Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Miniaturprüfringleitung ermittelt Lackscherbelastung I Funktionelle Beschichtungen: PaintExpo 2012

03.04.2012
FuE für die Praxis: Der Bereich Lacktechnik des Fraunhofer-Instituts für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM, Bremen, präsentiert sein Leistungsspektrum vom 17. bis 20. April auf der PaintExpo 2012 in Karlsruhe (Halle 2, Stand 2229).
Im Mittelpunkt stehen die Ermittlung von Lack-Scherbelastungen durch die Miniatur-Prüfringleitung PolyShear und funktionelle Beschichtungen, z. B. das automatisiert applizierbare strömungswiderstandreduzierende »Haifischhaut«-Lacksystem.

PolyShear – Die Miniatur-Prüfringleitung des Fraunhofer IFAM

Die Laboranlage für Lacke und Beschichtungsstoffe wurde speziell für Lackhersteller und Anwender entwickelt. PolyShear benötigt nur einen Liter Lack, unterzieht aber das Material gemäß der Prüfvorschrift einer Scherung: die Funktion einer kompletten Ringleitungsanlage ist erfüllt. PolyShear simuliert die Scherbeanspruchung eines Lacksystems im Labormaßstab und liefert so eine Prognose darüber, ob das geprüfte Lacksystem für eine Lackförderung geeignet ist:

PolyShear – Die im Fraunhofer IFAM entwickelte 1-Liter-Miniatur-Prüfringleitung für Lackhersteller und Anwender zur Ermittlung von Scherbelastungen in Ringleitungssystemen
(© Fraunhofer IFAM)


Das Riblet-Lacksystem aus dem Fraunhofer IFAM: Der reibungswiderstandreduzierende »Haifischhaut«-Lack wird von dem Rollenapplikator automatisch auf ein Bauteil aufgetragen
(© Fraunhofer IFAM)

- Schnelle Ergebnisse zu Scher- und Lagerstabilitäten von Lacken

- Labormaßstab, geringer Platzbedarf

- Ressourcensparend und umweltfreundlich: geringe Lackmengen, kurze Durchlauf- und Spülzeiten

- Sehr gute Reproduzierbarkeit der Prozesse in praxisüblichen Ringleitungsanlagen

Entwicklung, Prüfung und Qualifizierung innovativer funktioneller lacktechnischer Beschichtungssysteme

Das im Fraunhofer IFAM entwickelte Riblet-Lacksystem »Haifischhaut« für Großbauteile wie Flugzeuge und Schiffe sowie Windenergieanlagen vermindert den Strömungswiderstand gegenüber Luft und Wasser. Der Wandreibungswiderstand lässt sich um bis zu acht Prozent reduzieren – ein bemerkenswertes Potenzial, Treibstoff, CO2-Emissionen und damit Kosten nachhaltig einzusparen und gleichzeitig Ressourcen sowie Umwelt zu schonen bzw. die Energieausbeute zu erhöhen. Das der strömungsgünstigen Haifischhaut nachempfundene Lacksystem mit mikrostrukturierter Oberfläche besteht aus einem UV-härtbaren, mit Nanopartikeln verstärkten Lack und einem Rollenapplikator, der den Lack automatisiert appliziert, strukturiert und härtet. Der Auftrag auf dreidimensional gekrümmte Flächen ist mit diesem Verfahren problemlos möglich. Zudem hält der eigens entwickelte Lack sehr hohen Anforderungen stand, wie z. B. extremen Temperaturschwankungen von –55 bis +70 Grad Celsius, aggressiver ultravioletter Bestrahlung und sehr hohen Geschwindigkeiten.

In diesem Kontext veranstaltet das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) zusammen mit dem Fraunhofer IFAM am 8. Mai 2012 in Berlin die Fachtagung HAI-TECH – Strömungsgünstige lacktechnische Oberflächen für die Schifffahrt – (siehe Link).

Um der Oberflächenvereisung bei Flugzeugen, Schiffen, Schienenfahrzeugen, Automobilen, aber auch bei Rollläden, Kühlaggregaten und Windenergieanlagen etc. entgegenzuwirken, entwickelt die Lacktechnik des Fraunhofer IFAM Anti-Eis-Beschichtungen: Neue Techniken für Nanostrukturierung von Oberflächen und deren Anti-Eis-Effekt, biomimetische Anti-Eis-Beschichtungen auf Basis von Anti-Freeze-Proteinen, temporäre Anti-Eis-Beschichtungen und hydrophobe Beschichtungen. Drei verschiedene Vereisungsszenarien stehen derzeit im Mittelpunkt: Der Reif-Adhäsions-Test zur Simulation von Bereifung, der Eis-Regen-Test, der die Eisbildung von Regenwasser simuliert, und der Runback-Eis-Test an Flügelprofilen. Sämtliche Tests werden in der Vereisungskammer des Fraunhofer IFAM durchgeführt.

Ebenso sind erosionsbeständige und tribologisch- beanspruchbare Beschichtungen Gegenstand aktueller FuE, um Schäden und Verschleiß an Bauteilen, Windkraftanlagen, Flugzeugen etc. durch Sand und Regen zu reduzieren:

- Neue Beschichtungen auf Basis hochelastischer Polymere und spezieller Füllstoffe für hocherosionsbeständige Beschichtungen

- Einsatz von neuen verstärkenden Füllstoffen auf anorganischer und organischer Basis

- Einsatz von anorganischen und organischen Nanopartikeln

- Entwicklung von hochfesten Beschichtungen mit speziellen Gleit- und Antiblocking-Eigenschaften für Oberflächen mit minimalem Reibungswiderstand

PaintExpo 2012 I Karlsruhe
Halle 2 I Stand 2229 (Gemeinschaftsstand IKON)

Anne-Grete Becker | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.ifam.fraunhofer.de/
http://www.ifam.fraunhofer.de/veranstaltungen/flyer_20120508_hai-tech.pdf

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Boden – Grundlage des Lebens / Bodenforscher auf der Internationalen Grünen Woche
16.01.2018 | Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

nachricht EMAG auf der GrindTec 2018: Kleine Bauteile – große Präzision
11.01.2018 | EMAG GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie