Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Messe gamescom: Highscore in Ontario

15.07.2010
Dass es sich lohnt, ein attraktives Umfeld für Spieleentwickler zu schaffen, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Ein Blick hinter die Kulissen der Provinz Ontario in Kanada - dem Partnerland der diesjährigen gamescom.

"It costs less to make games here than in any other G7 country" - damit wirbt Ontario, die wirtschaftsstärkste Provinz Kanadas. Und das ist beileibe kein platter Werbespruch. Dass die Kosten für Spieleentwicklung und -produktion in Ontario tatsächlich niedriger sind als in den anderen G7-Staaten, liegt vor allem an besonderen finanziellen Anreizen für die Branche. So gilt das "R&D tax incentive program" als attraktives Lockmittel.

Es garantiert Steuervergünstigungen für Forschung und Entwicklung: Von 100 kanadischen Dollar, die für Forschung und Entwicklung ausgegeben werden, müssen lediglich 44 kanadische Dollar versteuert werden - kleinere Unternehmen versteuern sogar weniger als 38 Dollar.

Zudem zahlen Unternehmen, die in Ontario tätig sind, seit 1. Juli 2010 keine Kapitalsteuer mehr. Zusätzlich hat Ontario den effektiven Eingangssteuersatz für Neuinvestitionen von ursprünglich 32,8 Prozent in 2009 auf 18,6 Prozent in 2010 reduziert. Bis 2018 soll er sogar auf nur noch 16,2 Prozent sinken. Weitere finanzielle Anreize für die Spielebranche machen die Entscheidung für Investoren noch leichter - der "Ontario Interactive Digital Media Tax Credit" ist einer davon: "Entwickler und Produzenten erhalten für Spiele, die sie in Ontario herstellen, einen Steuernachlass von 40 Prozent auf Arbeitsleistungen, Marketing und Vertrieb", sagt Dr. Terrie Romano, Konsulin für Wirtschaftsangelegenheiten der Provinz Ontario. Auch Unternehmen, die mit Entwicklern oder Produzenten zusammenarbeiten, können von Steuererleichterungen profitieren. Wer beispielsweise ein Spiel oder einen Film mit Computeranimationen oder Spezialeffekten ausstattet, erhält über den "Ontario Computer Animation and Special Effects Tax Credit" eine Steuergutschrift von 20 Prozent auf die erbrachte Arbeitsleistung.

Das Konzept geht auf. Knapp 620 Millionen Euro erwirtschaftet allein die Provinz Ontario pro Jahr im Bereich Digitale Medien. Dort befinden sich heute namhafte Entwicklungsstudios und Publisher wie Rockstar Games, Capcom und Koei. Und Ende 2009 eröffnete Ubisoft ein Studio in Toronto. Ubisoft investiert in das neue Studio zirka 309 Millionen Euro - dadurch sollen insgesamt 800 neue hochqualifizierte Arbeitsplätze entstehen.

Gerne können Sie auf der gamescom ein Hintergrundgespräch mit Darius Basarab, Gaming-Experte des Wirtschaftsministeriums von Ontario oder Dr. Terrie Romano, Konsulin, führen und die Inhalte vertiefen.

Christine Fröhler | Communication Consultants GmbH
Weitere Informationen:
http://www.presseforum.cc/ontario

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Medica 2017 – TU Kaiserslautern präsentiert Fortschritte in der Medizintechnologie
20.10.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

nachricht Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben
18.10.2017 | Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise