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Wissenschaftler der Universität Münster stellen auf der internationalen Fachmesse für Museen, Konservierung und Kulturerbe „Exponatec Cologne" vom 17. bis zum 20. November 2009 ein mobiles Besucherinformationssystem für Museen vor. Es bietet den Besuchern die Möglichkeit, multimediale Informationen zu Exponaten abzurufen. Das System „MoVIS" („Mobile Visitor Information System") basiert auf einem Taschencomputer (PDA) mit integriertem RFID-Lesegerät.
„Dank neuester Technologien ist das MoVIS-Gerät kinderleicht zu bedienen", so Prof. Dr. Gottfried Vossen, Leiter der MoVIS-Entwicklung am ERCIS (European Research Center for Information Systems). „Exponate werden mit Hilfe von RFID-Transpondern identifiziert, und die multimedialen Inhalte werden für jeden Benutzer individuell an seine Bedürfnisse angepasst." Das System unterstützt nicht nur mehrere Sprachen, sondern auch verschiedene Niveaustufen. Diese unterscheiden beispielsweise zwischen Erwachsenen und Kindern oder zwischen Anfängern und Experten. Neben audiohinterlegten, formatierbaren Texten, Bildern und Videos bietet MoVIS interaktive Elemente wie Quizfragen und Touren.
„Der Betrieb des MoVIS-Systems ist ausgesprochen effizient und kostengünstig, da keinerlei technische Infrastruktur in den Ausstellungsräumlichkeiten erforderlich ist: Die mobilen ‚Guides‘ arbeiten nach einer anfänglichen Synchronisierung völlig autark. Die Transponder zur Objekterkennung sind passiv und benötigen keinen Strom", so Vossen.
Für den Kurator einer Ausstellung bietet das System ebenfalls Vorteile: „Die Inhalte können bequem über das MoVIS Content Management System gepflegt werden", sagt Dr. Christoph Pinzl, der das System seit mehreren Monaten im Deutschen Hopfenmuseum in Wolnzach bei München einsetzt. Es biete darüber hinaus die Möglichkeit, Nutzerdaten statistisch auszuwerten. So könnten Informationen zur Verbesserung der Präsentation gewonnen werden.
Das Entwicklerteam des ERCIS präsentiert MoVIS auf der „Exponatec Cologne" vom 17. bis zum 20. November 2009 auf dem Kölner Messegelände in Halle 11.1, Stand G-055.
Christina Heimken | Quelle: Universität Münster
Weitere Informationen: movis.uni-muenster.de/
www.uni-muenster.de
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