die Produktionsplaner im Getriebebau. Für ihren wirtschaftlichen Einsatz garantieren dabei auch die Außenmaße der Maschine. Bereits ihr Grundkörper ist ungewöhnlich klein, weil die vertikale Anordnung nur wenig Raum beansprucht. Auch muss keine zusätzliche Automation eingeplant werden. Sie gehören von Anfang an dazu. 

Kurze Taktzeiten, eine hohe Flexibilität  dazu nur ein kleiner „Footprint“ – wie schätzen die Experten die Erfolgschancen ihres neuen Maschinenkonzeptes ein? „Wir sind außerordentlich optimistisch“, sagt Guido Hegener. „ Die VT 4-4 ergänzt mit einem sehr attraktiven Preis-Leistungsverhältnis unser vertikales Wellendrehprogramm in hervorragender Art und Weise. Daher rechnen wir uns sehr gute Marktchanchen aus.“

Technische Daten 

Arbeitsbereich                               Einheit                      VT 4-4


Futterdurchmesser                              mm                          250
Werkstückdurchmesser, max.              mm                           200
Werkstücklänge, max.                         mm                       1.050
Verfahrweg X                                      mm                          395
Verfahrweg Z                                      mm                       1.230
Hauptspindelleistung
40 % ED / 100 % ED                           kW                       38 / 29
Drehmoment
40 % ED / 100 % ED                           Nm                      250 / 200
Drehzahl max.                                    1/min                     4.500
Werkzeugplätze                                  Anzahl              2 x 12 (1 Greifer)
Eilganggeschwindigkeit X/Z                 m/min                     30 / 30
Drehzahl angetriebene Werkzeuge        1/min                 6.000 / 9.600
Drehmoment angetriebene
Werkzeuge 30 % / 100 %                      Nm                     56 / 33 

 

Ansprechpartner Presse und Veröffentlichung

Oliver Hagenlocher

EMAG Holding GmbH

Austraße 24

D-73084 Salach

Fon: +49(0)7162/17-267

Fax: +49(0)7162/17-199

e-mail:communications@emag.com

www.emag.com

Oliver Hagenlocher | EMAG Holding GmbH

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Maßgeschneiderte Lösungen für APos-Maschinen: Kamerasystem Keyence CV-X100
11.08.2017 | Heun Funkenerosion GmbH

nachricht Innovative Infrarot-Strahler optimieren die Herstellung von Fahrzeug-Innenausstattung beim Vakuumkaschieren
01.08.2017 | Heraeus Noblelight GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Im Focus: Wissenschaftler beleuchten den „anderen Hochtemperatur-Supraleiter“

Eine von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) geleitete Studie zeigt, dass Supraleitung und Ladungsdichtewellen in Verbindungen der wenig untersuchten Familie der Bismutate koexistieren können.

Diese Beobachtung eröffnet neue Perspektiven für ein vertieftes Verständnis des Phänomens der Hochtemperatur-Supraleitung, ein Thema, welches die Forschung der...

Im Focus: Tests der Quantenmechanik mit massiven Teilchen

Quantenmechanische Teilchen können sich wie Wellen verhalten und mehrere Wege gleichzeitig nehmen, um an ihr Ziel zu gelangen. Dieses Prinzip basiert auf Borns Regel, einem Grundpfeiler der Quantenmechanik; eine mögliche Abweichung hätte weitreichende Folgen und könnte ein Indikator für neue Phänomene in der Physik sein. WissenschafterInnen der Universität Wien und Tel Aviv haben nun diese Regel explizit mit Materiewellen überprüft, indem sie massive Teilchen an einer Kombination aus Einzel-, Doppel- und Dreifachspalten interferierten. Die Analyse bestätigt den Formalismus der etablierten Quantenmechanik und wurde im Journal "Science Advances" publiziert.

Die Quantenmechanik beschreibt sehr erfolgreich das Verhalten von Partikeln auf den kleinsten Masse- und Längenskalen. Die offensichtliche Unvereinbarkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

Anbausysteme im Wandel: Europäische Ackerbaubetriebe müssen sich anpassen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Einblicke in die Welt der Trypanosomen

16.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Maschinensteuerung an Anwender: Intelligentes System für mobile Endgeräte in der Fertigung

16.08.2017 | Informationstechnologie

Komfortable Software für die Genomanalyse

16.08.2017 | Informationstechnologie