Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Nano-Ideen auf der Nanofair

04.06.2010
"New Ideas for Industry" – so lautet das Motto der diesjährigen Nanofair. Programmhöhepunkte der Konferenz sind Vorträge international renommierter Wissenschaftler, wie Andre Geim von der University of Manchester.

Seine "neue Idee" sind zweidimensionale Kristalle, mit deren Hilfe sich winzige Transistoren herstellen lassen. Von diesem Graphen genannten "Wunderstoff" verspricht sich die Industrie, ihre Halbleiter-, Sensor- und Display-Technologien zu revolutionieren. Wissenschaftler erhoffen sich Durchbrüche in der Grundlagenforschung zur Quantenphysik.

Die führende Konferenz zum Thema Nanotechnologie in Europa findet bereits seit 2002 in Dresden statt und wird in ihrer achten Auflage am 6. und 7. Juli 2010 zur Nanotechnologie-Leitveranstaltung des DRESDEN-concept ausgebaut.

„Damit wird der Aufbau einer Spitzenforschungs-Allianz unter dem Dach das DRESDEN-concept im Bereich Nanotechnologie weiter vorangetrieben“, sagt Dirk Hilbert, Erster Bürgermeister und Beigeordneter für Wirtschaft der Landeshauptstadt Dresden. „Ich freue mich auch in diesem Jahr weltweit führende Experten zur Nanofair in Dresden begrüßen zu dürfen. Aus den Gesprächen erwarte ich wieder wichtige Impulse für kreative Projekte, Kooperationen und Produktentwicklungen.“

Organisator der Nanofair 2010 ist das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) Dresden. Unterstützt wird das Fraunhofer IWS vom Amt für Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Dresden, dem VDI-Kompetenzfeld Nanotechnik, dem Nanotechnologie-Kompetenzzentrum Ultradünne funktionale Schichten, Nanomat Karlsruhe und dem Forschungszentrum Karlsruhe.

Das gesamte Programm ist jetzt auf der Website www.nanofair.com verfügbar. Referenten aus 16 Ländern haben Vorträge zu den folgenden Schwerpunktthemen zugesagt:

- functional nanocomposites
- nanostructured surfaces
- nanomaterials for life sciences
- nanomaterials for energy applications
- nanoelectronics & photonics
- processing aspects of nanomaterials
- nanoanalytical methods
Außer Andre Geim tragen Prof. Rüdiger Iden, Meyya Meyyappan, Harald Ade und Jürgen Michel auf der Nanofair vor.

Prof. Rüdiger Iden, Senior Vice President Polymer Physics der BASF SE Germany und Sprecher für Nanotechnology, wird die Chancen der Nanotechnologie im Anspruchsfeld des globalen Wandels – also im Hinblick auf Verbesserung der Lebensqualität bis hin zu einer effizienteren Nutzung von Energie und Rohstoffen – vorstellen.

Meyya Meyyappan ist Chefwissenschaftler für Exploration Technology am Nanotechnologie-Center des NASA Ames Research Centers in Kalifornien. Er ist gleichzeitig Gründungsmitglied der US-Arbeitsgruppe Interagency Working Group on Nanotechnology (IWGN) aus der die amerikanische National Nanotechnology Initiative (NNI) hervorging. Heute koordiniert die NNI die Nano-F&E-Aktivitäten der US-Bundeseinrichtungen und damit von 26 Bundesagenturen. In seinem Vortrag wird er insbesondere auf die Kombination nanotechnologischer Sensoren und Materialien mit mikrosystemtechnischen Komponenten und Systemen eingehen, die für einen praktischen Einsatz oftmals unerlässlich ist.

Harald Ade ist Physik-Professor an der North Carolina State University. Für seine Entwicklungen in der Röntgenmikroskopie und ihrer Anwendungen wurde er mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Aufgrund ihrer kürzeren Wellenlänge, ermöglicht die Röntgen-Mikroskopie eine deutlich höhere Auflösung bis in den Nanometerbereich, um an kleinsten Strukturen strukturelle, chemische oder magnetische Veränderungen zu untersuchen. Weitere Vorteile liegen darin, dass die Methode geeignet ist, wesentlich dickere Proben (bis 10 µm) und auch nicht-durchstrahlbare Proben zu untersuchen, wodurch sich völlig neue Möglichkeiten ergeben. Bei den Proben muss zudem keine elektrische Leitfähigkeit gegeben sein. Auch biologische Proben lassen sich im Gegensatz zur Elektronenmikroskopie ohne aufwändige Präparation untersuchen.

Jürgen Michel vom renommierten Microphotonics Center am Massachusetts Institute of Technology wird seine neuesten Forschungsarbeiten zum Thema „Silizium-Photonik für Hochleistungsrechnen“ vortragen. Siliziumbasierte Nanophotonik ist ein schnell wachsendes Forschungsfeld. Ziel ist es, die Vorteile der elektronischen Datenaufbereitung mit den Vorteilen der breitbandigen Übertragungseigenschaft des Lichtes, das zudem gegen elektromagnetische und elektrostatische Störungen immun ist, für die verschiedensten Anwendungsbereiche zu kombinieren.

Ihre Ansprechpartner für weitere Informationen:

Landeshauptstadt Dresden
Amt für Wirtschaftsförderung
Sabine Lettau-Tischel
Tel. 0351 – 488 27 29
Mail slettau-tischel@dresden.de
Nanotechnologie-Kompetenzzentrum „Ultradünne funktionale Schichten“
c/o. Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS Dresden
Dr. Ralf Jäckel
Tel. 0351 – 83391 3444
Fax 0351 – 83391 3300
Mail ralf.jaeckel@iws.fraunhofer.de

Dr. Ralf Jaeckel | idw
Weitere Informationen:
http://www.nanofair.com
http://www.iws.fraunhofer.de
http://www.dresden.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Innovative Ideen für eine saubere Umwelt
14.05.2018 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

nachricht SicherheitsExpo 2018: Flexible Lösungen von dormakaba rund um die Türe
07.05.2018 | dormakaba Deutschland GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

Tagung »Anlagenbau und -betrieb der Zukunft«

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Wie Immunzellen Bakterien mit Säure töten

18.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics