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Montage- und Handhabungstechnik auf der AUTOMATICA 2012

27.02.2012
Eine Branche auf Rekordjagd

Der Umsatz von Montage- und Handhabungstechnik im Jahr 2011 wird in Deutschland sechs Milliarden Euro überschreiten, so hatte der VDMA Robotik + Automation bereits Ende letzten Jahres prognostiziert.

Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr ein gewaltiges Plus von 42 Prozent. Der Zuwachs sichert die Pole-Position innerhalb der Dachbranche Robotik + Automation, deren Steigerung bei 37Prozent liegt. Die Zuwächse sind letztendlich der Lohn für praxisgerechte Lösungen, die Unternehmen in den letzten Jahren entwickelt haben. Besucher der AUTOMATICA 2012, die vom 22. bis 25. Mai auf dem Gelände der Neuen Messe München stattfindet, erhalten einen umfassenden Überblick über modernste Montage- und Handhabungstechnik.

Einen neuen Rekordumsatz von 10,3 Milliarden Euro erwartet der VDMA Robotik + Automation für das abgelaufene Jahr 2011 für die von ihm vertretene Branche. Dazu tragen die Unternehmen der Montage- und Handhabungstechnik den Löwenanteil von sechs Milliarden Euro bei. Wachstumsmotor ist wie schon oft die Automobilindustrie, die verstärkt in neue Technik und neue Werkstoffe investiert. Daniela Dietz, Referentin für Montage- und Handhabungstechnik im Fachverband Robotik + Automation gibt ein Beispiel:

„Immer stärker drängen Leichtbaustoffe wie Kohlefaserverbundwerkstoffe in die Serienfertigung. Das ist nur durch automatisierte Prozesse zu bewältigen. Automobilhersteller und ihre Zulieferer müssen dafür ihre Fertigungsprozesse umstellen und optimieren, was den Anbietern von Montage- und Handhabungstechnik entgegenkommt. Außerdem fördert der weltweite Konkurrenzkampf unter den großen Herstellern zusätzlich den Drang, innovative Automatisierungstechnik einzusetzen.“

Hilfreiche Informationen zum Umgang mit Faserverbundwerkstoffen bietet die AUTOMATICA 2012. Sie hat das Thema „Automatisierte Composite Produktion“ zu einem ihrer zentralen Themen erklärt und wird dazu auch eine neue Sonderschau präsentieren. Die internationale Fachmesse für Automation und Mechatronik will dazu beitragen, die Herausforderung einer automatisierten Fertigung von Leichtbauteilen aus Faserverbundwerkstoffen zu meistern.

Zahlreiche Wachstumstreiber
Für die Montage- und Handhabungstechnik sind neben der Automobilindustrie zahlreiche weitere Wachstumstreiber auszumachen: Elektronikindustrie, Metallindustrie und Maschinenbau, Flachdisplay-Fertigung, Medizintechnik und alle Branchen rund um Erneuerbare Energien setzen verstärkt auf automatisierte Montage. Die wiederum trägt dazu bei, bei hoher Qualität zu rationalisieren, die Produktivität zu steigern, Durchlaufzeiten zu verkürzen oder Taktzeiten zu erhöhen. Auch brauchen die Menschen in modernen Industriegesellschaften immer mehr Arzneimitteln, industriell verarbeitete Nahrungsmittel oder Verpackungen. Dieser wachsende Bedarf bietet den Hersteller von Montage- und Handhabungstechnik die Chance, ihren Umsatz in den nächsten Jahren weiter zu steigern.

Ein neues und besonders interessantes Anwendungsfeld ist die Batterieproduktion. Die Rede ist weniger von haushaltsüblichen Batterien oder Akkus für Laptops oder Handys, sondern von Hochenergiespeichern für Elektroautos oder Erneuerbare Energien. Diese Batterien stoßen in ihrer Leistungsfähigkeit und Größe, vor allem aber durch Zuverlässigkeit und Lebensdauer in andere Dimensionen vor. Sie erfordern außerdem geringe Verlustleistung und Handhabungssicherheit – bei Hitze und Kälte gleichermaßen. Für den mobilen Einsatz kommen noch hohe Energiedichte und Crash-Sicherheit dazu.

Und – sie nehmen eine Schlüsselrolle ein, wenn es um die Wirtschaftlichkeit und Akzeptanz von Elektromobilität und alternativer Energiegewinnung geht. Nur wenn sich solche Hochenergiespeicher in großen Serien und zu moderaten Kosten produzieren lassen, werden sich diese bereits hochgelobten Technologien tatsächlich auf breiter Ebene durchsetzen.

Topthema der AUTOMATICA: Automatisierte Batterieproduktion und Sonderschau
Das erfordert massive Fortschritte in der Produktion von Hochleistungsbatterien, die nur in engem Zusammenspiel von Herstellern, Zulieferern, Maschinenbauern und Forschung zu bewältigen sind. Insbesondere ist die Automatisierung der Montagevorgänge gefragt, sei es beim Zusammenbau der einzelnen Zellen, der Batteriepack-Montage oder schließlich bei der Endmontage im Bodenmodul – ein neues Marktsegment, dem sich zahlreiche Automatisierer zugewendet haben.

Die AUTOMATICA selbst fördert den Fortschritt in der Batterieproduktion durch die Sonderschau „Batterieproduktion und Automatisierungstechnik“. Die neue Sonderschau (in Halle A2) wird in enger Zusammenarbeit mit dem Fachverband Productronic im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), dem WZL der RWTH Aachen und führenden Unternehmen aus dem Batterie-Maschinenbau veranstaltet. Sie zeigt das komplette Produktionsumfeld von Batterien – von der Beschichtung des Elektrodenmaterials bis hin zum fertigen Modul. Maschinen, Anlagen, Werkzeuge und Zwischenprodukte zeigen die wichtigsten Prozessschritte „zum Anfassen“. Die „virtuelle Fabrik“ der RWTH Aachen, in der Besucher selbst eine Modellfabrik schmieden können, sowie interaktive 3-D Modelle der Produktionsstruktur komplettieren den umfassenden Überblick über die Batterieproduktion.

Dr. Eric Maiser, stellvertretender Geschäftsführer VDMA Productronic und Leiter Industriekreis Batterieproduktion im VDMA Forum E-Motive, erwartet von der Sonderschau viele Impulse für die automatisierte Batterieproduktion: „Die Fertigung von Hochleistungsbatterien ist heute im Wesentlichen Manufaktur. Die automatisierte Großserienfertigung hilft nicht nur die Kosten zu senken. Sie ist notwendig, um durchgehende Präzision bei der Herstellung zu gewährleisten und damit die Zuverlässigkeit und Langlebigkeit der Produkte zu verbessern. Die Batterieproduktion braucht dringend spezifische Innovationen, zum Beispiel in der Messtechnik, sensible Greifer für biegeschlaffe Teile, präzise Roboter bis hin zur gefahrlosen Mensch-Maschine-Interaktion im Hochspannungsbereich. Die AUTOMATICA ist ein ideales Podium für Aussteller und Besucher der Sonderschau, um viel voneinander zu lernen und damit der Industrie neuen Schub zu verleihen.“

Über die AUTOMATICA
Internationale Fachmesse für Automation und Mechatronik
Die AUTOMATICA ist die internationale Fachmesse, die alle Segmente des Bereiches Robotik + Automation unter einem Dach vereint. Sie findet seit 2004 im zweijährigen Rhythmus auf dem Gelände der Neuen Messe München statt. Fokus der Messe ist, die komplette Wertschöpfungskette darzustellen. Hinter dem industriegetriebenen Konzept der AUTOMATICA stehen die Messe München GmbH und VDMA Robotik + Automation, ideell-fachlicher Träger der Messe. Die Aussteller- und Besucherzahlen der AUTOMATICA sind von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer im Auftrag der Gesellschaft zur Freiwilligen Kontrolle von Messe- und Ausstellungszahlen (FKM) geprüft und international durch UFI (Global Association of the Exhibition Industry) zertifiziert.
Über die Messe München International (MMI)
Die Messe München International ist mit rund 40 Fachmessen für Investitionsgüter, Konsumgüter und Neue Technologien allein am Standort München einer der weltweit führenden Messeveranstalter. Über 30.000 Aussteller und rund zwei Millionen Besucher nehmen jährlich an den Veranstaltungen auf dem Messegelände, im ICM - Internationales Congress Center München und im MOC Veranstaltungscenter teil. Die internationalen Leitmessen der Messe München International sind FKM-zertifiziert, d.h. dass die Aussteller- und Besucherzahlen sowie Flächenangaben nach einheitlichen Standards ermittelt und durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer testiert werden.

Darüber hinaus veranstaltet die Messe München International Fachmessen in Asien, in Russland, im Mittleren Osten und in Südamerika. Mit sechs Tochtergesellschaften in Europa und Asien sowie über 60 Auslandsvertretungen, die mehr als 90 Länder betreuen, verfügt die Messe München International über ein weltweites Netzwerk. Auch beim Thema Nachhaltigkeit übernimmt sie eine Vorreiterrolle: Als erste Messeeinrichtung wurde sie mit dem Zertifikat „Energieeffizientes Unternehmen“ vom TÜV SÜD ausgezeichnet.

Weitere Informationen unter www.messe-muenchen.de

Ansprechpartner für die Presse:
AUTOMATICA
Claudia Huber - Pressereferentin
Tel. (+49 89) 949 - 21471
Fax (+49 89) 949 - 9721471
Email: claudia.huber@messe-muenchen.de
VDMA Robotik + Automation
Thilo Brodtmann, Geschäftsführer VDMA Robotik + Automation
Tel. (+49 69) 6603 - 1590
Fax (+49 69) 6603 - 2590
Email: thilo.brodtmann@vdma.org

Claudia Huber | Messe München GmbH
Weitere Informationen:
http://www.vdma.org/r+a
http://www.messe-muenchen.de

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