Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mikro- und Nano-Cuts zu den Funktionsweisen des Lebens

03.03.2010
Ein Nanodissektionssystem auf der Basis ultrakurzer Laserpulse ermöglicht jetzt das gezielte Beobachten und Steuern der Entwicklungsvorgänge in small model organisms.

Umgesetzt in einem Lasermikrotom, eröffnet die innovative Technologie aus dem Hause Rowiak auch im Bereich Tissue Engineering sowie bei der Herstellung von Proben aus Hartgewebe wie Knochen und Zähne neue Perspektiven. Vorgestellt werden die Geräte CellSurgeon und TissueSurgeon auf der diesjährigen Analytica (23. bis 26. März 2010) in München.

Grundprinzip der auf einem Femtosekundenlaser basierenden Technologie ist das schonende und funktionserhaltende Bearbeiten von nativem Gewebe (Tissue Surgeon) und eine gezielte Manipulation einzelner Zellen beziehungsweise derer Strukturen (CellSurgeon). Dabei werden, je nach Beschaf¬fenheit des Probenmaterials, Schnitttiefen von bis zu 200 µm und Schichtstärken von 10 bis 100 µm erreicht. Selbst dreidimensionale Schnitte in tieferen Gewebeschichten sind möglich. Ein vorheriges Einbetten oder gar chemisches Fixieren ist bei vielen Proben nicht mehr notwendig. Beide am Markt erhältlichen Systeme stellen für den Anwender eine ideale Kombination aus Nano¬meter-genauer Schneidevorrichtung und hoch¬wertigem abbildenden System dar. Der bis auf subzellulärem Niveau arbeitende CellSurgeon ist mit einem Marken-Fluoreszenzmikroskop, der TissueSurgeon mit neuester OCT-Imaging-Technologie ausgestattet.

Applikationen in Life Sciences und Materialkunde
Seit der Markteinführung 2008 hat sich der CellSurgeon bereits in unterschiedlichen Applika¬tionen verschiedener LifeScience-Laboratorien bewährt: beispielsweise zum systematischen Ausschalten von Mitochon¬drien in der Apoptose-Forschung, oder zur gezielten Perforation der Zellmembran bei der Stammzellenuntersuchung, um fremdes Erbmaterial selek¬tiv in die Zellen einschleusen zu können. Die Möglichkeit der punktgenauen Manipulation ohne Schädigung des zellulären Milieus und der umliegenden Zellen ist Garant für eine extrem hohe Überle¬bens¬rate der unter¬such¬ten Zellen - eine wichtige Voraussetzung gerade auch für Untersu¬chun¬gen an small model organisms wie Drosophila- oder Zebrafisch- Embryonen.

Mit dem TissueSurgeon stellt Rowiak ein Instrument an der Schnittstelle von Biologie und Materialkunde zur Verfügung, das sowohl auf das schonende Schneiden von nativen Zell¬schichten und Geweben, als auch auf die dreidimensionale Mikrostrukturierung von Werks¬toffen spezialisiert ist. So konnte jetzt im Bereich Tissue Engineering gezeigt werden, dass durch die Bearbeitung eines spezifischen Trägermaterials mit dem fokussierten Laserstrahl eine deutlich verbesserte Anhaftung der Zellen erreicht werden kann. Weitere Vorteile: Besonders druck- und temperaturempfindliches Weichgewebe wird vom TissueSurgeon ohne die bei mechanischer Beanspruchung üblichen Quetschungen geschnitten. Hartgewebe wie Knochen oder Zähne müssen nicht mehr aufwändig entkalzifiziert werden.

CellSurgeon und TissueSurgeon können an die verschiedensten Aufgaben in der Medizin, Biologie und Materialkunde angepasst werden. Gerne informiert das Team der Rowiak GmbH auf der Analytica 2010 über die Möglichkeiten für Ihr individuelles Anforderungsprofil.

Herzlich Willkommen in Halle 3, Stand 230!

Kontakt:
Rowiak GmbH
Lothar Grannemann
Garbsener Landstr. 10
30419 Hannover
Tel. 0511 / 277 29 50
Mobil 0171 / 55 11 225
E-Mail: info@rowiak.de
Ansprechpartner für die Presse:
ACHILLES Kommunikation
Anja Nieselt-Achilles
Tel. 0151 / 5920 58 52
E-Mail: achilles-kommunikation@online.de

Anja Nieselt-Achilles | ACHILLES Kommunikation
Weitere Informationen:
http://www.rowiak.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht COMPAMED 2016 vernetzte medizinische Systeme und Menschen
23.11.2016 | IVAM Fachverband für Mikrotechnik

nachricht Kompakter und individuell einstellbarer Schutz für alle Anwendungen
18.11.2016 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Das Universum enthält weniger Materie als gedacht

07.12.2016 | Physik Astronomie

Partnerschaft auf Abstand: tiefgekühlte Helium-Moleküle

07.12.2016 | Physik Astronomie

Bakterien aus dem Blut «ziehen»

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie