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Neues Verfahren zur Abluftreinigung - UFZ präsentiert Neuheit auf der TerraTec 2009

27.01.2009
Mit einem neuen Verfahren könnte Abluft künftig effektiver von organischen Schadstoffen gereinigt werden als bisher.

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Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) haben eine Lösung entwickelt, die besonders auch für mittlere und schwankende Konzentrationen geeignet ist. Dabei werden die klassischen Prinzipien der Adsorption und Katalyse durch die Anwendung eines Radiowellenimpulses ergänzt. Organische Schadstoffe, wie sie beispielsweise beim Lackieren, in chemischen Reinigungen oder in der Tierhaltung anfallen, werden so in ungiftiges Kohlendioxid und Wasser umgewandelt.


Bei dem neuen Verfahren wird eine spezielle Feststoffschüttung mit Radiowellen erwärmt - nach demselben Prinzip wie beim Mikrowellenofen. Die verwendeten Radiowellen mit einer Frequenz von etwa 13 Megahertz können das poröse Material jedoch wesentlich besser durchdringen und erwärmen, als das mit den rund einhundertmal kürzeren Mikrowellen möglich wäre. Durch die Injektion eines Kopplungsmediums ist es möglich, für eine pulsförmige Erwärmung um mehr als 100 Grad zu sorgen. Die Wärmefront durchwandert den Reaktionsraum und sorgt für einen katalytischen Abbau der Schadstoffe, wobei gleichzeitig die Reinigungseinrichtung regeneriert wird.

Für sehr niedrige und für sehr hohe Schadstoffkonzentrationen bestehen bereits technisch ausgereifte Methoden, die die Abluft mittels Bindung der Schadstoffe an Aktivkohle oder katalytischer Nachverbrennung reinigen. Bei mittleren bzw. stark schwankenden Konzentrationen waren die klassischen Verfahren jedoch bisher sehr uneffektiv. Diese Lücke wird nun mit dem neuen Verfahren geschlossen. Mit Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) überträgt Markus Kraus im Rahmen seiner Promotionsarbeit am UFZ zurzeit das Verfahren vom Labor- in den Technikumsmaßstab.

Für die Verfahrensprinzipien sind bereits drei Patente angemeldet. Erste Kontakte zu mittelständigen Unternehmen, die Interesse an einer Produktion von entsprechenden Anlagen haben, bestehen ebenfalls. Das neue Verfahren zur Abluftreinigung ist eines mehreren Verfahren, die das UFZ vom 27. bis 29. Januar 2009 auf der Umweltfachmesse TerraTec in Leipzig vorstellt.

Mehr dazu finden Sie hier:
http://www.ufz.de/index.php?de=17522
http://www.ufz.de/data/flyer_terratec_web9766.pdf
http://www.dbu.de/stipendien_20006/864_db.html
http://www.terratec-leipzig.de/

TerraTec 2009:
Halle 2.2, Stand-Nr. I 25

Weitere Informationen:
Dr. Ulf Roland, Markus Kraus
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ
Tel: 0341-235-1762, -1585
http://www.ufz.de/index.php?de=2529
oder über Tilo Arnhold (UFZ-Pressestelle)
Telefon: 0341-235-1269
E-mail: presse@ufz.de

Im Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) erforschen Wissenschaftler die Ursachen und Folgen der weit reichenden Veränderungen der Umwelt. Sie befassen sich mit Wasserressourcen, biologischer Vielfalt, den Folgen des Klimawandels und Anpassungsmöglichkeiten, Umwelt- und Biotechnologien, Bioenergie, dem Verhalten von Chemikalien in der Umwelt, ihrer Wirkung auf die Gesundheit, Modellierung und sozialwissenschaftlichen Fragestellungen. Ihr Leitmotiv: Unsere Forschung dient der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen und hilft, diese Lebensgrundlagen unter dem Einfluss des globalen Wandels langfristig zu sichern. Das UFZ beschäftigt an den Standorten Leipzig, Halle und Magdeburg 900 Mitarbeiter. Es wird vom Bund sowie von Sachsen und Sachsen-Anhalt finanziert.

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie, Verkehr und Weltraum. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit 25.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 15 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,3 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).

Tilo Arnhold | Quelle: Helmholtz-Gemeinschaft
Weitere Informationen: www.ufz.de/index.php?de=17556

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